'Wie ist der Unterhalt bei einem 21 Jährigen zu regeln nach der Schule, da Mutter sich quer stellt?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Die Sache ist im Grunde genommen nicht schwer. Dein Sohn verdient netto 670,- Euro. Davon bleiben 90,- Euro für so genannte berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei, es bleiben also anrechnungsfähige 580,- Euro. Außerdem ist da noch das Kindergeld. Das Kindergeld steht dem volljährigen Kind zu und zählt bei ihm als Einkommen. Zu den 580,- Euro kommen also noch mal 190,- Euro dazu, so dass sein gesamtes anrechenbares Einkommen bei 770,- Euro liegt. Euer Sohn hat gegen seine Eltern nur dann enen Unterhatsanspruch, wenn der Unterhat, der ihm laut Düsseldorfer Tabelle zusteht, höher wäre als 770,- Euro. Wenn Du nun in die Düsseldorfer Tabelle unter der Rubrik "ab 18" schaust, so siehst Du, dass der Unterhatsanspruch nur dann höher ist als 770,- Euro, wenn das Einkommen des Unterhaltspflichtigen bei mindestens 4.301,- Euro liegt. Denn in Einkommensstufe 9 der tabelle beträgt der Unterhaltsanspruch 785,- Euro. Mit anderen Worten: Dein Sohn könnte 15,- Euro (!) Unterhalt fordern, wenn Du und die Mutter zusammenaddiert monatlich mehr als 4.300,- Euro Nettoeinkommen hättet. Du hast zwar ihr Nettoeinkommen nicht erwähnt, aber dieses Einkommen dürfte wohl nicht erreicht werden. Zunächst einmal muss berechnet werden, wie viel Unterhalt dem Sohn eigentlich noch zusteht. Das richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle und dem zusanmenaddierten Nettoeinkommen beider Eltern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Schimmel67
30.06.2016, 21:52

Guten Abend und viel Dank für die schnelle ausgiebige Antwort.

Es geht Mir in erster Linie auch darum was Ihr noch zusteht,

da sie meinen Vollen Unterhalt haben möchte aber Meinem Sohn nichts davon abgeben möchte!

Das Nettoeinkommen kenne Ich leider nicht von ihr aber wird wohl auch so um die 1500 - 1700 liegen im Büro schätze Ich?

Und steht ihm zur Zeit der Unterhalt zu ,

also müsste Ich ihm das Geld aufs Konto überweisen ( er wohnt bei der Mutter ) oder ist es richtig das Ich es weiterhin auf Ihr Konto überweise obwohl er schon 21 Jahre alt ist?

Weil dann werde Ich den vollen Betrag ab nächsten Monat auf sein Konto überweisen und sie kann ihm selber sagen was sie von ihm haben möchte!

0

Da er volljährig ist, kannst du die Zahlungen "vorläufig" völlig einstellen. Erst wenn er ernsthafte Bemühungen NACHWEIST, eine weitere Ausbildung zu absolvieren, setzt deine Zahlungspflicht wieder ein.

Dass er  keinen "Bock hat" hat sicher was damit zu tun, dass er ja auch so Geld bekommt. Das musst du rigoros streichen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?