Wie ist der Islam nach Guyana gekommen?

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5 Antworten

Es ist ein Phänomen, dass in fast jedem Land Lateinamerikas Muslime leben. Teilweise kommt das durch die Briten, die durch ihre Soldaten z.B. aus Pakistan oder Irak, im 19. Jahrhundert in British-Honduras (Belize) oder eben Guyana stationiert waren. Viele blieben im Land und missionierten dort. Teilweise gab es auch Einwanderungswellen von Muslimen nach Lateinamerika, vor allem von Libanesen (vor allem nach Brasilien, der amtierende Präsident Brasiliens, Michel Temer, ist Brasilianer libanesischer Abstammung) oder von Syrern nach Argentinien (der frühere Präsident Carlos Menem ist syrischer Abstammung). Lateinamerika galt oft als Kontinent der Hoffnung, da die Menschen aus Europa zumeist in die USA oder Kanada wollten, hofften viele Muslime, dass sie in Lateinamerika bessere Chancen hätten. Im Übrigen geht es ihnen dort recht gut, die einzelnen Gesellschaftsschichten der Muslime und der zumeist katholischen Mehrheit verstehen sich ganz hervorragend, ein Beispiel auch für Europa. Ich hoffe, Deine Frage damit ein wenig beantwortet zu haben?

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Kommentar von Korrelationsfkt
28.09.2016, 21:46


verstehen sich ganz hervorragend, ein Beispiel auch für Europa

Vielleicht deshalb, weil die Muslime nur dann durchdrehen, wenn sie nicht die absolute Minderheit darstellen.

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Hängt davon ab, welches Guyana.

Wenn englisch-Guayana gemeint: 1908, von Indien aus (zusammen mit Hindus). Wahrscheinlich schon früher, aber 1908 erstmalig als praktizierende Muslime in Guyana niedergelassen.

Die Muslime werden dort nicht verfolgt oder unterdrückt. Wenn zukünftig eine Reduzierung - woher die Prognose auch kommen mag - dann würde die sich wahrscheinlich aus dem natürlichen Verlauf ergeben. 1990 waren dort 9,2%. 2010, 7.2%. Neue Konvertierungen finden kaum statt. Geburten/Sterberate ist ausschlaggebend.

Vertreten sind die Bewegungen Jamaat Sunnatival, Sadr Anjuman und die Reformbewegung Ahmadiyah.

Die Lebenseinstellung dort ist uninteressant für die Eifrigen - anscheinend, auch nicht zu knacken. Mitglieder aller Religionen dort, die gemeinsam ihre Feiertage feiern, das muss den Saudis wie der Sündenpfuhl auf Erden vorkommen.

Hinzu kommt, dass Mitglieder von zwei der o.g. Bewegungen in der islamischen Welt nicht als Muslime gesehen werden.

Die saudische Missionierung wird nicht ohne Grund erwähnt. Nach Martinique zum Beispiel, anfänglich Muslime aus Afrika, ist "heute" so was wie ein Export von palästin. Muslimen zu beobachten, die von Saud-Arabien aus unterstützt werden.

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Kommentar von Alanbar33
29.09.2016, 20:27

Gute Antwort , kann nicht jeder , Daumen hoch 😀

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Ich denke weil Guyana auch mal eine britische Kolonie war und es wurden dort viele Inder, die ja zum Teil Muslime sind angesiedelt zum arbeiten weil Indien war britisch. Das war oft so dass man zb Inder und auch Chinesen als Arbeitskräfte holte zb auch in Malaysia oder Singapur.

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Durch Einwanderer würde ich sagen.

Die Muslime gehören nicht zu den Ureinwohnern Guyanas.

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