Wie ist der Ablauf einer Psychiatrie (Jugendliche)?

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5 Antworten

Es ist ein wenig wie ein Feriencamp. Da gibt es keine  Zwangsjacken, Gummizellen oder was man sonst aus Filmen kennt. Ich beschreibe dir mal die, die ich kenne:

Es gibt verschiedene Therapien und wenn man nicht gerade dort ist macht man in der Gruppe verschiedene Aktivitäten (von Spielen über Basteln bis zu Sport oder Ausflügen). Zwischendrin spielt man mit den anderen oder beschäftigt sich selber. 

Der Anfang ist schrecklich. Man wird deine Tasche durchsuchen und dir alles abnehmen, mit dem man sich verletzten kann (ausziehen mussten wir uns nicht). Einige Kliniken sind strenger und nehmen einem auch so Sachen wie Deo und Stifte ab, aber dass ist eher selten. Und die erste Nacht ist am schlimmsten, danach wird's besser. 

Die Fenster kann man da nicht aufmachen, damit keiner abhaut. Die Handyzeit ist beschränkt. Aber alle Patienten dort waren der Meinung, dass es nicht so schlimm ist wie gedacht. Man merkt eigentlich auch nicht, dass man in einer Psychiatrie ist, bis auf das, dass die meisten Narben haben. 

Grundsätzlich kann ich sagen, wenn man kooperiert ist man am schnellsten wieder weg (ob man will oder nicht. Manche waren sogar lieber dort als Zuhause). Und wenn man bereit ist Kompromisse einzugehen, kriegt man so gut wie alles. Und noch ein Tipp: Wenn dir die Ärzte vertrauen, kriegst du mehr Freiheiten (bis zum Wochenende Zuhause). Es ist alles halb so schlimm wie es scheint. Wenn du noch irgendwelche Fragen hast, kannst du sie mir auch jederzeit privat stellen.

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Kommentar von bloodm00n
30.04.2016, 22:41

Vielen Dank für das alles. Danke, hat mir echt geholfen

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Naja es hängt davon ab wieso du dort bist und in welchem Abteil.. Ich war damals für kurze Zeit in einem geschlossen Kinder/Jugendlichen Abteil. Der Anfang war die Hölle für mich weil natürlich alles neu war. Zuerst wurden meine Taschen durchsucht und selbstgefährdene Gegenstände wie zB Gürtel, Schnürsenkel, Rasierer, Anspitzer, wie auch Stifte, Handy, Kosmetik und Geld etc. abgenommen und in einem Schrank verschlossen. Danach musste ich mich im Bad (was man übrigens nicht verschließen konnte) vor einer angestellten ausziehen und durchsuchen lassen, so das Sie feststellen konnte das ich keine "verbotenen" Gegenstände bei mir hatte. Ich hatte ein Doppelzimmer, jedoch war ich zumglück alleine im Zimmer und habe durch die wenigen Möglichkeiten dort den ganzen Tag die Broschüre und regeln der Klinik aus einem Heft gelesen was man mir bei meiner Ankunft gab. Ich habe nichts gegen die Kinder die dort mit mir auf der Station waren aber ich war die einzige mit Depressionen dort, der Rest hatte tourett, Daunen Syndrom etc. so dass ich Angst hatte und versuchte mit allen Kontakt zu vermeiden. In der Ersten Zeit durften wir nicht raus, nicht telefonieren, auch für das Wäsche waschen mussten wir extra Geld bezahlen, abends konnten wir dann für 1 Std wii spielen und nach der Zeit bekamen wir Therapie Stunden. Die Fenster waren vergittert und ließen sich nur minimal öffnen. Achja.. Bei einigen Fällen, in denen du zumbeispiel aggressiv wirst, gibt es einen Spezial Raum indem du an ein Bett gefesselt werden kannst oder einen Raum in dem man dich durch speziellen Fenstern den ganzen Tag beobachten kannst. Den meisten Kindern dort hatte man angemerkt das sie unter Tabletten standen. Ich war wie gesagt nicht lange dort aber für den ersten Eindruck hats schon gereicht. Für mich war es die Hölle aber auch hilfreich weil ich mir danach wegen meinen Depressionen therapeutische Hilfe geholt habe. Aber eine offene Station unterscheidet sich natürlich zu einer geschlossenen, denk daran. 

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Kommentar von bloodm00n
26.04.2016, 20:53

Danke.. Naja hört sich ja nicht so toll an :/ trotzdem danke

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Essen ist Mist. Meistens zumindest. Wenn du in eine geschlossene Einrichtung kommst kann es Tage dauern bis sie dich raus lassen bzw bis du Freigang bekommst. Meistens sind dort auch nur ältere Leute. Gibt zwar speziell Häuser auch für jüngere... Aber naja... desweiteren mussT du damit rechnen das dein tag komplett durch plant wird... grüße

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Du stehst auf und musst irgendwelche Medikamente nehmen und den ganzen Tag mit anderen in einem Raum sitzen und dich mit denen beschäftigen zwischendurch gibt es noch Therapien und essen

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Ich kann die nur von einer offenen erwachsensnen station und von der tagesklinik bericht, wobei die  Psychiatrien selber anscheinend auch unterschiedlich sind.

Was es schönes gab:

-Ergotherapie ( sägen,malen, etc)

-Massagen

-Entspannungsbäder

-Rotlichttherapie

-soziales Kompetenztraining

-Wochenendangebote

schlecht:

- m.M nach zu häufige Arztsvisiten

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