Wie ist der Ablauf einer LARP, wieviel kostet so eine Probe-Teilnahme?

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2 Antworten

Eine Probe- Teinahme gibt es normalerweise nicht.

Larp - Cons sind in der Regel so kalkuliert, dass die Veranstallter die Kosten gerade wieder reinbekommen (das gilt zumindest für die kleine Cons. Großcons wie Drachenfest und Conquest sind klar auf Gewinn ausgelegt). 

Bei den kleinen Cons gibt es verschiedene Settings (ich beschreibe nur die typischen Fantasy - Szenarien, mit Sifi und Endzeitcons hab ich keine Erfahrung)

Akademiecons sind Krieger- Magier- oder Bardenakademien. Dort besteht die Handlung in der Regel darin, dass über den Con hinweg verschiedene Kurse angeboten werden (z. B. so etwas wie Schwertkampf, Bogenschießen, Kampfmagie, Heilkunde... aber auch Blumen- und Fächersprache, Benimmregeln, Kochen für die Feldküche.....). Somit kann ein Charakter Intime (im Spiel) neue Fähigkeiten erlernen.

Hofhaltungscons (die in der Regel einen hohen Standart bei der Ausstattung haben, für Einsteiger also eher weniger geeignet sind), sind meist Hochzeiten von Adeligen, Konvente von Magiern usw. Hier geht es in der ersten Linie um Politik und Intrigen, Giftattentate, politsche Morde usw. Erinnern also an eine Detektivgeschichte.

Abenteuercons, die verbreitetste Variante kombinierne verschiedene Elemente. Ich beschreibe hier einen typischen 3 - Tage Abenteuercon. Bei einem Abenteuercon wird der Plot in der Regel am ersten Abend ins Laufen gebracht, indem etwas passiert, das auf die künftigen Ereignisse hinweist (ein lokaler Bauer berichtet, dass er Untote im Wald gesehen hat, der Sohn des örtlichen Barons wird entführt, Orks greifen das lager an .....)

Am nächtsen Tag kommen dann weiter Hinweise auf, was das große Böse ist (etwa ein Lich, ein mächtiger Nacromant, ein Orkkönig ....), das bekämpft werden muss. Oft müssen weitere Hinweise gesammelt werden, wie dieses Böse zu bekämpfen ist. Während dessen kommt es immer wieder zu kleine Scharmützeln mit kleinen Gruppen von Gegnern, eventuell muss ein Dungeon erforscht werden, um einen bestimmten Gegnestand zu finden (etwa der Dolch, der den Lich tötne kann ....). 

Üblicherweise findet dann an diesem Abend oder am nächsten Morgen dann eine spektakuläre Endschlacht statt, in der alle Kräfte mobilisiert werden und das Böse am Ende besiegt wird.

Wie gesagt, ein typischer 3 Tage Con, die sind natürlich nicht immer nach diesem Ablauf aber Elemente davon finden sich bei den meisten Abenteuercons.

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ich kann nun nicht behaupten, das ich jeden einzelnen Verein kenne.

In der Vergangenheit habe ich aber Fantasy LARPS bei http://diletanten.de/ gespielt und Vampire live in den Neunzigern.

Was die Teilnahme an einem Con kostet hängt von den äußeren Umständen ab und ob es ein komerzieller Veranstalter ist, der Gewinn machen will oder ein Verein, der "nur" kostendeckend wirtschaften muss.

Die Plätze kosten Miete, ggfs. die angemietete Burg, das Essen, die Versicherungen, die Genehmigungen etc. pp.

Daher würde ich sagen eine Probeteilnahme gibt es nicht, gab es bei uns zumindest nie. Allerdings gibt es Anbieter, die den Spielern welche die Rollen von NPCs (Nichtspielercharakteren) übernehmen einen Preisnachlass gewähren.

So nun zur Gewandung. Ja man muss sich ausstatten, das passiert in Eigenregie, d.h. man erstellt sein Köstüm selbst und sorgt selbst für die Bewaffnung. Da ist den Kosten keine Grenzen gesetzt.

Was die Waffen angeht. Hier geht es natürlich um Sicherheit, d.h. bevor man anfängt zu bauen oder einzukaufen, muss man sich mit dem jeweiligen Veranstalter in Verbindung setzen und deren Richtlinien in Erfahrung bringen. Das ist ganz wichtig und man vermeidet unangenehme Überraschungen.

Der allgemeine Ablauf. Es ist Anreise, man stellt sein Zelt auf, bzw. bezieht sein Zimmer. Man kleidet sich an, vielleicht gibt es noch eine Ansprache, bzw, diverse Informationen und dann geht es los.

Auf Deine Punkte, die ich noch nicht abgedeckt habe

1. das kommt auf die Geschichte der jeweiligen Veranstaltung an. Wir haben eine fortlaufende Geschichte gepspielt. Wobei die einzelnen Cons nicht unbedingt zusammenhängend waren.

2. ja man hat einen Charakterbogen, man hat Lebenspunkte aber wie es genau abläuft. Wir hatten es mit sogenannten Lebensbändeln gemacht, kleine Stoffetzen, in Anzahl der Lebenspunkte. Bei einem Treffer bekam man den Schaden zugerufen, der Kampf wurde unterbrochen und man schmiss die Anzahl der Lebenspunkte ab. Bei null Punkten war man tot.

Ein kurzes Event in England ging anders, Kampf ohne Pause. Nach einer gewissen Zeit musste man einem Begleiter/Aufseher angeben, wieviel Treffer man kassiert hat. War sehr unpraktisch.

Bei unseren Version kann man natürlich bei erfahrenen Spielern, die ehrlich sind, im Zweikampf auch ohne Unterbrechung durchspielen. Allerdings war meine Erfahrung, das man irgendwann nicht mehr mitbekam, was man austeilte und einsteckte.

Und natürlcih kann man auch von mehreren Leuten auf die Mütze bekommen, das ist dann noch schwieriger.

Apropos Mütze, gewisse Zonen des Körpers sind natürlich Tabu. Bei uns waren nur Hiebe auf Beine und Oberkörper erlaubt. Alles oberhalb der Schultern und unterhalb der Gürtellinie war verboten und zählte nicht. Da shatte auch zur Folge das Schläge von oben herab verboten waren und aufgrung der Beschaffenheit der Waffen waren Stiche ebenso nicht gestattet.
Preifspitzen mussten so groß sein, das diese nicht den Augapfel treffen können und die Bögen durften nur eine sehr geringe Zugkraft haben.

Zu guter Letzt, LARP ist ein sehr schönes Hobby, nicht immer ganz billig aber macht sehrviel Spaß. Am Anfang reicht ein minimum an Ausrüstung, d.h ein einfaches Schwert und einfache Kleidung. Einfach den Veranstalter nach Emfpehlungen fragen, vielleicht hat der auch einen Fundus.

Ich wünsche Dir viel Spaß damit.

Und beinahe vergessen, ich weiß nicht wie alt Du bist. Die meisten haben eine Altersgrenze von 18, schon allein aus Gründen der rechtlichen Sicherheit und dem Jugendschutz.

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