Wie ist das nun genau beim Flugzeug?

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3 Antworten

Das liegt daran, dass der Flügel dort mehr Fläche hat als die Unterseite. Luft strömt an einer gebogenen und längeren Fläche schneller vorbei. Dadurch entsteht ein Unterdruck oberhalb des Flügels und ein Überdruck unterhalb des Flügels. Dieser Druckunterschied sorgt dafür, dass die Flügel und damit das Flugzeug nach oben gedrückt wird und fliegen kann.

Zum Vergleich: Stellt euch vor, eine schlechte Band spielt in einem Konzertsaal. Die Leute wollen natürlich so schnell wie möglich den Saal verlassen und flüchten zum nächstbesten Ausgang. Der Saal hat zwei Ausgänge: Ein Weg ist kurz und der andere Weg zum Ausgang lang. Da wo der Ausgang nicht weit entfernt ist, entsteht ein Stau, und die Leute kommen nur langsam voran. Einige haben den längeren Weg genommen und können ganz schnell den Saal verlassen, weil dort mehr Platz ist und sich kein Stau gebildet hat. Das heißt, je weiter der Abstand zwischen den Menschen ist, desto schneller kann man sich in der Menschenmasse bewegen.

Dieses Gesetz gilt nicht nur für Menschenmassen, die sich Richtung Ausgang bewegen, das gilt auch für Luftteilchen. Der Weg der Luftteilchen oberhalb des Flügels ist weiter als unterhalb des Flügels. Das bedeutet, dass sich dort die Luftteilchen schneller bewegen können. Unter dem Flügel, wo der kürzere Weg ist, strömt die Luft langsamer vorbei, weil sich die Luftteilchen dort stauen. Und da wo es sich staut, ist auch der Druck höher. Vergleichbar mit dem Stau vor dem Ausgang. Da ist wenig Platz und das Gedrängel groß. Also noch mal: Über dem Flügel herrscht ein Unterdruck, weil nur wenig Teilchen schnell strömen, und unter dem Flügel herrscht ein Überdruck, weil viele Teilchen langsam strömen. Und wenn sich die Tragflächen schnell genug bewegen, dann sind die Druckunterschiede irgendwann so groß, dass die Auftriebskraft das Flugzeug fliegen lässt. Daniel Bernoulli (*1700 - 1782) hat zum ersten Mal den Zusammenhang von Strömungsgeschwindigkeit und Luft beschrieben.

Danke! Ich hab mir schon so viel durchgelesen und hab's erst jetzt richtig kapiert!

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Das hast du schön erklärt, ändert aber nix daran, dass dies nicht der Grund ist, warum ein Flugzeug fliegt, auch wenn es fälschlicherweise oft so (von Nichtfliegern) gelehrt wird. Dieser Effekt ist zwar in der Tat vorhanden, aber sehr gering. Die Tragflächen müssten MASSIV gewölbt sein, damit es Auswirkungen hätte, was aber nicht der Fall ist. Zudem gibt es Flugzeuge mit komplett ebenen Tragflächen, außerdem kann ein Flugzeug auch "auf dem Rücken" fliegen, was der Theorie zuwider läuft.

Maßgeblich für das Fliegen in heutigen Flugzeugen ist der sogenannten Anstellwinkel, also die Schrägstellung der Tragfläche und die damit verbundenen Ablenkung der (durch Schub erzeugten) Strömung nach unten, was wiederum zum Auftrieb führt. Dafür braucht man nicht Bernoulli, das ist einfach Newton.

Wer etwas tiefer einsteigen will, dem sei dieser Link empfohlen: http://www.allstar.fiu.edu/aero/airflylvl3.htm

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Hallo, stell dir einen Flügel im Querschnitt vor. Oben gewölbt, unten glatt. So wie ein Flitzebogen. dann ist die gewölbte Strecke doch länger. Wenn die Luft daran vorbeiströmt, muss sie auf der gewölbten Seite schneller sein als an der geraden. Dadurch wird der Druck an der gewölbten Seite niedriger, dadurch entsteht der Auftrieb.

das liegt an der Flügelform unten wird die Luft etwas gebremst und oben kann sie besser gleiten und ist daher schneller. Das erzeugt den Unterdruck.

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