Wie ist das mit einer PPL?

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1 Antwort

Willst Du Berufspilot werden, lohnt es sich nicht, vorher Geld für eine PPL auszugeben. 

Die Lehrgangsinhalte - die übrigens durch die EASA in ganz Europa genormt sind - gehen davon aus, einen Fußgänger zum Copiloten eines Verkehrsflugzeugs zu machen. 

Und ja, Du kannst auch ein Verkehrsflugzeug mit einer PPL und dem entsprechenden Typerating fliegen, darfst aber keine Passagiere mitnehmen. 

Willst Du das, ist eine CPL/IR oder MPL erforderlich. 

Die Ausbildungskosten hängen von der jeweiligen Schule ab; zwischen 60.000 und etwa 110.000 Euro (bei Emirates noch mal rund 10.000 Euro mehr). Die Minimum-Theorie- und Flugstunden sind ja von der EU-Ausbildungsvorschrift vorgegeben. 

Für eine PPL brauchst Du nur ein Medical der Klasse 2, für eine CPL/IR oder MPL ist natürlich ein Medical der Klasse 1 erforderlich. Die Erstuntersuchung darf aber nur eins der acht oder neun Aero Medical Center machen. Eine Liste der AeMC gibt es beim LBA. "Einzelne" Fliegerärzte dürfen nur die Folgeuntersuchungen durchführen. 

Aber das alles erfährst Du doch bei der EASA, beim LBA, der Airline Deines Vertrauens und natürlich bei jeder Flugschule, die Berufspiloten ausbilden darf. 

Wenn Du aber nach Klasse 1 fluguntauglich bist, reicht es vielleicht für Klasse 2 oder ein LAPL-Medical und dann kannst Du immer noch das Geld für eine PPL ausgeben. 

Einfach bewerben und schauen, ob es klappt. Jede vorherige Geldausgabe, auch für ein Klasse 1-Medical, ist unnötig. Bei einer "freien" Flugschule musst Du natürlich die rund 500 € +/- für ein Klasse 1 Medical ausgeben, da Du sonst nicht angenommen wirst. Dafür hast Du später das Risiko, keinen Arbeitsplatz zu bekommen - und dann? 

Also erst bei einer Airline versuchen. 

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Kommentar von ueberschlau16
26.10.2016, 15:49

Also soll ich das lassen mit der PPL und mich dann direkt Bewerben für eine Ausbildung zum Berufspiloten?!

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