Wie ist das mit dem Paritätsbit zu verstehen (Fehlererkennung Datenübertragung)?

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3 Antworten

Wenn auf Parität geprüft wird, dann wird ein Ergänzungsbit an die 8 Bit Nutzdaten angehängt. Dadurch erreicht man immer entweder eine gerade oder ungerade Parität. Wenn festgelegt ist dass die Parität gerade sein soll, so wird das Ergänzungsbit immer so gewählt (beim Sender) dass die zu übertragenden Daten eine gerade Parität besitzen. Stellt der Empfänger nun eine ungerade Parität fest, ist eine fehlerhafte Übertragung ermittelt.

Du nimms bei einer übermittlung immer eine Handvoll bits zu einem Paket und fügst ein weiteres Bit hinzu. Dieses Bit macht aus dem Paket immer eine gerade oder ungerade Anzahl Einsen oder Nullen, je nach Konvention.

Wenn nun ein Paket von der Konvention abweicht, weiß man dass es Fehlerhaft ist. Dieses muss dann erneut übertragen werden.

lg

du kriegst halt single-bit errors mit. Wenn natürlich 2 bits flippen, stimmt das Paritätsbit trotzdem.

aber woher weiß man denn, ob die ursprüngliche Nachricht gerade oder ungerade 1en enthalten sollte? Das Paritätsbit wird doch jedes mal an das Gesendete angepasst.. das ist der Punkt, den ich nicht verstehe..

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@HamiltonJR

Du musst natürlich die Position des Paritätsbits wissen. In deiner Erklärung ist es das letzte Bit. *)

1) Anzahl 1en ist gerade und letztes Bit ist 0 => alles okay

2) Anzahl 1en ist gerade und letztes Bit ist 1 => alles okay

3) Anzahl 1en ist ungerade und letztes Bit ist 0 => Problem

4) Anzahl 1en ist ungerade und letztes Bit ist 1 => Problem


Bei 1) hattest du von Anfang an eine gerade Anzahl 1en. Das Paritätsbit wurde mit dem Wert 0 angehängt. Alles Bestens.

Bei 2) hattest du eine ungerade Anzahl 1en. Das Paritätsbit wurde mit 1 angehängt. Jetzt ist die Anzahl 1en gerade. Alles Bestens.

Bei 3) hattest du beim Senden eine gerade Anzahl 1en. Darum wurde das Paritätsbit mit Zustand 0 angehängt. Aber hey, jetzt ist die Anzahl der 1en ungerade! => Aha, da muss ein Bit geflippt sein!

Bei 4) War die Anzahl der 1en beim Senden ungerade. Darum wurde eine 1 als Paritätsbit angehängt. Daraufhin war die Anzahl gerade. Aber hey, jetzt beim Empfangen ist die Anzahl ungerade! => Aha, da muss ein Bit geflippt sein.


*) Das ist natürlich eine Vereinfachung... im Endeffekt musst du die Rahmengröße wissen. Zum Beispiel 7 Bit + Parität.

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@NeoExacun

Doch, wenn man bedenkt, dass das Paritätsbit natürlich mit zu den zu betrachtenden Bits gehört.

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@HamiltonJR

Deshalb ist diese Art der Fehlererkennung auch relativ rudimentär. Wenn der Empfänger zwei falsche Bits erhält, meint er das Byte wäre korrekt, obwohl es das nicht ist. Kommt auch aus der Urzeit der IT, das. 

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@Zyrober

Dann kannst du das Ganze auf 2 Fälle beschränken und das letzte Bit unerwähnt lassen^^ So ist das Ganze sehr redundant.

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@NeoExacun

Für die Fehlererkennung natürlich. Mit den 4 Fällen wollte ich alle Möglichkeiten zeigen: Gerade und ungerade Anzahl in der Originalnachricht x mit und ohne Bitflip.

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