Wie ist das mit dem 450€ Job?

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Es kommt drauf an...

Falls der Minijob-Arbeitgeber für dich die 2% Pauschalsteuer entrichtet, mußt du den Minijoblohn erst gar nicht in einer Ek-Steuererklärung angeben:

Gut zu wissen

Die einheitliche Pauschsteuer von zwei Prozent stellt die endgültige Besteuerung des Arbeitslohns dar und wird bei der Einkommensteuerveranlagung des Minijobbers nicht berücksichtigt. Dieser kann daher keine Aufwendungen als Werbungskosten abziehen, die bei dem pauschalversteuerten Minijob anfallen.

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/01_besteuerung_450/node.html

Somit bleibt dir nur noch als Abschlag die 3,6% Beitragssatz vom Bruttolohn für die Rentenversicherungspflicht: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/05_rentenversicherungspflicht/node.html

Bei der kostenlosen Familien(kranken)versicherung bist du ja über die Eltern versichert:

Für Kinder gibt es Altersgrenzen in der Familienversicherung. Generell ist Ihr Nachwuchs mitversichert, bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Darüber hinaus bis zum vollendeten 23. Lebensjahr, wenn die Kinder noch nicht erwerbstätig sind. Gehen sie noch zur Schule, Hochschule oder absolvieren sie eine Berufsausbildung, gilt die Altersgrenze von 25 Jahren. Auch für Kinder gelten die genannten Einkommensgrenzen.

Welche Einkommensgrenzen gelten für die Familienversicherung?

  • Das monatliche Gesamteinkommen des Familienmitglieds darf 470 Euro (hier: 2021) nicht übersteigen. Bitte beachten Sie: Mit einem regelmäßigen Arbeitsentgelt über 450 Euro sind Sie versicherungspflichtig. Sie dürfen dann nicht mehr in der beitragsfreien Familienversicherung mitversichert sein.
  • Bei einem Minijob liegt die Grenze bei 450 Euro.
  • Die genannten Einkommensgrenzen gelten auch für Kinder und Studenten sowie für Rentner. Der Teil der Rente, der für Zeiten der Kindererziehung gezahlt wird, bleibt bei der Berechnung unberücksichtigt.
  • Eine kurzfristige Beschäftigung steht einer Familienversicherung nicht entgegen. Sie ist auf maximal drei Monate befristet beziehungsweise auf maximal 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt.
  • Für hauptberuflich Selbstständige und Auszubildende mit Ausbildungsvergütung ist keine Familienversicherung möglich.

Näheres in dem Link hier: https://www.aok.de/pk/uni/inhalt/familienversicherung/

Gruß siola55

Woher ich das weiß:Recherche

Super!!!! DANKEEEE

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bei einem minijob gibt es für den arbeitnehmer bis auf die aufstockung zum vollen beitrag der rentenversicherung (ca. 3,5%) keine abzüge.

wenn du auf diese aufstockung, die die zumindest rentenversicherungs-pflichtige zeiten bringt (gut für die spätere rente) verzichtest, musst du dem arbeitgeber eine schriftliche erklärung über den verzicht vorlegen.

dann bekommst du max. 450 € brutto für netto

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die 3.5% ändern jetzt auch nichts mehr groß, danke.

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@DualStudieren

richtig, knapp 16 € im monat fallen kaum auf. aber wenn du z.b. 2 jahre den minijob hast und genau diese 2 jahre später dazu beitragen, dass du schon mit 65 statt 67 (oder vllt. 68) in rente gehen kannst. lohnt es sich.

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Es gibt keine Abzüge. Du zahlst weder Lohnsteuer noch Sozialbeiträge.

Das ist so undifferenziert nicht richtig.

Das kommt bezüglich der Steuer "darauf an" - auch wenn das (über den Jahressteuerausgleich) zutrifft: Wenn nicht über den Arbeitgeber pauschal versteuert wird, dann wird nach den individuellen Steuermerkmalen versteuert. Zudem kann der Arbeitgeber sich die Pauschalsteuer vom Minijobber zurückholen.

Außerdem fällt ein geringer Renrenversicherungsbeitrag an, wenn der Minijobber sich nicht ausdrücklich davon befreien lässt.

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