Wie ist das Leben eines Piloten (Flugzeugführer)?

6 Antworten

Bin zwar kein Pilot, kenne aber einen und möchte selbst eventuell auch einer werden. Das hat natürlich einerseits schöne Seiten, wie z.B. kommst viel rum, siehst was von der Welt, wechselnde Kollegen(je nach Airline etc. natürlich), ABER du bist halt oft und lange unterwegs, von der Familie getrennt, Jetlag, lange Arbeitszeiten, Stress und so weiter. Zudem ist der Arbeitsmarkt in Deutschland für Piloten relativ schlecht. Bis auf Lufthansa gibt es meiner Ansicht nach keine anderen guten Unternehmen, die dir eine Ausbildung zu einer solchen Sicherheit geben (Airberlin gehts ja auch nicht so gut, alternativ Swiss, aber die Schweizer wollen ja nicht mehr viele Ausländer rein lassen), sie versichern dir aber trotzdem keinen festen Arbeitsplatz. Bei Lufthansa hast du auch nur eine Chance und kannst danach auch nicht mehr zu Austrian Airlines und bis auf Swiss alle anderen Tochtergesellschaften von Lufthansa. Das ist erstmal ein grober Überblick, ist sicher nicht komplett vollständig und richtig. Kannst dich ja mal in Pilotenforen umhören (Bsp. pilotenboard.de)

Wer hart arbeiten möchte, verdient automatisch viel mehr Geld! Es gibt zur Zeit sehr viele junge Leute, die sich für Lufthansa bewerben möchten und nicht jeder wird aufgenommen + Ausbildung musst du selber bezahlen (60.000 - 100.000 Euro). Eine Pilotenausbildung bei der Bundeswehr wäre eine gute Möglichkeit (Ausbildung wird bezahlt)!

LG

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@bori0399

Ich weiß, hab mir da über alles schon Gedanken gemacht, nur wie schon gesagt, Arbeitsmarkt könnte besser sein. Der Pilot, den ich kenne, hat damals seine Ausbildung noch selbst finanziert und fliegt zurzeit noch für eine kleine Hamburger Airline. Der hat aber auch schon gesagt, dass er nicht weiß wie lange noch und die meisten seiner ehemaligen Kollegen fliegen schon in der Türkei für die Airlines. Alternativ suchen die bei Emirates und Qatar Airways ja immer noch, aber ich glaube zumindest bei Emirates brauchst du ein abgeschlossenes Studium. Und die schreiben die Stellen international aus, da ist es dann evtl. wahrscheinlicher bei Lufthansa genommen zu werden.

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Hallo,

na, es ist wie bei jedem Job. Der eine ist aufregend, der andere langweilig. Es kommt immer auf die persönliche Einstellung, das Umfeld und die Erfahrung an.

12 Stunden auf der Langstrecke sind für manchen nicht so erstrebenswert. Der freut sich über mehr "action", also mehrere Starts und Landungen im Laufe eines Arbeitstages. Andere haben etwas gegen die häufig wechselnden Weckzeiten bei der Kurzstrecke und fliegen lieber Langstrecke, die eben feste Startzeiten hat, auf die man sich leichter einstellen kann.

Da die Cockittüren heutzutage geschlossen sein müssen, ist es auch schwieriger geworden, mit den schönsten Frauen der Welt an Bord in Kontakt zu kommen ;-(

Dann bleibt von der Freiheit über den Wolken ja nicht mehr viel übrig, da die Fliegerei ganz strikten Regeln folgt. Flüge wie früher, als man noch manuell über den Pamir geflogen ist oder in Afrika neue Routen erkundet hat, sind lange vorbei, obwohl die Fliegerei von dieser Zeit immer noch zehrt.

Letzte Woche habe ich im LH-Bordbuch ein Interview mit einem Piloten der FLN FRISIA-Luftverkehr GmbH aus Norddeich, gelesen. Der war ganz glücklich über die paar Minuten Fliegerei zwischen Festland und Inseln, allerdings bei immer sehr herausfordernden Wetterbedingungen, dafür 20 Starts und Landungen am Tag (oder mehr). Das hat man bei einer großen Airline natürlich nicht.

Bleibt die Frage, was Dir persönlich besser gefällt: Über viele Stunden langsam und sicher zu fliegen (zivil) oder lieber eine Stunde lang schnell und gefährlich wie beim Militär? Oder solche Ultrakurzstrecken wie Inselflüge?

Das Sahnehäubchen auf dem Ganzen ist dann die Testfliegerei. Hier Mensch und Maschine an die Grenzen des technisch und physiologisch Machbaren zu bringen, um Daten zu gewinnen, mit welchen die Ingenieure weiterarbeiten können; so etwas gehört meiner Meinung nach zum Spannendsten, was das Fliegerleben zu bieten hat, obwohl auch dort die Zeit der Abenteuerer vorbei ist und analytisches Denken und Selbstdisziplin oberste Priorität haben.

Kommt auf das Aufgabengebiet an. Pilot bei einer Airline, Militärpilot, Testpilot, Hubschrauberpilot, Werkspilot...??? Welchen Job meinst Du? Ich fliege noch gelegentlich Hubschrauber in den italienischen Dolomiten. Das ist garantiert nicht langweilig. Anstrengend aber auch nicht.

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