wie ist das jura studium so

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4 Antworten

Es ist vor allem ein "Fleißstudium". D.h. du musst kontinuierlich lernen. Nicht nur dann, wenn Klausuren anstehen. Besonders schwer ist die Materie mMn meistens nicht, wenn es dir liegt, kann es auch richtig Spaß machen. Wenn es einem nicht liegt, gehört man zu denen, die abbrechen. Und davon gibt es sehr, sehr viele. Was macht man? Man beschäftigt sich eben damit, wie bestimmte Gesetze zu verstehen und anzuwenden sind. Deswegen heißts ja "Rechtswissenschaft." Über Studieninhalte, Universitäten und Aufbau findest du aber im Internet genug. Einfach mal suchen.

Wenn man sich für etwas begeistert ist jedes Studium zu schaffen. Das Jurastudium besteht aus viel auswendig lernen. Wer gut darin ist wird beim Studium vorteile haben. Schwierigkeit ist subjektiv.

Das Zeug, was man da so auswendig lernen könnte, prägt man sich mit der Zeit schon automatisch ein, wenn man sich immer wieder mit den verschiedenen "Lieblingsthemen" beschäftigt - und dies wiederum ist natürlich völlig unproblematisch, wenn man Spaß dabei hat ;)

Du wirst hautpsächlich beschäftigt, indem man dir immer und immer wieder mehr und weniger komplexe Sachverhalte vorsetzt und du darüber juristische Gutachten anhand geltenden Rechts anfertigst.

Daneben arbeitest du dich mittels Eigeninteresse durch die Materie :)

Wie ist das Jura-Studium aufgebaut? Das klassische Jurastudium vermittelt Kenntnisse in den drei Hauptgebieten des Rechts: Strafrecht, Zivilrecht und Öffentliches Recht. Strafrecht bezeichnet Rechtsnormen (Gesetze), die bestimmte Handlungen verbieten und mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe belegen. Das Zivilrecht regelt das Verhältnis von Bürger zu Bürger, während sich das Öffentliche Recht auf das Verhältnis von Bürger und Staat sowie das der Staaten untereinander bezieht. Hinzu kommen Grundlagen wie Rechtsgeschichte oder Rechtsphilosophie. »Ich finde Zivilrecht besonders spannend, weil es den Alltag von uns allen betrifft «, sagt Sven Jürgensen, 22, der in Düsseldorf Jura studiert. Um zum Hauptstudium zugelassen zu werden, schreibt man in manchen Bundesländern eine Prüfung. In anderen braucht man dafür eine bestimmte Zahl an Leistungspunkten, die für Klausuren und Hausarbeiten vergeben werden. Im Hauptstudium werden die drei Hauptgebiete weiter vertieft. Außerdem wählt jeder einen Schwerpunkt (zum Beispiel Europa-, Umwelt- oder Medienrecht). Bis zum Examen muss man eine Fremdsprache nachweisen und zwei Praktika machen. Sven Jürgensen hat sein sechswöchiges Verwaltungspraktikum aufgeteilt: Drei Wochen arbeitete er einem Referenten in der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag zu. »Danach war ich in der Stadtverwaltung in München, unter anderem in der Kampfhunde- Abteilung und der KFZ-Zulassungsstelle.« Am Ende des Studiums steht die Erste Juristische Prüfung. 30 Prozent der Note machen die Zensuren im Schwerpunktbereich aus. Die anderen 70 Prozent entfallen auf ein Staatsexamen, das in den Bundesländern zentral abgenommen wird. Es setzt sich aus mehreren Klausuren und einer mündlichen Prüfung zusammen. Wer besteht, darf ins Referendariat, kann aber auch einen Master anschließen oder promovieren. Über die Zulassung zum Jura-Master, dem LL.M. (Master of Laws), entscheiden die Unis. Viele Studenten absolvieren ihn im Ausland, doch auch in Deutschland bieten mehr als 50 Hochschulen solche Programme. Oft konzentrieren sie sich auf einen bestimmten Bereich. Die Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder etwa bietet einen Master of International Human Rights and Humanitarian Law an. Im Referendariat arbeiten die angehenden Juristen mehrere Monate lang in den verschiedenen Rechtsgebieten: im Zivilrecht sind sie bei einem Amts- oder Landgericht tätig, im Strafrecht bei einer Staatsanwaltschaft oder einem Strafgericht, und im Öffentlichen Recht arbeiten sie bei einem Verwaltungsgericht oder in einer Behörde. Schließlich folgt die »Anwaltsstation« in einer Kanzlei. Eine weitere Station können die Referendare frei wählen, manche gehen dabei zu internationalen Organisationen. Das Referendariat endet mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung. Wer sie besteht, kann die Zulassung als Anwalt beantragen oder sich um eine Stelle als Staatsanwalt oder Richter bewerben. Jura kann man auch an zwei privaten Hochschulen studieren: an der Hamburger Bucerius Law School sowie an der European Business School in Wiesbaden (EBS). Dort erwerben die Studenten nach drei Jahren den Bachelor of Laws (LL.B.) und absolvieren nach vier Jahren die Erste Juristische Prüfung. Kosten: 3700 bis 4000 Euro pro Trimester. Es gibt die Möglichkeit, Stipendien zu bekommen.

Jura studieren: Neue Entwicklungen Die Juristenausbildung soll praxisnäher werden. Einige Unis haben sogenannte Legal Clinics eingeführt, bei denen Studenten ihre Kommilitonen aus anderen Fächern in Rechtsfragen beraten. Außerdem soll der Stoff besser vermittelt werden als bisher dazu sollen geeignete didaktische Methoden entwickelt werden. Einen Aufschwung hat in den vergangenen zehn Jahren das Fach »Wirtschaftsrecht« erlebt. Es wird inzwischen von rund 12 000 Studenten an etwa 30 Unis und FHs studiert. »Durch dieses Studium vermeiden wir den rechtsblinden Betriebswirt genauso wie den kaufmännisch unbedarften Juristen«, sagt Peter Kiel, Professor an der Hochschule Wismar. BWL und VWL stehen genauso auf dem Lehrplan wie Rechts gebiete, die für die Arbeit in Unternehmen bedeutsam sind, etwa Arbeitsund Sozialrecht, Steuerrecht, Insolvenzrecht oder internationales Handelsrecht. »Das Tolle an Wirtschaftsrecht ist, dass es sehr praxisnah ist, weil es sich direkt auf die Unternehmen bezieht«, findet Hannah Witschkowski, 23, die an der HTW Berlin studiert.

Quelle: Studienführer 2013/14

DH :D

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Jetzt weiß der Fragesteller endlich, was es heißt, Jura zu studieren: Vor allem sauber zitieren ;)

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