Wie ist das in der Religion mit der Willensfreiheit des Menschen gemeint?

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Liebe/r strandparty,

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Herzliche Grüsse

Klara vom gutefrage.net-Support

10 Antworten

In welcher Religion eigentlich? Einen absoluten "freien Willen" gibt es ja sowieso nicht. Wille und Denken sind nun mal auch von der Materie abhängig (körperlicher Zustand, Gehirn, Stoffen, Störungen durch Krankheiten etc.) - aber auch von anderen Menschen und deren Willen. Schon bei der Entscheidung für eine jeweilige Religion unterwirft man sich dem jeweiligen Glaubenskanon und schaltet seinen Verstand bezüglich dessen Regeln weitgehend ab. Religion ist Glaube und nicht Wissen - auch wenn einige Religionen etwas anderes behaupten.

Die Willensfreiheit in der Religion beruht auf der Annahme, dass Menschen die Gebote der Götter kennen und sich entscheiden können, diese zu beachten oder nicht. Diese These kann die moderne Hirnforschung belegen oder widerlegen, wir werden sehen.

Das Leben ist keine Meinungsumfrage. Es reicht nicht, zu wünschen, nicht krank zu werden, wenn die ganze Lebensgestaltung ein "krank werden" riskiert. Es reicht nicht, zu wünschen, nicht unter ein Auto zu kommen, und dann unaufmerksam einfach mal so über eine verkehrsreiche Straße zu laufen. Der Mensch lebt ganzheitlich, nicht nur im Kopf oder einer kindischen "Herz-Wunschanstalt".

In der Bibel spricht Jesus meiner Meinung nach eher von Wahrhaftigkeit, als von Wahrheit. Wahrhaftigkeit aber bedeutet, dass Leben (in seiner Ganzheit) und Meinen, Kundtun, Ichpropaganda übereinstimmen und nicht, dass man dem bekannten Alkoholiker Gesundheit wünscht und dann eine Falsche Wein schenkt. Freiheit der Wahl, die uns Gott geschenkt hat, denn von was als Sünde müssten wir dann erlöst werden, ist keine Freiheit der lockeren Art, sondern auch der Lebenskonsequenz. Niemand lebt für sich allein und die Bezüge auf dem Schachbrett sind geringer als die im tatsächlichen Leben, und schon auf dem Schachbrett kann ich meine Züge nicht ohne Konsequenz für die nächsten machen. Ich denke, um dem mit Aufmerksamkeit und umfassender Lebensgestaltung gerecht zu werden, haben wir den Verstand bekommen und nicht, um wirklichkeitsfremde Wunschbilder zu projizieren.

Religion hat viele Gesichter, ist geprägt von vielen verschiedenen Lebenseinstellungen. Ich halte nichts davon, sich von Namen wie "christlich" blenden zu lassen. Es gibt immer wieder Menschen, die sich der eigenen Lebensverantwortung entziehen möchten, die diese auf Gott, auf das Glück, auf das Schicksal projizieren. Da gibt es viele Varianten immer eines gleichgelagerten Wunsches, das Heil möge von außen kommen, wie in Schlaraffia und die Hände (fürs Tätig sein) und den Verstand (fürs Denken) könnten wir eigentlich abgeben (evtl. dem Schöpfer). Bereits Kant hat das in seinem Beitrag "Was ist Aufklärung?" beschrieben:

"Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen [A482] (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen."

Und davor schreibt er: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! " - Ja das ist ein Wagnis, das erfordert Mut, denn das Leben ist keine Flippy-Floppy-Wunschanstalt. Und Kant war Lutheraner!

War der erste Gebotsbruch von Gott gewollt?

1 Mose 1 ab Vers 26

26 Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.

ich mag mal auf diese Stelle eingehen . Also vom Aussehen her war nicht gemeint . Gott ist Geist . So .. das Wesen, der Charakter, die Persönlichkeit des Menschen..

Gott ist in der Erkenntniss von Gut und Böse , richtig ?

Wenn Gott den Menschen nach dem Bilde Gottes schuf, welcher in der Erkenntnis von Gut und Böse ist , dann sollte ein Mensch doch inn der Erkenntnis von Gut und Böse geschafen sein... , hier wohl noch nicht .

Aber ..

in 1. Mose 3 Vers 22 steht geschrieben nach dem Gebotsbruch , dem Sündenfall .

 22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.

Als Gott ihn zum Bilde Gottes geschaffen hatte, Gott dieses schon in Mose 1 dieses ankündigte , dass er den Menschen schaffen will zum Bilde Gottes, welches ihnen Gleich sei , war der Mensch erst vollendet nach dem Sündenfall?

also als er in der Erkenntniss von Gut und Böse war ? Siehe Adam ist geworden wie unser einer ?

:-) so , ich freue mich über Antworten .

lieben Gruß

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Vielen Dank schon mal dr-

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