Wie ist das genau mit dem Sorgerecht?

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6 Antworten

Es gibt kein Teilsorgerecht, es gibt nur das gemeinsame.

Während der Zeit bei der Mutter, hat alleine die Mutter über den Alltag des Kindes zu bestimmen.

D.h. wenn die Mutter sagt, der Freund darf übernachten, dann darf er das, auch wenn der Vater Kopf steht.

Hier das passende Gesetz:

§ 1687 BGB Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung
ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.

Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die
Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen
Lebens.

Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.

Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

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Warum fragen die den Vater überhaupt. Wenn die Mutter das für akzeptabel hält, ihre Noten nicht darunter leiden und sonst alles gut ist, gibt es keine Probleme. Bei einem Mädel, das 17 also irgendwann bald 18 wird, wird auch kein Anwalt der Welt mehr groß Streit anfachen. Weil das einfach zu nichts führt.

Wem das Haus gehört ist dabei völlig irrelevant. Er hat ja kein Hausverbot, sondern soll dort nur nicht übernachten. Aber das ist Sache des Sorgerechts.

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Das Haus, in dem deine minderjährige Freundin wohnt, hat doch nichts mit dem Sorgerecht der Eltern zu tun. Die Eltern sollten sich einigen, ob der Freund nun dort übernachten darf oder nicht.

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Kommentar von Menuett
17.08.2016, 18:38

Die Eltern müssen sich nicht einigen.

Die Mutter darf den Alltag alleine bestimmen.

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wem das haus gehört ist uninteressant. die mutter bestimmt im rahmen ihrer alleinigen alltagssorge sämtliche belange der tochter alleine. der vater hat darüber kein mitspracherecht und es geht ihn nichts an.

die tochter kann eigene entscheidungen treffen wenn sie 18 ist. vorher bestimmt die mutter wer ein und aus geht.

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Bis sie 18 ist entscheidet das ihre Mutter, da tut es nichts zur Sache wem das Haus gehört.

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Der Vater von ihr lebt zwar nicht mehr mit im Haushalt aber hat bis sie 18 ist das Teilsorgerecht für sie. 

....von dem er Gebrauch macht! Egal, was man von seiner Entscheidung hält....sie dürfte Gültigkeit haben.

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Kommentar von kathakoch9876
17.08.2016, 16:17

Genau so viel Gültigkeit wie die von der Mutter. Also kann der Vater vor Gericht gehen, wofür man ihn bei seiner fast 18-jährigen Tochter auslachen würde.

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Kommentar von Menuett
17.08.2016, 18:14

Es gibt überhaupt kein Teilsorgerecht. Es gibt nur die gemeinsame Sorge und die besagt in Deutschland, dass derjenige bei dem sich das Kind aktuell aufhält, Alltagsfragen alleine entscheidet.

§ 1687 BGB Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,

nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.

Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens.

Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.

Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

Und selbst wenn beide das gleiche Recht hätten - wie kommt man auf den Gedanken, dass sich der Vater da automatisch durchsetzt?

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