Wie ist das friedliche zusammenleben der Religionen in Al-Andalus zu erklären? Bitte kurze Zusammenfassung?

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Al Andalus war ein islamisches Kalifat.
Das heißt ein Land nach islamischen Regeln( der Shariah).
Die Shariah räumt Juden und Christen, dass sie ihre Religion normal ausleben dürfen, wenn sie eine Dschaziya zahlen (Extrasteuer die für ein muslimisches Land aber nicht verpflichtend ist).
Damals war das so , dass die Islamische Welt sehr tolerant und Fortschrittlich war.
Sowas wie Pogrome gab es eigentlich nie oder sehr sehr selten.
In der ganzen Islamischen Welt haben Juden und Christen Gleichberechtigt neben Muslimen gelebt.

Warum ist das so verwunderlich? Religiöse Intoleranz ist eine ziemlich moderne Erfindung. Seit dem Mittelalter ist sie langsam gewachsen und hat jetzt absurde Ausmasse erreicht. Angetrieben wird soas einzig und allein von der Politik. Wenn die Machhaber keinen Fremdenhass schüren leben Religionen auch friedlich miteinander so wie vielerorts heute noch auch. Das ist nur für den modernen Westen befremdlich weil der Westen den Islamismus geschaffen hat als Feindbild und jetzt bravourös dagegen kämpft.

In al-Andalus hat man eben die Religionsgemeinschaften ihren Glauben ruhig ausleben lassen.

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