Wie ist das eigentlich bei Chemiestudenten?

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6 Antworten

In den Grundfächern (AC, OC, PC = Anorganische C., Organische C., Physikalische C.) lernt man eigentlich nicht sehr viel über den "Einfluss auf den Körper" (freilich lernt man in den Praktika über Gefahren von Chemikalien, das bezieht sich aber eher auf die Laborarbeit, weniger auf Kosmetika). Es gibt das Fach Toxikologie, welches sich damit beschäftigt, das ist in der Regel ein Nebenfach. In der biologischen Chemie sieht es wohl etwas anders aus (hier geht es logischerweise auch um Lebewesen).

Insgesamt hat man als Chemiker schon einen etwas tieferen Einblick als der Normalverbraucher, aber man ist weit davon entfernt, nun zu jeder Substanz die genaue Wirkung zu kennen (was ja oft auch unter Spezialisten umstritten ist).

Beim Thema "Kosmetika" verhalte ich mich nicht anders als andere Leute auch (darunter fallen für mich jetzt auch Shampoo, Seife, usw.). Beim Thema "Alkohol" sehe ich bei Chemikern auch nicht unbedingt, dass diese generell weniger trinken (da gibt es Unterschiede, wie in der anderen Bevölkerung auch).

Diese "Panik vor Zusätzen" ist in der Tat bei mir wenig ausgeprägt (da würde ich Thogepi zustimmen). Der Normalverbraucher hat oft eine Scheu vor synthetischen Zusätzen, was sicher im Einzelfall richtig sein kann, aber die generelle Ablehnung nur aufgrund des Adjektives "synthetisch" kann ich so nicht teilen.  

Es kommt halt immer auf die konkrete Substanz an. Formaldehyd wurde ja vom BfR seit 2006 als "krebserzeugend bei Aufnahme über die Atemluft" eingestuft. Es gibt etliche Grenzwerte für verschiedene Produkte (die kenne ich nun auch nicht alle). Ich denke, dass es bei so etwas schon Sinn macht, darauf zu achten.

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Haben mal im Labor Tierfutter bzw. Lebensmittel auf die enthaltenen Fleischsorten untesucht... Klar macht man sich da Gedanken. Vorallem wenn man Reste von Mensch (Hautzellen zB) und hauptsächlich Huhn findet bei der Geschmacksrichtung 'Lamm'... ist zwar was anderes, aber die Spekulation über die Ergebnisse einer hypothetischen Untersuchung des Mensaessens hat uns nachdenklich gemacht. Allerdings hat man teils als Chemiker auch weniger Panik, vorallem vor Zusätzen. Chemie ist ja eher verpöhnt, in großen Teilen ist aber egal ob das ausm labor oder aus der Frucht kommt. Manchmal denkt man sich aber auch: oh.

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Kommentar von Nargisfan
22.01.2016, 23:54

Ich hab ja schon angst bekommen als ich in Chemie auf der Mittelstufe was über Formaldehyd gelernt hab und dass das in shampoos drin sein kann😀 aber das mit dem Mensch im tierfutter toppt das😨

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Kommentar von germi031982
23.01.2016, 00:42

Die meisten Leute haben wohl auch eher ein Problem damit das die Hersteller außen dick mit Erdbeeren werben und man dann richtige Erdbeeren erwartet, und auf der Zutatenliste steht dann nur Erdbeeraroma ganz klein gedruckt und die Leute sich deswegen getäuscht fühlen und aus dem Grund damit ein Problem haben.

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Wissen über etwas bedeutet nicht, dass ich etwas nicht trotzdem verwende.

Unter Ärzten gibt es prozentual besonders viele, die medikamentenabhängig sind. Theoretisch kennen sie die Gefahren.

Ich selbst benutze keinerlei 'pflegende' oder 'dekorative' Kosmetik, weil ich durch das Wissen, was die Inhaltsstoffe bewirken, gern darauf verzichte.

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Bei mir ist es nicht so, sondern geht eher in die Richtung, dass ich die Substanzen meiner Umwelt anders betrachte als vorher.

Bekannte Substanzen erscheinen mir aufeinmal fremder und interessante, habe auch mehr Respekt davor. Wenn ich an den Maßstab denke, wie man Substanzen im Labor in Kleinstmengen synthethisiert und auch mal ausfallen, finde ich sogar interessant wie Schnee fällt und eine weite Fläche benetzt. Stoffe vor die man sich geekelt hat sind weniger eklig.

Kann aber auch sein, dass ich damit ziemlich alleine stehe. Meine Komillitonen tun das nicht.

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Kommentar von Nargisfan
23.01.2016, 00:06

Mein Freund macht sowas auch, allerdings eher die Physik betreffend😊 obwohl er noch nicht studiert

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Habe mich gerade eben noch mit einer Chemiestudentin unterhalten. Wir waren uns einig, dass uns bestimmte Dinge nicht passieren würden, wie z.B. ein Antibiotikum nicht zuende nehmen, weil wir wissen, wie so etwas funktioniert.

Ja, ich denke schon, dass man sich etwas mehr Gedanken darüber macht, was man zu sich nimmt oder an sich heranlässt. Wobei es mich immer wieder fasziniert, wie Lebensmittelchemiker es schaffen, ihren eigenen Tütenfraß zu essen, obwohl sie wissen, was da drin ist. ;)

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Ich Beschäftigte mich etwas mehr mit Chemie, ich studiere es zwar nicht achte aber trotzdem darauf welche Produkte ich kaufe und welche nicht :D

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Kommentar von Nargisfan
22.01.2016, 23:29

Hab mir sowas gedacht. ich beginne nämlich auch auf die Inhaltsstoffe zu achten da ist ja manchmal richtig übles zeug drin😮 da dachte ich mir was muss dann erst jemand sagen der sich intensiv damit auseinandersetzt

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Kommentar von Sweetheart089
22.01.2016, 23:30

Also manchmal ist des Echt eklig was da so drinnen ist xD

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Kommentar von Sweetheart089
23.01.2016, 10:53

Ja ich weiß schon :D des ist ja nicht des eklige eigentlich ;)

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