Wie ist das Bundesheer aufgebaut und was passiert im Krieg?

5 Antworten

Das Bundesheer wird sich im Ernstfall aus dem Osten zurückziehen, im Westen die Stellung halten und darauf hoffen das der Westen zur Hilfe kommt. Inzwischen wird man versuchen wichtige Brücken und Tunnel zu sprengen, Straßen und Schienen zerstören und den Gegner in Todeszonen zu locken.

Militärisch mag Österreich jedem möglichen Gegner unterlegen sein, die Zahl der wehrfähigen Männer ist aber durch die Wehrpflicht sehr hoch, was einen Guerillakrieg ermöglicht.

Da Österreich aber kein Natomitglied ist besteht auch die Gefahr das die Westmächte bei einem Einfall aus dem Osten potentielle Truppenaufmarschgebiete vorsorglich atomar angreifen.

Sollte Österreich angegriffen werden ist es sehr wahrscheinlich das ein größerer Konflikt stadtfindet an dem viele Staaten um Österreich beteiligt sind, der Gegner kommt vermutlich aus dem Osten.

Es wäre an der Stelle sehr wichtig das Österreich, insofern die Neutralität vom Gegner ignoriert wird, diese sofort aussetzt und ein Militärbündnis wie die NATO um Hilfe ersucht.

Sollte es nur um einen Grenzkonflikt, zum Beispiel durch eine Situation wie im Jugoslawienkrieg gehen ist das Bundesheer aber nicht unbedingt unterlegen. Eine Konzentration der Kräfte könnte ohne Frage die Grenzen erfolgreich schützen wenn der Gegner zum Beispiel über das Gebiet von Österreich Truppen bewegen will.

Als Zivildiener hast du ein Waffenverbot erhalten und scheidest bei der aktiven Verteidigung aus. Eine nachträgliche Ausbildung ist bei der derzeitigen Geschwindigkeit von Konflikten unwahrscheinlich. Einbringen kannst du dich noch zum Beispiel über das Rettungswesen oder die Feuerwehr.

Realistische Szenarien werden aber nicht mehr wie von mir oben beschrieben ablaufen. Diese wachsen durch bürgerkriegsähnliche Zustände, ausländische Mächte und organisierte Falschmeldungen durch Medien. Oppositionen, Minderheiten oder Putschisten spielen dabei die größte Rolle. Wie sich so etwas entwickeln kann sah man gut in Libyen und Syrien. Die Rolle des Bundesheeres entspricht dann derjenigen der Syrischen Armee.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Erstmals werden alle wehrtauglichen Männer eingezogen - egal ob Zivildienst Grundwerhdiener oder schon fertig mit einem von beiden - und nochmal eingeschult bzw. ausgebildet halt. Dienstfreistellungen und Ausgang wird alles ausgesetzt.

Vermutlich würden die Soldaten ua. nach Salzburg verlegt werden. Wie genau alles ausschaut wissen nur die ganz hohen.

Und würden keine andere Länder zu Hilfe kommen würde Österreich nicht lange stehen. Wobei mir spontan kein Land einfällt das nahe genug wäre für einen konventionellen Krieg. Da halte ich Terror bzw. irgendwelche Formen der "nachhaltigen" kriegsführung für wahrscheinlicher.

Dass hunderttausende Soldaten mit ihren STGs einmarschieren halte ich für eher unwahrscheinlich.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vor wenigen Jahren war das österreichische Militär im schrecklichen Zustand. Dies hat sich in letzten 3 Jahren massiv geändert, aber die typische Mythen eines schlechten Militärs bleiben.
Vor wenigen Jahren war der Verteidigungsminister jemand, der nichtmal beim Militär war. Also quasi jemand der keinerlei Ahnung hat was beim Militär passiert udn wie alles funtkioniert. Dies wurde schnell geändert mit den neuen Geldzuschüssen.
Zuerst war es Generalleutnant Johann Luif, aber seit dem Juni ist es Generalmajor Thomas Starlinger, ein wirklicher guter Stratege und definitiv ein Soldatengeneral. Es wurde also viel getan und viel erreicht.
Im Krieg werden Zivildienstler nicht ins Kampf-Heer einberufen sondern in Lazaretten usw eingesetzt, Versorgung undso.
Ein Krieg wäre defintiiv ein Verteidigungskrieg, auch wenn ich nicht wüsste wer uns angreifen sollte. Ein sinnloser Angriff auf Österreich würde vermutlich andere Mächte auf den Plan rufen, also wäre der Angreifer meistens unterlegen, abgesehen von der Tatsache das Österreich viele Berge hat und deswegen das Vorrücken von Infanterie und Panzer, in einem Angriffskrieg, absolut ungünstig ist.
Der Angreifer würde es mit vielen Ländern zutun kriegen, während Österreich in der Defensive bleibt. Sollte der Angriff gegen Österreich schnell abbrechen würde es zur Gegenoffensive kommen. Aber das sind nun alles Antworten die auf die Frage aufbauen "Wer sollte gegen uns Krieg führen?"
PS: Man baut seit diesem Jahr übrigens das erste mal nurnoch auf erfahrene Generäle als Verteidigungsminister. Aufjedenfall eine geniale Idee auf die wir in den letzten 100 Jahren nicht gekommen sind.

Und was macht Österreich im Kriegsfall?

Einen schlechten Eindruck. Aber damit ist es nicht allein.

Könntest du mir die Fragen korrekt beantworten?

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@verreisterNutzer

Das BH hat keine Strategie für einen Krieg. Die Doktrin während des Kalten Krieges war, daß die Bundesregierung evakuiert und die Berge gehalten werden sollten, falls die Russen mit vielen Truppen über den Eisernen Vorhang kommen. Das war damals schon ziemlich hirnlos, wenn man bedenkt, daß Wien, Linz, Salzburg und Graz damit praktisch aufgegeben und den Wölfen zum Fraß vorgeworfen würden.

Das BH kann theoretisch (vermutlich nicht praktisch) Infrastruktur gegen Terroristen schützen (auch im Netz) und eventuell Auswirkungen eines Krieges oder Bürgerkrieges in einem Nachbarland begrenzen. Aber das war es auch schon. In einem offenen, europaweiten Krieg geht ganz genau gar nichts.

Als Zivildiener kannst Du in einer Sanitätertruppe eingezogen werden, aber nur ohne Waffen.

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Österreich ist umgeben von NATO-Ländern.

Im Zweifelsfalle wird das ganze von der NATO gelöst.

Österreich selbst ist doch Neutral (?)

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@Florendil

Rein theoretisch ja, aber durch den Fall des eisenern Vorhanges haben sich auch die Interessensphren verschoben.

Österreich ist in der EU drin und gehört somit auch zum selben Kultur und Wirtschafstseinfluss.

Und kein Staat wird es wohl erlauben das Truppen über sein Land einmaschiren um Österreich anzugreifen.

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@blackhaya

Soweit, so sinnvoll. Muss man wohl sehen, was noch kommt.

Danke, für's elaborieren.

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@Florendil

Die Neutralität von Österreich wird im Ernstfall aber von allen Seiten ignoriert. Aus den Plänen der NATO und der UDSSR ging klar hervor das beide Seiten den Osten von Österreich militärisch genutzt hätten. Die eine Seite für einen Aufmarsch, die andere Seite sogar mit Atomschlägen um diese Aufmarschgebiete zu vernichten. Auch sollte klar sein das Österreichs Neutralität von Stalin erpresst wurde. Weder der Westen, noch die Österreicher wollten damals neutral werden, gingen aber darauf ein um Russland als Besatzungsmacht los zu werden.

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