Wie installiere ich MS-DOS?

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7 Antworten

Hallo

ich habe eine CD mit MS-DOS 6.22.

Ich habe noch die 6 Disketten, da gibt es, wenn ich mich recht erinnere, eine SETUP.EXE zum starten.

Beim installation Bildschirm stand Packard Bell, ich habe die Installation natürlich abgebrochen

Das ist wohl nur ein Branding, sollte keine Probleme bereiten.

1. Wenn ich es installiere, wird Linux und Windows dann auch gelöscht?

Ja natürlich, damit gibt es noch keine Auswahl einer bestimmten Partition oder Festplatte. Jedoch kann DOS  nur mit dem FAT-Dateisystem arbeiten und sich wahrscheinlich beschweren das er kein solches findet.

2. Kann ich es AUF der CD installieren, also nicht auf meinem richtigen Rechner?

Nein, es kann afaik nur von C:\ booten. Wie soll es denn auch von CD/DVD booten wenn noch kein Treiber (mscdex.exe) geladen wurde!?

3. Was mache ich wenn Linux gelöscht ist? Ist es dann ganz weg oder kann ich es zurückhohlen?

Wenn die Partitiontabelle verändert wurde und auch das Dateisystem, dann gibt es nichts mehr was noch zurück zu holen wäre (ohne h)

Linuxhase

Jack63G 04.09.2015, 08:29

Haa, ich habe auch noch den Original-Installstionsdiskettensatz + Handbuch von MS-DOS 6.22 hier..  Es sind übrigens nur 3 3,1/2 Zoll Disketten, Windows 3.0 waren 6 (5,1/4 Zoll), Windows 3.11 8 Stück...  Das ist gar nicht mehr so ohne Weiteres auf aktuellen Systemen installierbar, weil weder das BIOS (UEFI) einen (16-Bit) extINT13 Call bereitstellt und zum anderen in moderen CPUs die 16-Bit-Kompatibilität aufgegeben und das Speichermanagement komplett geändert wurde.  DOS4GWs Protected Mode DOS-Extender und der XMS-Speichermanager von FreeDOS beachten und kennen das, nicht aber die origianalen HIMEM.SYS und EM386.EXE aus MSDOS6.22 oder WFW3.11 !  Ohne Erweiterungsspeicher gibts nur 640 kB Basisspeicher und keine Festplatte ist zum Installieren da ! Das funktioniert also so nicht....

So ein Uralt-Kinderkramsystem läuft auf heutigen CPUs mit jedem Emulator ( QEMU, Bochs...) 100 mal schneller, als zu seiner Zeit auf einem 286 / 12 MHz !

Nimm einen Emulator für deine Tests !  Das ist genau so realistisch und du musst nichts löschen....   Man sollte ein Betriebsystem von 1994 auch mit CPUs von damals laufen lassen und das waren 286er, 386SX, 386DX, später dann 486er....  Pentium (1) kam erst 1995....

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Auf der DVD kannst du gar nichts installieren, von der DVD wird nur gelesen. 

Ob und wie gut irgendwas gelöscht wird, kommt drauf an, was du bei der Installation angibst. Ich versteh aber nicht so ganz, was du dir für Vorteile von DOS erhoffst (also was DOS kann, was du mit einem halbwegs aktuellen Windows nicht hinkriegst). Wenn's nur ums angucken geht, dann würde ich eher VirtualBox installieren und für das DOS darin eine kleine VM anlegen.

guenterhalt 02.09.2015, 16:28

wenn er nicht eine alte Gurke als PC hat, wird da nichts passieren. MS-DOS kann keine SATA-Festplatten behandeln, folglich auch da nichts formatieren oder löschen.

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Jack63G 04.09.2015, 08:51
@guenterhalt

Richtig...  Eine Standard-BIOS-API und ein INT13, welcher mit C/H/S Parametern der ursprünglichen Konvention gefüttert werden kann, ist dafür nötig.... Andenfalls ist einfach keine Festplatte zum Installieren vorhanden....

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@gerlochi

MS-DOS würde ich heute mehr auf keinen modernen Rechner mehr installieren wollen. Das bringt auch keinerlei praktischen Nutzen, als Produktivsystem absolut unbrauchbar.

Du kannst Dir aber Befehls-Aliase unter der bash.bashrc anlegen. Zum Beispiel kannst Du dann statt rm (für lösche eine Datei) del (dosbefehl zum löschen) benutzen. Mit einiger Arbeit und Mühe hast Du dann DOS-Befehle auf der Konsole - nur das die Konsole unter Linux sehr viel leistungsfähiger ist...

LA

Je nach System solltest du einen Emulator installieren. Bei Windows ist es virtual PC und Qemu oder bochs bei Linux. Bei qemu in KDE muss noch qemu kvm installiert sein. Danach mit bximage von bochs ein Festplattenimage installieren. Für DOS sollte 200 MB genügen. Die Installations CD als ISO-Image booten. Dann zuerst eine primäre Partition auf das Festplattenimage einrichten und diese formatieren. Nun mit "SYS C:"

das Grunddos rüberholen. Der Rest ist Nerveraufreibenes Kopieren und die configsys sowie autoecex.bat einrichten. Dann sollte es funzen.

Falls du ein Windows 7 hast, geht das Backslash-Zeichen  "\" bei virtual PC nicht. Deswegen ist die Prozedur so nervig weil du dieses mit gehaltener ALT-Taste und Eingabe der Ziffernfolge 092 auf dem eingeschalteten Nummernblock deiner Tastatur eingeben musst. Übrigens hängt sich MSDOs bei mehr als 32 MB RAM-Speicher auf. Aber den virtuellen RAM-Speicher kannst du ja bei bochs und Qemu einstellen.

Deine Geschichte klingt nach dem Scenario von einem Horrorfilm ...

Beim installation Bildschirm stand Packard Bell, ich habe die Installation natürlich abgebrochen

Ja dieser Packhard Bell, das ist eine Kombination von Ulg und dem Hund von Baskertville ...

MS DOS kannst Du wahrscheonlich auf keinem modernen Rechner mehr installieren ... das keinnt keine moderenen Dateissteme. DOS ist ausserdem im Hintergrund von jedem Windows immer noch vorhanden. Das ist nichts anderes wie die Eingabeaufforderung. Wenn Du dort cmd eingibst, bist Du im DOS.

Kurze Antwort:

1: ja

2: nein

3: schwierig, es geht aber zurückzuholen


Längere Antwort:

Es ist keine gute Idee. DOS 6.2 auf einem modernen Rechner zu installieren, weil es höchstwahrscheinlich nicht laufen wird. Zu Zeiten von DOS 6.2 gab es nur 16-bit Rechner, kein USB, andere Grafikkarten, andere Hardware usw. Für die Installation müsstest du eine extra Partition auf der Festplatte einrichten.

Wenn du unbedingt DOS ausprobieren willst, installiere eine Emulation unter Linux, z.B. dosemu oder du beschäftigst dich mit virtuellen Maschinen.

Falls du Linux nicht mehr erreichen kannst, wurde vermutlich der Master Boot Sektor gelöscht. Mal versuche, eine Linux-Installations-CD einzulegen, die sollte erkennen, dass bereits ein Linux installiert ist, und es sollte möglich sein den MBR zu überschreiben. 


Christianwarweg 02.09.2015, 15:55

Bin ziemlich sicher, das 486 32bit hatten.

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luggels 02.09.2015, 16:03
@Christianwarweg

Das macht die Sache nicht wirklich besser. 

Ich habe vor ein paar Monaten versucht, ein DOS-System auf verschiedenen alten Rechnern  aufzusetzen. Wir haben in der Firma nämlich ein recht teures, technisches Gerät, dass aber noch über ein DOS-Programm gesteuert wird. 

Das Aufsetzen funktioniert nicht. Mal kennt er den Controller nicht, mal den Speicher, mal will er ein Floppy-Laufwerk.

Die Installation des Programms auf Linux unter dosemu hat dann auf Anhieb geklappt.

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guenterhalt 02.09.2015, 16:26
@Christianwarweg

Na und?

MS-DOS 6.22 lief schon auf dem i486.  Der war so entwickelt, dass alle Programme für den 8086 und wohl auch den 80286 darauf laufen konnten.

Heute ist es schon sehr problematisch. Es gibt genügend Windows-Versionen, die nicht einmal mit SATA-Festplatten etwas anfangen können. MS-DOS kann das schon gar nicht.

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Jack63G 04.09.2015, 08:44
@Christianwarweg

Ja sogar der 80386-SX ist schon ein 32-Bit Prozessor, wenn auch nur mit einem 16 Bit Datenbus und 16 MBytes phys. Adressraum.

Der Punkt ist die 16-Bit Befehlssatz-Kompatiblität, Register und Flags, was bei aktuellen CPUs immer noch gegeben ist... Zu dieser Kompatibilität gehören aber auch (16Bit) Software-ISRs und eine (16Bit) BIOS-API und Extensions (Grafik, SCSI...) für die Funktionsaufrufe an die Hardware.  Die heutigen UEFI-BIOS haben diese Aufrufmöglichkeiten nicht mehr und das ist dann das Aus !

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DOS brauchst du heute nicht mehr. Das brauchst du maximal auf einem virtuellen Rechner für ganz alte Programme.

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