Wie improvisiert man mit transponierenden Instrumenten?

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4 Antworten

Das transponieren ist da das kleinste Verständnisproblem für "Nicht-Jazzer". 

Das "Problem" gäbe es genauso bei "Hänschen klein" auf der Kinderliedersession :-)

Die Tonart festzustellen, oder im Falle einer Bb-Trompete, den Ton tiefer zu spielen läuft ganz automatisch wenn man überhaupt jemals improvisiert hat, und sei es bei einfachster Musik. 

Das sind Automatismen. Da denkt der Bläser nicht jeden Takt "Aha, C-dur, also für mich D-Dur" sondern er erinnert sich blitzschnell und unbewusst an Griffweisen und die erwartete Harmoniefolge und Motivschnipsel, die er kennt und spielen kann.

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Kommentar von Grobbeldopp
31.03.2016, 05:01

Viele improvisationsfähige Musiker, Jazz und andere Richtungen, können ohnehin schneller spielen als Noten und Tonarten benennen, zumindest auf dem Instrument, dass sie gerade spielen. Wenn man dann fragt "welcher Ton" oder "welche Tonart war das?" müssen die erst nachdenken. 

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Beim Improvisieren ist es vor allem nützlich, die Tonart des Stückes zu wissen. Die kann man durch Hören herausfinden oder man fragt einfach mal kurz nach. Sobald die Tonart klar ist, weiß man auch, welche Töne man für die Improvisation am besten nutzen sollte und welche eher ungut klingen würden. Einfaches Beispiel:

Ich höre: Hier wird gerade ein e-moll-Blues gespielt. Nun weiß ich, dass ich über einer e-Moll-Pentatonik improviseren kann und dass das dann schon mal nicht schlecht klingt. 

Mit einem transponierten Instrument muss ich lediglich kurz die transponierte Tonart herausfinden, wenn mir jemand die klingende Tonart verrät.

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Kommentar von TheStone
30.03.2016, 21:23

Das funktioniert nur, so lange du blues oder modal spielst.... 

Zwischendominanten, modal interchange chords, und sonstige Tonartfremde Akkorde sind ja nun nicht gerade die Ausnahme bei einem typische jazzstandard. 

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Also ich war seinerzeit geiger und habe im streichquartett wegen mangel die bratsche (c-schlüssel) übernommen.

In der blaskapelle waren mir die waldhorn-nachschläge (in F) bald zu langweilig und ich habe mir die viel interessanteren tenorhorn-noten (in B) besorgt.

Anfangs habe ich in zunehmender perfektion transponiert, und irgendwann ging ich unmerklich dazu über die noten absolut zu lesen.

Übung und spielpraxis sind da alles! Für hornisten schon immer ein tägliches brot gewesen :-)

Lg Max

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Kommentar von PurpurSound
01.04.2016, 18:53

... Improvisieren dann geht noch etwas weiter, da ist -neben gewisser vorheriger absprachen- ein gewisses grundverständnis von skalentheorie dringend erforderlich!

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Wenn sie gut sind, hören sie und spielen. 

Ansonsten sind gute Jazzmusiker ohnehin nicht auf eine Tonart festgelegt und in der Lage ad hoc zu transponieren.

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Kommentar von birne25
30.03.2016, 18:52

Naja, es muss aber doch trotzdem zu dem passen, was die anderen Instrumente so spielen...

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