Wie homophob seid ihr?

Das Ergebnis basiert auf 179 Abstimmungen

Homosexualität ist normal. 64%
Homosexualität ist nicht normal. 29%
Ist mir egal./ Ich habe keine Meinung dazu. 7%

49 Antworten

Homosexualität ist normal.

Hallo,

Homosexualität ist normal - auch im Tierreich, z.B. bei den Pinguinen, gibt es Homosexualität!

Außerdem, Jede Jeck es anders. und Jedem Dierche sing Pläsierche!

AstridDerPu

Homosexualität ist nicht normal.

Nur wenn die Menschen gezwungen werden, sich mit Aspekten zu beschäftigen, die sie verunsichern, werden sie merken, dass es nicht schlimm ist, sich von der Normalität loszusagen. Die Filterblase, die das selektive, exkludierende Denken begünstigt, muss platzen. Es ist schmerzhaft, doch der gemeine, doch eher primitive Mensch, lernt durch Schmerz am eigenen Leib am besten.

Nur dann ist es möglich, Homosexualität als Diskussionsthema zu vergessen. Damit ein Kind nicht extra zu den Eltern gehen muss um ihnen seine Sexualität zu offenbaren.

Homosexualität ist normal.

Es ist zwar normal, aber falls die Personen es öffentlich übertrieben zur Schau stellen, fühle ich mich unangenehm und halte gerne Abstand dazu. Das ist meine Meinung und dazu stehe ich!

Homosexualität ist normal.

Für mich ist das ebenso normal oder akzeptabel wie eine ungewöhnliche Haarfarbe oder ungewöhnliche Augenfarbe. Natürlich kann man nun an der Bedeutung des Wortes "normal" herumdeuten.

Bedeutet es normal = akzeptabel?
Oder bedeutet es nur normal = "der Norm entsprechend"?
Ist es eine Wertung, "unnormal" zu sein oder nicht?

Ich empfinde einen Satz wie "das ist nicht normal" als wertend. Das entspricht meinem Sprachgefühl. Daher sage ich, dass es für mich normal ist, weil ich keinerlei negative Wertung damit verbinde.

Homosexualität ist nicht normal.

Normal ist etwas, wenn es der Norm entspricht. Die Norm ist immer das, was allgemein üblich ist. Bezüglich der sexuellen Orientierung ist dies Heterosexualität. Nicht der Norm zu entsprechen, muss aber gar nicht schlecht sein. Im Nationalsozialismus war es zum Beispiel die Norm judenfeindlich zu sein.

Davon abgesehen stört mich der Begriff "Homophobie". Eine Phobie ist eine psychische Störung, die sich durch unbegründete Angst äußert. Ich halte es für brandgefährlich den politischen Gegner zu pathologisieren. Totalitäre Regime haben dies häufig mit ihren Gegnern getan und sie anschließend in Lagern verschleppt oder in Irrenanstalten eingewiesen. Das ist gefährlich.

Aus der Aussage, dass man Homosexualität nicht für normal hält, ist meines Erachtens auch keine Ablehnung von Homosexuellen abzuleiten. Man kann Homosexualität für nicht normal halten und trotzdem gut mit Homosexuellen klar kommen.

Woher ich das weiß:Hobby – Beobachte politische Entwicklungen seit meiner Jugend.
Davon abgesehen stört mich der Begriff "Homophobie". 

Danke! Genau deshalb schrieb ich in meinem Beitrag das es ein Unwort sei. Lese deinen Beitrag und denke nur "Jemand der es kapiert hat und richtig stellt "

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Dann wäre es auch nicht normal blaue Augen, einen Vornamen mit drei Buchstaben oder vier Geschwister zu haben. Damit gehört man jeweils einer kleinen Minderheit an. Wie jeder Mensch in irgendeiner Hinsicht.

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@barfussjim
Dann wäre es auch nicht normal blaue Augen, einen Vornamen mit drei Buchstaben oder vier Geschwister zu haben.

Ist es auch nicht. Wenn Du mit einem blauen Auge in der Straßenbahn sitzt, fällst Du garantiert auf. Genau so werden Leute äußert überrascht reagieren, wenn du ihnen erzählst, dass Du vier Geschwister hast. Ein kurzer Vorname fällt dagegen nicht sonderlich auf, auch wenn das eher ungewöhnlich ist. Doppelnamen als Vornamen fallen dagegen so seht auf, dass darüber Witze gemacht werden.

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Wobei man aber auch berücksichtigen sollte, dass es viele Deutsche gibt, die einen Satz wie "das ist nicht normal" als wertend empfinden.

Das ist eine Sache, wie man Worte empfindet.

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Normal ist etwas, wenn es der Norm entspricht.

Ich stimme dir im Bezug auf die allgemeine Verständlichkeit des Begriffs "normal" zu. Auch empfinde ich an deiner Haltung nicht Falsches.

Dennoch habe ich ein gewisses Problem, dass du jenen die den Begriff "Homophobie" verwenden eine gezielte Pathologisierung des Gegners, auf Grundlage des medizinischen Verständnisses von Phobie unterstellst.

Dies könnte genau so jedem unterstellt werden, der ohne größeren Kontext, Homosexualität als "nicht normal" bezeichnet. Der Medizinische (Psychologische) Kontext von Normalität ist nämlich grade:

erwünschtes, akzeptables, gesundes, förderungswürdiges Verhalten

Ich würde hier sagen, dass in beiden Fällen, der korrekte (und auch am wenigsten ideologische) Umgang innerhalb einer Debatte der wäre, die Begriffe ihrer umgangssprachlichen Bedeutung nach auszulegen, sollte sich nicht aus dem Kontext ergeben, dass tatsächlich für eine Pathologisierung der jeweiligen Gegenseite agitiert wird.

Alles andere, ist aus meiner Sicht auch nichts anderes als der Versuch der "Sprachverdreherei" zu Gunsten der eigenen Ansicht.

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