Wie hoch war der durchschnittliche Verdienst um 1890 -1900

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2 Antworten

Zumindest ein paar sehr interessante Anhaltspunkte für die Stadt München findest du in diesem Beitrag: http://www.emuenzen.de/forum/muenzen-and-geschichte/66497-kaiserreich-was-bekam-man-fuer-s-geld.html

Da liegt auch der Verweis auf das Buch "Königlich bayrisches Geld", wo wohl viele Angaben enthalten sind.

Ich bedanke mich für die hilfreiche Antwort! Diese Informationen kann ich dann demnächst in meinen Vorträgen mit einfließen lassen.

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Das kommt doch immer darauf an woher du kommst und nach welcher Stadt du da fragst. Es war danmals so wie heute, es gab ärmere und reichere Städte.

Um Miltenberg herum. Es kommt mir auch sicherlich nicht auf die "Mark" drauf an.

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@Turmuhren

Hab das mal hierher kopiert...

Wenn man bedenkt, dass mancher Arbeiter keine 10 DM Wochenlohn bekam. 1904 erstellte der Schulsprengel im Ort für zwei weltliche Lehrer ein eigenes schönes Lehrerdienstwohnhaus. Die Hälfte der Baukosten wurde durch die Kirchenverwaltung getragen, den Rest brachten die sechs beteiligten Gemeinden auf. Um das Mindesteinkommen der Lehrer zu gewährleisten, mußte der Schulsprengel jährlich 100 DM beisteuren. Das Jahreseinkommen eines Hilfslehrers betrug 342 Mark, der definitive Lehrer brachte es auf 436 Mark im Jahr 1903.

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@Turmuhren

ich hab das aus dem web kopiert

Da es sich bei einer Turmuhr um eine, nicht alltägliche Anschaffung oder Reparatur hanelt, es also eher um eine Gemeinde oder Verwaltung geht, hier mal eine weitere Einsicht in den Haushalt der Gemeinden und der Bürger um 1890 und 1910.

So wurde z. B. eine erkrankte Dienstmagd aus München auf Kosten der Gemeinde ins Dorf zurückgeführt. Arme und Arbeitsunfähige wurden ins Armenhaus in Pertolzhofen eingewiesen und dort mit dem Nötigesten versorgt. Voraussetzung für die Unterstützung eines Hilfsbedürftigen war, daß er das Himatrecht von Pertolzhofen besaß. Wer zuzog, mußte nach der bayerischen Gemeindeordnung das Heimatrecht in der neuen Gemeinde beantragen und dafür zahlen. Bürgermeister und Gemeindeausschuß entschieden über den jeweiligen Fall. Ein junger Mann, der 1887 in ein Anwesen in Pertolzhofen einheiratete, mußte um 42 Mark das Bürger- und Heimatrecht erwerben. Der Tageslohn eines Arbeiters betrug damal 1,50 Mark. Bis 1914 hatten der Bürgermeister und der Gemeindeausschuß auch ein Einspruchsrecht, wenn ein Paar vor den Traualtar treten wolle.

Neben der Leitung der Gemeinde hatten Bürgermeister und Gemeindeausschuß als wichtige Aufgabe die Verwaltung des Stiftungskapitals der Schulexpositur. Er lieh das Geld an Interessenten im Dorf und der weiten Umgebung aus. Wer Geld brauchte, ging damal nicht zur Bank, sondern zum Gemeinderat nach Pertolzhofen. Die Gemeinderatsbücher geben beredetes Zeugnis von der redlichen Verwaltungstätigkeit des Gemeindeausschusses. Die Gemeinde hatte nie einen Pfennig veruntreut. Bis 1912 war das Stiftungskapital auf 30800 Mark angewachsen. Für damalige Zeiten eine enorme Summe, wenn man bedenkt, daß mancher Arbeiter keine 10 DM Wochenlohn bekam. 1904 erstellte der Schulsprengel im Ort für zwei weltliche Lehrer ein eigenes schönes Lehrerdienstwohnhaus. Die Hälfte der Baukosten wurde durch die Kirchenverwaltung getragen, den Rest brachten die sechs beteiligten Gemeinden auf. Um das Mindesteinkommen der Lehrer zu gewährleisten, mußte der Schulsprengel jährlich 100 DM beisteuren. Das Jahreseinkommen eines Hilfslehrers betrug 342 Mark, der definitive Lehrer brachte es auf 436 Mark im Jahr 1903.

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@esgehtimmerwas

Auch Ihnen vielen Dank für diese hilfreichen Informationen.

Die erste Turmuhr die dieses Rathaus hat, konnte ich nun auch restaurieren . Sie ist aus dem Jahr ca um 1620 von einem Schmid gefertigt. (Es gab zu dieser Zeit noch keine Uhrmacher) Eine Rechnung liegt da leider nicht vor. Aber vielleicht läßt sich doch noch eine finden ... in den unendlichen Weiten der Archive ...

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@Turmuhren

Freut mich, wenn ich Ihnen wirklich helfen konnte, ich habe großen Resepekt vor den handwerklichen Berufen aus den vorherigen Jahrhunderten. Schließlich handelt es sich dabei ja auch um eine Arbeitskultur und ein Wissen aus Erfahrung und Technik, das durch handwerkliches Geschick und den direkten Einfluß in das bürgerliche Leben, den Erhalt und die Qualität in unserem Land bstimmt hat.

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