Wie hoch steht das Kindeswohl vor Gericht?

8 Antworten

Jeglicher Kontakt mit dem Vater (zumal unter Aufsicht) ist besser für das Kind, als kein Kontakt. Das ist einfach eine psychologische Wahrheit die scheinbar auch das Jugendamt nicht bestreiten kann. Das Kind wird durch die Aufsicht nicht weiter geschädigt sondern es kann sogar zur Heilung beitragen. Die Aufsicht ist allerdings in so einem Fall enorm wichtig.
Davon abgesehen kann das Kind noch nicht so alt sein, weil es sonst Mitbestimmungsrecht hätte und man dem Wunsch, den Vater nicht mehr zu sehen, nachkommen würde. Je jünger ein Kind ist, desto wichtiger sind BEIDE Elternteile. Wenn die das nicht hinkriegen - dann halt so.

Die "Anspannung" der Mutter ist zwar auch schlecht für die Kinder aber nach wie vor ist das Kindswohl wichtiger. Du kannst es also so sehen. Das Jugendamt versucht das Kindswohl über Alles zu stellen und das tut sie in dem Fall auch. Dass die Mutter damit vielleicht nicht klarkommt - darum sollte sie sich in der Zeit kümmern. Der Besuch wird begleitet, also kann nichts passieren. Und etwas Besseres als den Vater auch zu sehen kann dem Kind nicht passieren. EGAL wie das Verhältnis ist. Weil auch die Aussagen der Mutter über den Vater in seiner Abwesenheit dem Kind enorm schaden und mitunter mit Schuld an der Einstellung des Kindes zum Vater sind.

Ach meinst die Kinder sind durch die Erlebnisse noch nicht traumatisiert genug deshalb ist es für die Psyche wichtig diesen Mann noch sehen zu müssen? Der Mann der die eigene Mutter grün und blau schlug und Kinder das wohlmöglich noch mit ansehen mussten? 

Entweder hast du keine eigenen Kinder oder bei dir ist alles rosig dass du meinst es wäre gut für die Psyche eines Kindes

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@Maleficent666

Nochmal: UNTERM STRICH ist jeglicher Kontakt zu beiden Elternteilen WICHTIGER als ALLES andere. WENN dieser nicht ohne Probleme ablaufen kann, dann allerdings nur unter Aufsicht.

Und wenn du mir das nicht glaubst, darfst du gerne einen der vielen Psychotherapeuten befragen die diese erwachsenen Kinder dann Jahre später behandeln. Welche Kinder haben es später schwerer - jene, die aufgrund diverser Vorkommnisse den Kontakt zu einem Elternteil abbrechen mussten oder jene, die beide Eltern hatten egal wie belastet das Thema war.
Einzel- und Härtefälle gibt es immer wieder aber wie schon gesagt ist das Thema im Einzelfall so zu behandeln, dass das Kind den größtmöglichen Nutzen davon hat. Dass der ANDERE Elternteil mitunter auch an dem Problem der Kinder mit Schuld trägt wird nämlich gerne übersehen. Wenn einer der Eltern die Opferrolle spielt ist auch das Wahrheit im Leben des Kindes weil genau diese Rolle wird auch ganz gerne mal angenommen. Unbewusst natürlich. Ein irgendwann 16jähriger, der Kontakt zu seinem Vater hat kann ihm zumindest irgendwann sagen, was er von ihm hält. Ein 16 jähriger ohne Kontakt wird sich sein Leben lang fragen, was gewesen wäre wenn.

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"Der Besuch wird begleitet, also kann nichts passieren. "

dann lies mal zum Beispiel die Autobiographie von

Irina Badavi (geb. 1980): "Wenn der Pfau weint", ist seit einem Jahr im Buchhandel erhältlich

da werden uns ahnungslosen Deutschen sehr schnell die Augen geöffnet, wie sorglos deutsche Juristen in ihrem Fall entscheiden, bis es nach 2 Jahren endlich Sicherheit gibt für Mutter und Kinder ...

Abgesehen davon, dass seelische Traumatisierungen erst verarbeitet werden können, wenn der reale Kontakt aufhört.

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@anonymos987654

Und jetzt lesen wir mal alle die Autobiografien von denen, bei denen alles reibungslos glatt verlaufen ist.

Achso, richtig...da war ja alles fein, die schreiben keine Autobiografien.

Es wird immer nach Einzelfall entschieden, weil das alles ein viel zu komplexes thema ist und dabei kann man sich nicht an einem anderen Einzelfall orientieren.

Das ist für Betroffene sicher doof, berechtigt aber noch nicht dazu, generell alles daran auszurichten.

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@anonymos987654

"Abgesehen davon, dass seelische Traumatisierungen erst verarbeitet werden können, wenn der reale Kontakt aufhört." Das gilt ausnahmslos NUR für Erwachsene Individuen die über genügend Selbstbestimmungsrecht verfügen sich damit auseinander setzen zu können. Die vorliegende und immer zwingende seelische Abhängigkeit der Kinder von BEIDEN Eltern verhindert es. Maximal kann es verdrängt werden. Aber wie man weiß, kommt es irgendwann wieder. DANN, wenn man selbst fähig ist Entscheidungen zu treffen und sich das nicht mehr anzutun, ist es auch völlig in Ordnung den Kontakt abzubrechen ABER man ist dann nicht mehr der Entscheidung eines Anderen ausgeliefert. Man ist sozusagen erwachsen. Kinder kriegen viel mehr gebacken als man Ihnen zutraut. Und im Gegensatz dazu, wachsen sie an der Herausforderung und gehen nicht in ihr unter - schon allein, weil man es ihnen zutraut.
Meine Kinder nach der Trennung wollten auch IMMER zu mir und haben jedes Mal geweint, wenn sie zum Papa mussten weil wir uns die Betreuung 50/50 aufgeteilt haben. Aber es kam auch die Zeit, wo sie NUR zum Papa wollten. Das tut weh - ja - aber das ist mein Problem. Ich bin der festen Überzeugung, dass man Kinder bis zu einem gewissen Alter kein Mitbestimmungsrecht in der Sache geben sollte - weil sie viel zu beeinflussbar sind und eher das sagen, was die Eltern wollen anstatt dem, was sie selbst gern hätten. Man kann aber davon ausgehen, dass Kinder IMMER beide Eltern wollen - EGAL was sie sagen. Bis zu einem gewissen Alter welches keinesfalls unter 12 liegt.

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@anonymos987654

Der "Wille" eines Kindes ist nicht gleichzusetzen mit dem, was ein Kind "braucht".

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Für Kinder ist ein schlechter Vater tatsächlich besser als gar keiner.

D.h. Kinder die regelmäßig Kontakt mit dem Axxxx hatten entwickeln sich tatsächlich besser als Kinder, die keinen Kontakt zu ihrem Vater hatten.

Die Wurzeln der Kinder liegen halt auch bei einem schlechten Vater und wenn der nur als schlechtes Vorbild dient.

Die Kinder sind zum größten Teil bei den Verhandlungen gar nicht anwesend, von daher leiden sie auch nicht.

Die Mutter kann da viel auffangen, wenn sie sich Rat bei einer Erziehungsberatung holt.

Ein Anwalt darf sich da nichts denken, er muss seinen Mandanten best möglich vertreten.

Auch überträgt die Mutter oft ihre schlechten Gefühle auf die Kinder. Auch wenn sie das nicht mit Absicht macht, werden die Kinder dies spüren und keinen Umgang wollen.

Das wäre aber halt schädlich für sie.

"Für Kinder ist ein schlechter Vater tatsächlich besser als gar keiner."

ich glaub´s ja nicht

"Ein Anwalt darf sich da nichts denken, ..."

den Eindruck bekommt man tatsächlich

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@Menuett

zudem sich kinder mit einem schlechten vater ihr eigenes urteil bilden darüber ob sie weiter kontakt irgendwann halten oder nicht. meine großen haben sich von ihrem vater dieses jahr losgesagt und sind demnächst 18 und 19 jahre alt.

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Nicht die Kinder bekommen das Besuchsrecht, der Vater bekommt es.

Und genau wegen dem, was du sagst, ist es begleitetes Besuchsrecht, damit die Kinder mit dem Vater eben nicht alleine sind. Da komtm eine außenstehende Person dazu, die nicht persönlich mit drinnen steckt. Sowas sorgt schon dafür, dass der Vater sich zurück hält, tut er es nicht, wird die Situation neu eingeschätzt und gegebenenfalls angepasst.

Die Sache ist, dass es strenge voraussetzungen gibt, damit jemandem dieses Umgangsrecht evrweigert werden kann und das darf man natürlich nicht einfach selbst machen, sondern das Gericht muss das Entscheiden.

Das wären z.B. Verhaltensauffälligkeiten bei den Kindern die eindeutig auf den Umgang zum Vater zurück zu führen sind. Der Vorwurf, dass es Gewalt gibt, reicht noch nicht, um den Umgang zu verweigern, ebenfalls nicht, wenn wegen sowas bereits ermittelt wird, es braucht eine Verurteilung wegen gewalt gegenüüber den Kindern oder dem anderen Elternteil und eine Gefährdungseinschätzung. Das bedeutet weitere Gerichtsverfahren, Befragungen usw. für die Kinder.

Das Gericht scheint in diesem Fall zu sehen, dass der Umgang alleine nicht zumutbar ist, deswegen wird dem jemand zur Seite gestellt, aber die Vraussetzungen für ein Umgangsverbot (noch) nicht erfüllt sind.

Davon ganz abgesehen sollte der Kidnvater schlichtweg sein Ego hinten anstellen und selbst zurück treten, wenn er weiß, dass die Kinder ohnehin nicht wollen. Möglicherweise will er ohnehin nicht, dass eine "Anstandsdame" dabei ist und verzichtet von ganz alleine.

"Sowas sorgt schon dafür, dass der Vater sich zurück hält, tut er es
nicht, wird die Situation neu eingeschätzt und gegebenenfalls angepasst."

In dem Fall z.B. von Irina Badavi (geb. 1980) hat es insgesamt 2 Jahre gedauert, bis die Juristen endlich eingesehen haben, dass die begleiteten Besuche auf Dauer ausgesetzt werden sollen.

In der Zwischenzeit hat der Ehemann mehrfache Mordversuche unternommen und trotz der Begleitung einen Entführungsversuch seiner Kinder (5 und 7 Jahre alt) gemacht, der beinahe gelungen wäre, weil die zusätzlichen Wachleute vor der Tür mal kurz Eine rauchen gegangen sind.

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@anonymos987654

Du kannst aber Gesetze und Bestimmungen nicht auf Einzelfälle abstimmen. Wie auch schon gesagt wurde - es kommt durchaus immer wieder zu Fehlern im System. Wenn beide Eltern nicht erwachsen genug sind um das unter sich zu regeln, muss man sich halt dem unterwerfen, was ein Gesetz oder ein Richter sagt, der vielleicht auch nicht perfekt ist.

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