Wie hoch sollten Steuern sein - sollte es sie überhaupt geben?

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12 Antworten

10% wären ok, und am besten noch das ganze Sozialsystem auch mitfinanzieren, Steuern und Sozialabgaben muss man ja sagen .. es kommt ja aufs gleiche raus, ob ich das als Steuer oder als Abgabe bezeichne.

Der Zakat im Islam sollte auch diese Aufgabe erfüllen.

Aber sind wir realistisch, unsere moderne Gesellschaft "kostet" ein bisschen mehr, wir meckern - zurecht - über Einsparungen bei Schulen, Strassenbau, Polizei, und - zu unrecht - über hohes Renteneintrittsalter, niedrige Hartz IV Sätze. Das alles geht nur mit eine Staatsquote, die westentlich höher ist als 10%

Aber was ich auch vermisse bei vielen Parteien, ist das Ziel, diese Staatsquote nicht weiter steigen zu lassen, das Bewusstsein das hohe Steuern die Bürger nicht zufriedener macht und das Ziel "soziale Gerechtigkeit" dass alle verfolgen, nicht heisst "Gleichverteilung".


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Hi! Mir gefallen Steuern und Abgaben auch nicht. Auf der anderen Seite aber sind die Dinge, die man so ganz selbstverständlich vom Staat in Anspruch nimmt ja auch nicht umsonst. Und schau mal in Länder, in denen eben keine oder wenig Steuern gefordert werden, wie es dem einzelnen Bürger so geht (nicht den Geldsäcken da!).

Ob wir ein gerechtes System haben? Nun ja, das weiss man nicht, aber wenigstens haben wir eins. Besser machen kann man immer was und es wird immer welche geben, die sich drücken. Das kann aber kein Grund sein, das komplett über Bord zu werfen, dann würden wir ratzfatz im Chaos enden und Gewinner wären die, die eh schon genug haben. Allen anderen würde es noch schlechter gehen. Da gebe ich lieber was ab. Meine Meinung wenigstens. Gruss

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Das Problem ist nicht die Einnahmenseite, sondern die Ausgabenseite. Da wird das Geld völlig sinnlos verschleudert, z.B. dadurch, dass man den Gemeinden das Budget kürzt, wenn sie sparsam sind! So sind sie gezwungen, das komplette Budget auszugeben. Eine völlig schwachsinnige Regelung, die natürlich eine unglaubliche Steuerverschwendung zur Folge hat.

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Ich wäre für 10-20% plus höchsteinkommen von 5 Millionen Dollar im Jahr und höchst Vermögen von 50 Millonen Dollar, oder so. Alles was darüber ist wird nicht gezahlt oder weggenommen. Nennt mich Kommunist wenn ihr wollt. Ich bin zwar auf keinen Fall einer, aber es muss Grenzen geben.

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früher war es so: 25% für die Miete, 25% für das Auto, 25% für Essen/Trinken/Urlaub und 25% sparen

Aktuell bekommt der Steuerzahler von jedem verdienten EURO nur noch 48%

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Kommentar von AalFred2
18.05.2017, 13:07

Was hat der erste Absatz mit dem zweiten zu tun?

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Das kannst du nicht einfach so isoliert anschauen. Die Frage ist viel mehr, was du an Leistungen vom Staat dafür wieder zurück bekommst.

Relativ klar sind die "public services" wie Behörden und Regierung. Weniger klar sind schon Infrastrukturen wie Strassen usw. inkl. Instandhaltung... so was kann man auch via andere Finanzierungsmodelle sicherstellen (Maut, KFZ-Steuer,...). Noch spannender wird es bei Fragen, ob auch das Gesundheitswesen dabei ist (wie z.B. in Schweden), usw......

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Steuern müssen einerseits so hoch sein, dass die Aufgaben des Staates finanziert werden können, anderseits dürfen sie den erwerbstätigen Bürgern nicht das letzte Hemd ausziehen. Stellt sich dann nur noch die Frage, von wem man das Geld holt. Und da zeichnet sich klar ab, dass Arbeit höher besteuert wird als Kapitaleinkünfte. 

Mit dem "Zehnten" war es in Wirklichkeit früher auch nicht getan. Da waren die Menschen froh, wenn sie einen "Zehnten" behalten durften.

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Weder noch. Ein progressives System ist sozialer, als ein Einheitssatz und muss nicht komplizierter sein.

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So hoch, dass der Staat alles wichtige finanzieren kann, aber billig genug, dass niemand auf Grund von Steuern arm wird.

Und ja Steuern sollte es geben. Wie soll der Staat sonst Sachen wie Schulen, die Polizei oder allgemein die Infrastruktur finanzieren?

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Kommentar von Kajawizu
18.05.2017, 06:45

"Wie soll der Staat sonst Sachen wie Schulen, die Polizei oder allgemein die Infrastruktur finanzieren?"

Macht er das? Die Infrastruktur bröckelt an allen Ecken in Deutschland. In Schulen sieht es allgemein auch nicht viel besser aus.

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Den Zehnt im mittelalterlichen Feudalsystem würde ich nicht mit heutigen Steuersystemen vergleichen wollen.

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Die Sache mit dem  Missbrauch ist wie die Geschichte mit dem Igel und dem Hasen.

Flat-Tax hat man einmal in Großbritanien versucht. Es kam damals zu Unruhen.

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10% Flatrate bei der Steuer wird von mir uneingeschränkt begrüßt!

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Kommentar von SirKermit
18.05.2017, 07:24

Wer viel Geld verdient, freut sich über die 10%, der Rest wohl weniger.

Aus http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20740/steuergerechtigkeit

"Die Verteilung der Steuerlast zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben wird sicher subjektiv sehr unterschiedlich gesehen. Steuergerechtigkeit bedeutet nicht, dass jeder gleich viel zahlen muss. Der Gesetzgeber beachtet die persönlichen Lebensverhältnisse jedes Steuerpflichtigen:
Einkommen, Familienstand und Kinder werden bei der Festlegung der Steuerlast berücksichtigt. Maßgebend ist das Leistungsfähigkeitsprinzip, d. h., die Höhe einer öffentlichen Abgabe richtet sich nach der individuellen Leistungsfähigkeit des Bürgers. Das bedeutet, dass z. B. für Besserverdienende ein höherer Einkommensteuersatz gilt, während Geringverdiener u. U. völlig von einer Steuer befreit sind."

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