Wie hoch sollte die Tilgung bei einem Haus sein, wenn man es kauft, und bereits 50 Jahre alt ist?

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12 Antworten

Ich bin - im Gegensatz zu den meisten Antworten hier - nicht der Meinung, dass das Alter des Darlehensnehmers oder das Alter des Hauses für die Frage der Tilgung wichtig ist.

Ein Haus ist (normalerweise) nie wirklich 50 Jahre alt. Es wird modernisiert, renoviert usw. Und damit natürlich nicht mehr neu aber meist doch in gutem Zustand.

Auch das Alter des Darlehensnehmers kann nur in Verbindung mit dem Einkommen eine Auswirkung auf die Tilgung haben. Natürlich wird Dein Vater in 15 Jahren in Rente gehen und weniger verdienen bzw. Rente bekommen. Und dann sollte er sich die Raten auch noch leisten können. Und natürlich sind Zinserhöhungen immer möglich und auch in gewissen Rahmen erwartbar. Gegen hohe Tilgungen sprechen aber auch einige Argumente. 

Erstens werden wir weiterhin eine Geldentwertung von ca. 2% haben. Die niedrigere Geldentwertung in den letzten Jahren ist den sinkenden und politisch begründeten Energiepreisen geschuldet - aber auch das wird nicht ewig dauern sondern kann schon in 1-2 Jahren kippen schließlich ist Öl nicht unendlich und die Energiewende dauerhaft teuer.Wenn man also mal 2% zugrunde legt (das ist die Vorgabe für die europäische Zentralbank) dann sind in 15 Jahren (Zinseszins) die Preise, Gehälter und Renten um ca. 17% gestiegen. 

Langer Rede kurzer Sinn: Ich empfehle 1% Tilgung, 20 Jahre Zinsbindung, ein Sondertilgungsrecht von mindestens 5% pro Jahr. Damit ist man variabel. Ist es ein finanziell gutes Jahr zahlt man zusätzlich halt eine Sondertilgung oder einen Sondertilgungsteil. Ist es eher schlecht gelaufen weil das Leben halt teuer war oder man ins Haus investiert hat dann reichen halt die 1%. Nimmt man alle Sondertilgungen ist das Darlehen nach 17 Jahren zurück gezahlt. Und macht man das nur so alle 3 Jahre dann ist zur Rente auch nur noch eine kleine Summe übrig die man locker dann noch langfristig umfinanzieren kann. Ob man 20, 15 oder 10 Jahre Zinsbindung nimmt ist Geschmackssache - ich denke bei 50 würde ich zwischen 15 und 20 schwanken.

Ach so - ich bin über 60 und habe 1% Tilgung mit Sondertilgung und meine Bank hat nicht gefragt wie mein Gesundheitszustand ist.

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Da in aller Regel davon auszugehen ist, dass im Rentenalter die Einkünfte geringer ausfallen als im Erwerbsleben, ist es sinnlos, hier mit 1% Tilgung zu kalkulieren. Gerade in Niedrigzinszeiten wie diesen ist es essentiell, die Tilgung höher zu setzen, übrigens ganz unabhängig vom Lebensalter bei Aufnahme des Darlehens.

Wer mit 50 ein Immobiliendarlehen beginnt, sollte mit 67 einen wesentlichen Teil des Darlehens (i.e. mehr als 75%) bereits getilgt haben. Das ist aber in dem beschriebenen Fall nur möglich, wenn der Darlehensnehmer anfangs mit 5% tilgt. Man kann ggfs. vertraglich vereinbaren, die Tilgungsrate niedriger zu setzen und im Gegenzug beliebig viele Sondertilgungen ermöglichen ohne Strafzins, will man sich nicht auf höhere Monatsraten festlegen (etwa bei schwankenden Einkünften). Das solte aber unbedingt sauber kalkuliert (StB) und ausgehandelt (Honorarberater z.B.) werden.


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man sollte in jedem Fall höhere Tilgungsraten wählen.

Optimal wäre, wenn das Objekt vor Eintritt in die Rente/Pension abbezahlt wäre, da sich dann die Einkommenssituation in jedem Fall verringern wird. Dein Vater hat ja bis dahin noch mind. 15 Jahre, das reicht für eine vernünftige, finanziell tragbare Finanzierung

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Kommentar von chvoyage
22.12.2015, 16:56

weshalb soll man denn sein Haus vollständig abbezahlen? Schulden zu haben kann durchaus sinnvoll sein, solange einem die Schulden nicht den Saft abdrehen sondern zu beherrschen sind.

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Eine Tilgung mit nur 1% ist nie so richtig sinnvoll. Je länger du zahlst, desto länger zahlst du ja auch Zinsen. Ich würde ab einem Alter von 50 Jahren zum Volltilgerdarlehen raten. Wenn vermutlich eins nicht sicher ist, dann ist es leider die Rente.

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spätestens mit 65 sollte man damit durch sein, ausser die Rente ist hoch genug. Das wird sogar die Bank verlangen ssowie zusätzlich eine Risikolebensversicherung in höhe der Restschuld

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Bei den heutigen Zinsen solltest du mindestens 2 besser noch 3 % tilgen.

Dabei gewöhnst du dich an eine höhere Belastung und fällst nicht in ein tiefes Loch, wenn die Zinsfestschreibung ausläuft.

Ganz SICHER werden die Zinsen irgendwann auch wieder kräftig steigen.

Es gab Zeiten da galten 6 % als untere Grenze

Man tilgt ja immer den festen Satz plus Zinsersparnis. Da kommt im Moment ja nichts zusammen


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Kommentar von chvoyage
22.12.2015, 16:54
"Ganz SICHER werden die Zinsen irgendwann auch wieder kräftig steigen."

das sehe ich aber ganz anders. Dir Zinsen hängen von der EZB ab und die kämpft gegen die Deflation. Solange nicht alle Staaten der EU wirtschaftlich ins brummen kommen, wird alles so bleiben wie es jetzt ist. Und da die südlichen Staaten wirtschaftlich große Sorgen haben können die Zinsen auf absehbare Zeit nicht nennenswert steigen. Also mindestens die nächsten 10 Jahre und dann auch nur ganz langsam.

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Hallo Kattarina,

höhere Tilgungsraten sind hier sicherlich sinnvoll. Im aktuellen Zinsumfeld beträgt die Gesamtlaufzeit bei einer Tilgung von nur 1% teilweise 60 bis 70 Jahre.

Viele Banken setzen bei älteren Darlehensnehmern für eine Finanzierung voraus, dass der Kredit bis zum Renteneintritt entweder vollständig oder zu großen Teilen zurückgezahlt wird. Ist dies nicht der Fall, wird oft ein jüngerer Darlehensnehmer (meist die Kinder als Erben) mit in den Vertrag genommen. Dieser Mitdarlehensnehmer haftet dann aber auch voll für den Immobilienkredit.

Es gibt da recht unterschiedliche Herangehensweisen und Voraussetzungen, die sich je nach Bankpartner stark unterscheiden können.

Ich empfehle Dir daher, einen Termin mit Deiner Hausbank oder einem unabhängigen Finanzierungsexperten zu vereinbaren.

Viele Grüße

Mario, Interhyp AG

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Kommentar von Detlef32
22.12.2015, 11:37

Eine Bank die den Renteneintritt in dieser Form berücksichtigt würde bei mir rausfallen. Ausnahme: Die Finanzierung ist gerade mal so möglich und würde bei den monatlichen Rentenzahlungen zusammen brechen oder es ist eine mehr als 80% Finanzierung.

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Ist eine reine Geschmacksfrage.Wenn er ein lastenfreies Haus vererben möchte,dabei leistungsfähig für höhere Raten ist,wählt er diese.Wenn er keine Erben hat,könnte es Ihm gerade so recht sein,bzw.wenn er der Auffassung wäre,Du sollst den Rest übernehmen.Liebe Grüße

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1 % Tilgung bei nem Zins von 1.5 %

mein Haus tilgte ich mit 4 % bei 7 % Zins

also man sollte schon anstreben ein schuldenfreies Haus zu erleben und nicht erst  die Enkel wenn sie in Rente gehen

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Um deine Frage korrekt und zufriedenstellend beantworten zu können, fehlen noch ein paar wenige, aber wichtige Daten. Das wären: ist es ein EFH (also Einfamilienhaus) oder gibt es darin noch eine oder mehrere vermietbare Wohnungen)? Und dann noch: Wie hoch ist der Zinssatz für ein Darlehen und bis zu welchem Endalter oder in wieviel Jahren will dein Vater das Darlehen zurückgezahlt haben?

Wenn diese Angaben vorliegen, ist es nicht schwierig, die exakte Tilgungsrate zu berechnen. Ich kann aber gleich sagen, dass ihr bei dem heutigen Zinsniveau mit 1% Tilgung in 30 Jahren das Darlehen nicht abbezahlt habt. Dazu wären Zinsen von ca. 7% notwendig. Die meisten Leute schauen unsereinen ungläubig an wenn man ihnen sagt, dass die Tilgungsdauer nicht nur von der Tilgungsrate, sondern auch vom Zinssatz abhängt. Das ist eine Eigenart der so genannten Annuitätendarlehen. Würde man keine Zinsen zahlen, dann dauerte es genau 100 Jahre um bei einer Tilgungsrate von 1% ein Darlehen abzubezahlen.

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Es kommt darauf an, wie viel jetzt dem Haus in bar bezahlt werden kann. 

Wie hoch ist die zu erwartende Rente? Kann er die Raten auch noch bezahlen, wenn er in Rente geht?

Das sind die Fragen die erst mal geklärt werden müssen.

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Hallo,

diese Frage kann dir nur deine Bank beantworten.

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Kommentar von Kattarina
22.12.2015, 11:28

Auf so eine Antwort kann ich verzichten !
Denn andere Anwender konnten mir durchaus helfen.
Wenn Du keine Ahnung davon hast, brauchst du nicht zu schreiben.

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