Wie hoch sind die Chancen, für eine arbeitslose verheiratete Mutter bei Scheidung das Aufenthaltsbestimmungsrecht des gemeinsamen Kindes zu bekommen?

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4 Antworten

Generell besteht kein Grund, die elterliche Sorge zu teilen. Es entspricht dem Kindswohl, dass BEIDE Eltern sich um das Kind kümmern und in Kontakt sind, meist über festgelegte Zeiten, wenn sich die Eltern partout nicht einigen können oder wollen. Arbeitslosigkeit ist kein Argument, sich nicht um ein Kind kümmern zu können, zumal ja auch Unterhaltspflicht besteht. Die sozialen Kontakte eines 2jährigen beziehen sich vor allem auf die Familie. Ein Umgangsrecht einzuschränken bedarf einer triftigen Begründung, vor allem, wenn die Mutter sich tagsüber primär um das Kind gekümmert hat, ist ein Beziehungsabbruch schädlich für das Kind. Alleinerziehend zu sein ist heute kaum ein Hindernis, sein Kind auch gut versorgen zu können. Bevor es also zum gerichtlichen Eklat kommt, wäre es sicher sinnvoll, GEMEINSAM im Jugendamt das Nötige zu regeln. Wie der Einzelfall dann geregelt wird, liegt im goodwill der Eltern und im Ermessen des Amtes. Das entscheidet nicht für die Eltern, sondern für das Kind. Und daran sollten die beiden arbeiten.

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Kommentar von Johnbobs
08.11.2016, 16:08

Das Sorgerecht wird bei einer Scheidung automatisch geteilt. Da beide dem Kind aber nicht der Gegenseite überlassen wollen, muss das Aufenthaltsbestimmungsrecht festgelegt werden. Nur wer hat die bessere Chancen und darf das Kind mitnehmen?

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Kommentar von lasterfahren
16.11.2016, 20:17

ein sorgerecht kann nie geteilt werden, sondern es gibt nur gemeinsames oder alleiniges. bei der scheidung ist das gemeinsame sorgerecht unberührt. kind bekommt der, der das soziale umfeld erhalten kann. wäre dann hier der vater, wenn er die wohnung behält und ein gutes betreuungskonzept hat. mehr bedarf es nicht. wenn mutti also ausziehen will, kann sie dies tun - aber ohne seine zustimmung, darf sie das kind nicht mitnehmen. deine antwort beantwortet also garnichts.

weiterhin regelt das jugendamt garnichts, es darf nur beraten.

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Ich glaube das Problem ist nicht das Sorgerecht, sondern primär das Kind, welches in dem einen Fall wegziehen würde. 

Unabhängig vom Sorgerecht darf ein Elternteil mit dem Kind nicht einfach umziehen, wenn das Besuchsrecht dabei erheblich gefährdet wird. Siehe auch:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/gemeinsames-sorgerecht-und-umzug-ohne-zustimmung_023130.html

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Kommentar von Johnbobs
08.11.2016, 16:07

Es geht nicht um das Sorgerecht. Das Sorgerecht wird bei einer Scheidung automatisch geteilt.
Umziehen müssen die Trennenden, sonst kann keine Trennung stattfinden.

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ihre chancen stehen gleich null. wenn der vater in der wohnung verbleibt, die stunden reduziert auf teilzeit und ein gutes betreuungskonzept hat - nämlich seine eltern, dann kann die mutter das völlig vergessen.

ein umzug in einen anderen landkreis ohne begründung wird nicht stattfinden. sie kann möchten, soviel sie will.

er behält die wohnung? dann darf sie das kind nicht mitnehmen, kann es nicht ummelden und er hat es in einer eilverfügung recht zügig wieder. er hat die besseren karten, da er das soziale umfeld erhält und die soziale umgebung. er wird der mutter sicher ein gut durchdachtes umgangskonzept unterbreiten und dann kann mutti in ihren anderen landkreis ziehen und regelmäßig die woche vorbei kommen.

wenn es also dazu kommt, stehen seine chancen auf das abr bestens.

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Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber mal nach meinem Gutdünken:

Also da der Vater da bleiben und das Kind nicht aus der Umgebung herausreißen will, ist die Chance schon erstmal größer, dass das Kind bei ihm bleiben kann, zumal er ja die Arbeitszeit extra reduziert und noch seine Eltern hat.

Wenn nichts gravierendes vorliegt, werden sich beide auch das Sorgerecht teilen und das Kind könnte theoretisch beim Vater bleiben.

Ich denke aber, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht ebenfalls geteilt werden kann, da die Mutter mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Besuchsrecht erhält, also das Kind auch bei ihr ist.

Die Sachlage ist sicher beim Jugendamt besser aufgehoben. Einfach mal unverbindlich nachfragen gehen.

Aber wenn die Bindung des Kindes an die Mutter stärker ist und keine Gründe vorliegen, weshalb das Kind nicht bei ihr aufwachsen sollte, beispielsweise, weil sie versucht, den Vater zu erpressen und das Kind als Druckmittel verwendet, dann kann es so oder so ausgehn - je nach Anwalt und Entscheidung des Jugendamtes... Und das schaut sich auch die Eltern genau an.

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Kommentar von Johnbobs
08.11.2016, 16:06

Das Sorgerecht wird bei einer Scheidung automatisch geteilt. Da beide dem Kind aber nicht der Gegenseite überlassen wollen, muss das Aufenthaltsbestimmungsrecht festgelegt werden. Nur wer darf das Kind mitnehmen?

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