Wie hoch muss ein 7kVA 500v/230V Transformator mit einem Bemessungsstrom von 32A abgesichert werden und welche Charakteristik muss die Sicherung haben?

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2 Antworten

wirklich 500 in worten fünfhundert! volt? das ist aber eine äußerst merkwürdige spannungsebnne.

gehen wir einfach mal davon aus, es wären wirklich 500, nicht 400 volt. dann  würde ich hier nicht zu automaten greifen, die sind zwar für spannungen über 400 V erhältlich, aber übelst teuer.

ich würde hier eingangsseitig zu schmelzsicherungen greifen. von einem Wirklungsgrad des trafos von 85% ausgegangen wären das dann wohl rund 16 Ampere eingangsstrom.

daher würde ich als ZUGANGSSEITIGEN KURZSHCLUSSSCHUTZ eingangsseitig zu zwei D1 Sicherungen (Neozed) 25 A gL raten.

was den Überlastschutz und den abgangsseitigen kurzschlussschutz betrifft, würde ich abgangsseitig zu einem Motorschuztzschalter 25-32 A mit magnetischem Kurschlussauslöser, eingestellt auf 30 A raten.

lg, Anna

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Kommentar von CCCPtreiber
01.12.2016, 19:56

Eingangsseitig würde ich mehr  zu einem Leitungsschutzschalter mit C-Charakteristik tendieren, da diese nicht intern mit der Zeit verkleben, Neozed geht aber auch. Ich habe mit den Neo Elementen sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

Ausgangsseitig ist ein MSS ok, nur wegen dem Differenzstromschutz nicht vergessen das man eine Phase doppelt durchführen muss.

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Kommentar von surfenohneende
12.07.2017, 21:37

wirklich 500 in worten fünfhundert! volt? das ist aber eine äußerst merkwürdige spannungsebnne.

Gibt es, hatten Wir in DDR-Blöcken, habe Ich im Keller gesehen ...in manchen Giebeln war auch eine Trafo-Station in Keller / EG untergebracht

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Zur Information:

500 V, 3phasig im Dreieck geschaltet, war früher eine gängige Spannungsebene im Bergbau und in den, dem Bergbau angeschlossenen Betrieben. Die übergeordnete "Mittelspannung" war 5.000V und so gab es bei den Arbeitsmaschinen, z.B  bei Motoren keine "Lücken". Motoren bis 250 kW (~400A) wurden an 500V angeschlossen, darüber an 5 kV.

500 V, 2phasig (es gab ja keinen Sternpunkt) wurde verwendet, um über Trafos Beleuchtungs und Steckdosenanlagen zuerst mit 110 V später mit 230 V zu versorgen. Um einen solchen Trafo scheint es sich zu handeln. Damit dürfte der Trafo auch schon älter sein. Wenn das so ist, sollte vor dem ersten Zuschalten per "Meggertest" eine Isolationsprüfung gemacht werden.

Hinsichtlich der Absicherung stimme ich mit dem Vorschlag von Peppi 85 überein. 

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