Wie hoch muss die Rate der Schulden sein, oder lieber doch Privatinsolvenz?

7 Antworten

Zunächst einmal hat Dein Papa einen Anspruch auf (ergänzende )SGB -Leistungen.

Trotzdem dürfte das Einkommen unter der Pfändungsgrenze liegen.

Wenn sich daran absehbar nichts ändert,braucht er keine Privatinsolvenz.

Ein Anwalt könnte mal die Forderungen unbefristet niederschlagen lassen.

Da die Krankenkasse ggf.nicht verzichtet,dürfte der hartnäckigste Gläubiger der Welt sein,könnte eine Privatinsolvenz aber in Frage kommen.

Hier wäre eine Schuldnerberatung und eine Beratung durch einen Fachanwalt sinnvoll.

Die Kosten für den Anwalt werden auf Antrag bewillgt.Hierzu ist ein Einkommensbescheid nötig und das Vorsprechen beim Amtsgericht.Antrag auf Prozeßkostenhilfe,bzw.eine anwaltliche Beratung.

Die Rate ist rechtens, weil dein Papa Schulden hat. Ob und wovon er das zahlt, ist nicht Sache des Gläubigers. Der hat einen Anspruch und will eine Rate in dieser Höhe. Das ist bereits ein Entgegenkommen seinerseits.

Ob sich dein Vater ein Insolvenzverfahren antun will, sollte er mit einem Schuldenberater besprechen. Privatinsolvenz scheidet allerdings aus. Es sind ja Geschäftsschulden.

Auch wenn er keine GmbH hatte und als Einzelunternehmer ohnehin mit dem privaten Vermögen haftet? (Frage nur aus Interesse)

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Es ehrt Deinen Vater, dass er bemüht ist von seiner geringen Rente auch noch vorhandene Schulden zu bezahlen. Dein Vater sollte sich dringend mit einer Schuldnerberatung in Verbindung setzen, um zu schauen, was da überhaupt noch möglich ist und vielleicht als Erstes den Lieferanten irgend ruhig stellen, damit insoweit nicht noch Insolvenzbetrug/Eingehungsbetrug ein Thema wird. Sieht ja alles danach aus, als hätte Dein Vater seinen Betrieb immer noch weiter geführt, obwohl er längst zahlungsunfähig war.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Musste grad etwas schmunzeln, da deine "Befürchtung" ganz und gar nicht der Fall ist. Mein Papa ist pünktlich zum 67. Geburtstag vor einigen Monaten Rentner geworden und hat von 16 an, also 51 Jahre in dem Geschäft gearbeitet, einmal im Jahr einen Urlaub mit uns gehabt und ansonsten jeden Tag von 5 Uhr morgens bis 19 Uhr gearbeitet- und sich halb tot geschuftet. Die Schulden vom Lieferanten sind schon einige Jahre alt und haben sich immer so daher geschleppt. Und am Ende ging es einfach nicht mehr und das Geschäft wurde geschlossen

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