Wie hoch ist meine Erwerbsminderungsrente?

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9 Antworten

Das kann dir nur die Rentenversicherung verbindlich sagen.

Wenn die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen stimmen, wirst du so gestellt, als ob du bis zum 62. Lebensjahr im gleichen Durchschnitt gearbeitet hättest, wie bisher.

Allerdings bedeutet das, dass du nicht mehr als 3 Stunden täglich IRGENDEINE Tätigkeit ausüben kannst.

FrauFanta 10.03.2017, 20:53

Das mit dem unter 3 h ist schon so weit geklärt. Aber nun steht ich hier mit den Antrag und denke 533€, das hat null Sinn. Nun bist du derjenige, der sagt, es wird das Alter 62 zugrunde gelegt. Also 900/950€ so. Das wäre ja schon was anderes. Ja, aber was denn nun? Woher weiß ich was stimmt?

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stern311 11.03.2017, 14:46
@FrauFanta

Das weiß die Deutsche Rentenversicherung, Beratung und Auskunftstelle, Tel. 0800 1000 4 80 90.

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turnmami 14.03.2017, 22:27
@stern311

Nur gibt es telefonisch aus Datenschutzgründen keinerlei Auskunft über Rentenhöhen. Da muss man schon einen Termin ausmachen und persönlich erscheinen

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Hallo FrauFanta,

Sie schreiben unter anderem:

Wie hoch ist meine Erwerbsminderungsrente?

Antwort:

Wenn Ihnen bereits Ihre aktuelle Rentenauskunft vorliegt, so ist Ihre Frage nicht so recht nachvollziehbar, denn dort müßten die aktuell erreichten Rentenhöhen ersichtlich sein!

Im Zweifelsfall gehen Sie mit Ihren Rentenakten zu Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt und lassen sich dort verbindlich beraten, schließlich geht es um Ihre finanzielle Zukunft!

Grundsätzlich müßen Sie davon ausgehen, daß bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme lebenslange Rentenkürzungen (es erfolgt eine individuelle Gegenrechung von diversen Zurechnungszeiten) von bis zu 10,8 % hingenommen werden müßen, denn wenn Sie ab Rentenbeginn keine weiteren Beiträge mehr auf Ihr Rentenkonto abführen, dann wird sich logischerweise an Ihrer Regelaltersrente außer den allgemeinen Rentenanpassungen nichts mehr wesentlich ändern!

Unter folgendem Link der DRV können Sie den aktuellen Gesetzesstand nachlesen:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Auszug:

Rente schon in frühen Jahren –
Zurechnungszeit und Abschläge

Auch junge Leute sind in der Rentenversicherung bereits gut geschützt.
Durch Sonderregelungen erhalten sie eine relativ hohe Rente.

Zurechnungszeit

Bei jungen Menschen zählen nicht nur die wenigen
bisherigen Berufsjahre. Vielmehr gibt es die sogenannte
Zurechnungszeit. Sie ist die Zeit zwischen dem Eintritt
der Erwerbsminderung und dem vollendeten 62. Lebensjahr.

Bei einem Rentenbeginn vor dem 1. Juli 2014 galt anstelle des 62. Lebensjahres das 60. Lebensjahr. 

Die Zurechnungszeit wird mit einem Durchschnittswert
der zurückgelegten Versicherungszeiten bewertet und
steigert so die Rente.

Bei der Ermittlung dieses Durchschnittswertes bleiben
die letzten vier Jahre bis zum Eintritt Ihrer Erwerbsminderung
unberücksichtigt, wenn die Versicherungszeiten,
die Sie in diesen vier Jahren zurückgelegt haben,
den Durchschnittswert vermindern und sich damit ungünstig
auf die Bewertung der Zurechnungszeit auswirken
würden.

Abschläge

Beginnt Ihre Rente vor der für Sie maßgeblichen Altersgrenze,
müssen Sie Abschläge in Kauf nehmen. 

Für jeden Monat, den Sie früher in Rente gehen, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent, insgesamt jedoch höchstens 10,8 Prozent.

Von 2001 bis 2011 waren abschlagfreie Renten ab
dem 63. Lebensjahr möglich.

Die Höchstabschläge von 10,8 Prozent galten für alle, die 60 Jahre oder jünger waren.

Seit 2012 wird die Altersgrenze von 63 Jahren für eine abschlagfreie Rente schrittweise auf das 65. ­Lebensjahr angehoben. 

Gleichzeitig erhöht sich auch die Altersgrenze für die Höchstabschläge von 60 Jahren auf 62 Jahre und jünger. 

Diesen Sachverhalt haben wir für Sie in der Tabelle auf Seite 17 dargestellt.
Das entspricht der Anhebung der Altersgrenze von 65 Jahren auf 67 Jahre bei der Regelaltersrente.

Ab 2024 können Sie eine abschlagfreie Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erst mit 65 Jahren bekommen.

Wer dann jünger ist, muss Abschläge von bis zu 10,8 Prozent hinnehmen.

Welche Anrechnungszeiten dabei berücksichtigt werden können und unter welchen Voraussetzungen auch freiwillige Beiträge mitzählen, können Sie von
Ihrer Rentenversicherung erfahren.

Bitte beachten Sie:
Sind Sie erwerbsgemindert und haben Sie 35 Jahre
Pflichtbeiträge und Berücksichtigungszeiten sowie
bestimmte Anrechnungszeiten oder auch Ersatzzeiten
zurückgelegt, bleibt es bei einem Lebensalter
von 63 Jahren für die abschlagfreie Rente.
Ab 2024 gilt das nur noch für erwerbsgeminderte
Versicherte, die 40 Jahre mit solchen Zeiten nachweisen
können.

Der für Ihre Erwerbsminderungsrente geltende ­Abschlag
bleibt im Allgemeinen auch bei einer Folgerente bestehen,
zum Beispiel bei einer Alters­ oder Witwen­ beziehungsweise
Witwerrente

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Sollte Ihnen die Höhe der zustehenden Erwerbsminderungsrente nicht ausreichen, so haben Sie ggf. ergänzend einen Zusatzanspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, sofern Ihr Haushaltsgesamteinkommen diverse Freibeträge nicht überschreitet!

Hier wäre dann ggf. Ihr zuständiges Sozialamt Ihr Ansprechpartner!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232620/publicationFile/54129/grundsicherung_hilfe_fuer_rentner.pdf

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Der Wert auf deiner Renteninformation entspricht der EMRente, die dir zu diesem Zeitpunkt zu stehen würde.Die 523 Euro sind daher die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Rentenhöhe.Mit welchem Datum wurde diese Renteninfo verschickt? U.U sind ja die letzten Gesetzesänderungen noch nicht mitgerechnet.Sind alle Versicherunszeiten gespeichert? V.a. eine evt. Berufsausbildung?

Das brauchst Du nicht zu berechnen. Man bekommt jedes Jahr eine Renteninformation. Da steht auch, wieviel einem an Erwerbsminderungsrente zusteht. Du musst das nur ablesen. Sonst befasse Dich mit den Voraussetzungen für die Erwerbsminderungsrente. Die bekommt man nicht einfach so. Die muss man beantragen und es kann dann auch abgelehnt werden. 

stern311 10.03.2017, 18:42

Für EM-Rente ist erforderlich, daß weniger als 3 Std. täglich regelmäßig gearbeitet werden kann.

Das ist zu belegen.

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DerHans 11.03.2017, 14:49
@stern311

Das beurteilt die Rentenversicherung durch eigenes Gutachten. 

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schnute71 11.03.2017, 15:09

Ich gebe dem Hans Recht. Auch wenn du tatsächlich unter 3 h Erwerbstätigkeit liegst, heißt es nicht, dass sie dir gleich zugesprochen wird. Das kann eine jahrelanger Kampf werden. Stell dich vorsichtshalber darauf ein.

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wie schon hier erwähnt, hast du auf deinem Renteninformationsblatt der DRV drei Angaben zu deiner Rente.
Die wichtigste im Moment ist die  Rente für volle Erwerbsminderung.
Von dieser Rente kannst du dann ausgehen abzgl. 10,8 %.
Aber nur, wenn du die volle EMR erhälst. Eine genaue Aussage zu deiner EMR kannst du nur von der DRV erhalten.
Mach einen Termin bei der DRV in deiner Nähe aus, und lass dir ausrechnen, wie viel EMR du bekommst.
Ich wünsche dir aber vorher beste Gesundheit und das du wieder auf die Füße kommst

HAllo,

schau bitte nochmal auf deine letzte Renteninformation:

rechts die fettgedruckten Zahlen bedeuten:

Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente derzeit

Höhe der erreichten Altersrente mit 67

Höhe der Altersrente, wenn du so weiterverdienst wie die letzten 5 Jahre.

Soltest du jetzte eine Erwerbsminderungsrente bekommen, wird deine Altersrente auch weiterhin steigen, da du nicht bestraft wirst. Diese Zeiten bekommen dann in der Berechnung nur einen anderen Faktor.

Sie wird etwas niederigen als die bisherige Hochrechnung ausfallen.

Beste Grüße

Dickie59

Hallo Frau Fanta, die Aussage zu deiner Rentenhöhe jetzt bei Eintritt von Erwerbsminderung ist auf grund der vorliegenden Daten zu deinem Erwerbsleben getroffen. Darum halte ich sie für zuverlässig.

Sie ist in der jährlichen Rentenmitteilung enthalten und sie ist das Produkt aus deinen persönlichen Entgeltpunkten mal den Wert je Rentenpunkt. Der liegt bei ca. 30,-EUR. Rentenpunkte Ost und West sind derzeit unterschiedlich hoch.

Die Hinzurechnung bis zum 62.Lebensjahr war mal aufgehoben, da bin ich mir nicht sicher.

Wenn dir nach Zahlung deiner Wohnungsmiete  (warm)  weniger als 404,- verbleiben, kannst du zum Sozialamt  gehen und den Betrag monatlich auf aktuell 404,- auffüllen lassen.

Das ist das Existenzminimum.


stern311 10.03.2017, 18:40

Unter 0800 1000 4 8090 erreichst du gebührenfrei die Auskunft und Beratung der dt. Rentenversicherung. Vllt. können die dir weiterhelfen.

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DerHans 10.03.2017, 20:11

Die Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr gilt selbstverständlich weiter.

Dafür ist es aber erforderlich, dass mehr als die Hälfte der versicherten Zeit mit PFLICHTVERSICHERTEN Zeiten belegt werden.

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turnmami 10.03.2017, 20:19
@DerHans

In welchem Paragrafen wäre denn diese Halbbelegung geregelt?????

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Bei deine Rentenbescheid müsste auch die höhe der Erwerbsminderungsrente stehen..

Wenn du zur Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung gehst

können die dir das ausrechnen.

Die Erwerbsminderungsrente muß man beantragen.

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