wie hoch ist die wahrscheinlichkeit das ich krebs bekomme?

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6 Antworten

Ich würde mich an Deiner Stelle beim Arzt mal gründlich durchchecken lassen, mit Blutwerten und evtl. einem Ultraschall der inneren Organe: einfach, um Dich zu beruhigen, und damit der Arzt Deine Angst versteht und mit Dir über sinnvolle Vorsorgemaßnahmen spricht. Und natürlich zu den normalen Vorsorgeuntersuchungen gehen. Ansonsten würde ich versuchen, mich nicht verrückt zu machen: Vielleicht bekommst Du in den nächsten 60 Jahren keinen Krebs, hast aber die ganze Zeit in Panik gelebt.

DNA-Test: Es gibt einen Gentest, der sucht aber nur nach einer ganz bestimmten Gen-Mutation, die zu sehr häufigem Brustkrebs führt (Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2). Er wird nur gemacht, wenn es in der Familie mehrere Frauen gibt, die jung an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt sind, oder einen Mann mit Brustkrebs. Nur etwa 5 Prozent aller Brustkrebserkrankungen gehen auf solche Mutationen zurück. Es ist also recht wahrscheinlich, dass es diese Mutation in Deiner Familie gar nicht gibt - und andere Mutationen, die so viel Krebs auslösen, sind nicht bekannt.

Nein, Krebs ist nicht genetisch bedingt in dem Sinne, dass eine bestimmte Tumorart definitiv weitervererbt wird. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass bestimmte Krebsarten, vor allem Prostata, Darm- und Brustkrebs vor allem auch familiär mitbestimmt werden. Nach heutiger Kenntnis beruhen etwa fünf bis zehn Prozent aller Krebserkrankungen auf einer erblichen Veranlagung, d.h. nicht der Krebs selbst, wohl aber die Veranlagung dazu kann vererbt werden. Allerdings wurde von Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in aktuellen Studien deutlich höhere genetische Einflüsse entdeckt. Zu der Studie heißt es:

"Bisher sind die Forscher davon ausgegangen, dass es familiäre Formen nur bei wenigen Tumorarten gibt. Der Epidemiologe Kari Hemminki hat das Gegenteil entdeckt. Der Experte hat anhand der schwedischen Familienregister festgestellt, dass bei fast allen Tumoren familiäre Erkrankungsformen vorhanden sind. Das bedeutet, dass in den betroffenen Familien sowohl für Nachkommen als auch für Geschwister von Betroffenen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht.

Bei 24 von 25 Tumorarten fand Hemminki familiäre Erkrankungsformen. Am häufigsten waren familiäre Tumore bei Prostatakrebs (rund 15 Prozent), gefolgt von Darmkrebs (10 Prozent) und Brustkrebs (8,5 Prozent). Am seltensten waren familiäre Krebserkrankungen bei Bindegewebs- (0,4 Prozent) und Hodentumoren (0,5 Prozent). "Betrachtet man den Grad der Erblichkeit, zeigen sich ebenfalls erhebliche Unterschiede von Krebsart zu Krebsart. Das höchste genetische Risiko wiesen Familien mit Hodenkrebs auf", berichtet Hemminki. Söhne von erkrankten Vätern hatten im Vergleich zu Söhnen aus Familien ohne Hodenkrebs ein vierfach erhöhtes Risiko, Brüder von Betroffenen sogar ein neunfach erhöhtes Risiko, selbst an einem Hodenkrebs zu erkranken.

Familiäre Erkrankungen kommen auch bei verbreiteten Krebsarten wie Prostata-, Nieren-, Haut-, Magen- und Lungenkrebs, Leukämien und endokrinen Tumoren vor, und zwar häufiger als bisher angenommen. Ein besonders hohes Erkrankungsrisiko beobachtete der Forscher in Familien mit mehr als zwei Erkrankungsfällen bei Verwandten ersten Grades bzw. niedrigem Erkrankungsalter. "Beides lässt auf eine durchschlagende genetische Disposition für die jeweilige Krebserkrankung schließen und sollte eventuell Anlass für eine genetische Beratung geben", meint Hemminki.

nachzulesen http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/krankheiten/Krebs/10_02_krebs_durch_vererbung.php, vom Jahre 2004

Fazit: Bei einzelnen Krebsarten wird ein bestimmtes Gen vererbt, das die Entstehung von Krebs begünstigt, aber nicht per se bewirkt; dh. auch wenn man dieses Gen vererbt bekommt, bedeutet dies nicht, dass man Krebs entwickelt, nur dass die Wahrscheinlichkeit höher ist im Vergleich zu einem Mitmenschen, der dieses Gen nicht besitzt, dass man einen Tumor ausbilden kann. Wie immer auch die tatsächliche Gewichtung des familiären Hintergrundes sein mag, Weitaus einflussreicher als genetische Veranlagung bleiben die Umstände des täglichen Lebens, d.h. die eigenen persönlichen Lebensumstände, Arbeit, Umgebung, Ernährung, Bewegung etc.

Die Chance ist erhöht, die Frage ist nur wann. Ich würde mich regelmäßig untersuchen lassen.

man kann das sogar über dna rausfinden lassen aber das kostet nicht grad wenig

krebs ist nicht vererbbar, er hat mit der ernährung und dem lebensstil zu tun...

Ich kenne nicht nur eine Person die Krebs hat und sich sehr wohl gesund ernährt haben und auch Sport getrieben haben. Und zudem Nichtraucher waren.

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In meiner Familie sind auch vielean Krebs gestoben.Ich werde auch an Krebs sterben,lass mich mal Überraschen welcher es sein wird.

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