Wie hoch ist die Ungefähre Strafe, wenn man jemanden um 500€ betrügen würde?

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7 Antworten

Das von Ihnen geschilderte Verhalten erfüllt den Tatbestand des Betruges gem. § 263 StGB. In Ihrem Fall würde eine Anklage / Verurteilung nach dem JGG (Jugendgerichtsgesetz) erfolgen. Dieses wird bei Jugendlichen in einem Alter von 14 bis einschließlich 17 Jahren angewandt, bis zu einem Alter von 14 Jahren sind Kinder / Jugendlich nicht strafmündig. Im Alter von 18 bis einschließlich 21 Jahren wird das JGG in Ausnahmefällen auch auf die Heranwachsenden angewandt. Spätestens ab 22 gelten jedoch die Vorschriften des Erwachsenenstrafrechts.

Unabhängig davon können aber auch Kinder oder Jugendliche unter 14 Jahren nach dem Zivilrecht zum Schadenersatz verpflichtet werden.

Im Jugendstrafrecht gibt es verschiedene Möglichkeiten ein Fehlverhalten zu „bestrafen“, neben der Verwarnung, gibt es auch Auflagen (§ 15 JGG), wie z.B. die Ableistung von Sozialstunden oder den Arrest (für einige Tage oder über ein Wochenende) bis hin zur Jugendstrafe.

In dem von Ihnen geschilderten Fall gehe ich davon aus, dass bei der Erstverurteilung eine Ableistung von Sozialstunden in Frage kommt. Um lediglich eine „Verwarnung“ (§ 14 JGG) zu erhalten, ist der Betrugsbetrag um den es hier geht, m.M.n. zu hoch.

Das Gericht würdigt allerdings auch umfassend die Begleitumstände, welche zu dem Fehlverhalten führten.

Neben der Ableistung einiger Sozialstunden wird der Täter hier zusätzlich den Schaden „wiedergutmachen“ müssen, dies kann ebenfalls im Urteil festgelegt werden (§ 15 JGG). In der Regel erfolgt dies bei Betrugsdelikten durch Rückzahlung des Betrages an den Geschädigten, ggf. in Raten.

Wir hoffen wir konnten Ihnen helfen.

Ihr ESCHERHILFT.de - Team

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Vermutlich ein paar dutzend Sozialstunden und natürlich muss das Geld zurückerstattet werden.

Kann man aber nur im Einzelfall genau sagen. Kommt darauf an, ob er alleine gehandelt hat oder als Teil einer Bande. Hatte er das von Anfang an geplant oder ist ihm der Gedanke, dass er das Teil ja zwei mal verkaufen könnte erst gekommen als er das Geld bekommen hatte? Hat der Jugendliche von sich aus schon vor der Verhandlung das Geld zurück gezahlt? War er voll umfänglich geständig?

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Kommentar von Mediachaos
28.01.2016, 09:55

Weitere Frage: Erstmalig oder Wiederholungstäter? Das kann einen wichtigen Unterschied in der Bewertung ausmachen.

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Geld zurückzahlen, zur Not abstottern, und Sozialstunden.
Strafmündigkeit besteht ab 14.

Achja: lebenslange Sperre nach dem Rausschmiss bei ebay.

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Neben der Wiedergutmachung (Schadenersatz) wird er vermutlich zu einer Geldstrafe bzw. zu Arbeitsstunden verurteilt. Ggf. wäre auch ein Freizeitarrest denkbar. Also: 500 € Schadenersatz + ev. weitere Kosten des Opfers (Anwalt, Mahnkosten usw.) + möglicher Strafe. 

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Planst du sowas? Wahrscheinlich würde dir die Strafe noch nicht einmal wehtun. Tus aber trotzdem nicht.

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Kommentar von njjjj
28.01.2016, 09:44

Keine Sorge, habe keine Geldnot ^^ 

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Ein 16jähriger bekommt bei 500,- Euro schaden Sozialstunden und muss die 500,- zurück zahlen.

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Geldstrafe oder Jugendarrest.
Wenn es vorsätzlich war kriegt man kine sozialstunden mehr.
Und dann nochmal weil er keine 18 Jahre alt war, für die Seite aber dennoch strafmündig!

Vllt müssten sogar deine Eltern den Schaden ersetzen

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Kommentar von Bluttod20
28.01.2016, 09:47

Sehr unwahrscheinlich, dass die Eltern es bezahlen müssen.

Geldstrafen sind im Jugendstrafrecht nicht vorgesehen.

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Kommentar von miboki
28.01.2016, 09:47

Unwahrscheinlich, dass man bei einem 16jährigen den Eltern in so einem Fall Verletzung der Aufsichtspflicht nachweist. Ab dem 6. Lebensjahr (im Straßenverkehr ab 10 Jahre) haften Kinder selber im Rahmen der geistigen Entwicklung. Ein normaler 16 Jähriger wird wissen, dass er mit seiner Handlung jemanden schädigen kann.

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