Wie hoch ist die Spekulationssteuer beim Kauf oder Verkauf einer Eigentumswohnung bzw. Haus?

3 Antworten

Es handelt sich hier um eine sprachliche Unschärfe. Der Veräußerungsgewinn beim Immobilienverkauf (vulgo "Spekulationssteuer" genannt) wird immer nach den allgemeinen Besteuerungsgrundlagen berechnet, ergo entscheidet letztlich der Steuersatz (respektive das zuvst. E.) des ESt-Pflichtigen. Einen fixen Satz gibt es hier eben nicht.

Hallo zusammen,

ich möchte nicht unbedingt ein neues Thema aufmachen. Dieses Thema geht in die gleiche Richtung.

Ich möchte mich auf diese Aussage aus einem Forum beziehen: Hinweis: Es fällt keine Steuer beim Hausverkauf oder beim Verkauf einer Wohnung an, wenn im Jahr des Verkaufs und den beiden vorangehenden Kalenderjahren die Immobilie zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde (§ 23 EStG). Dies gilt auch für angebrochene Kalenderjahre. Beispiel: Wird eine Immobilie im Dezember 2010 gekauft, in der Folge selbst bewohnt und im Januar 2012 wieder verkauft, so ist keine Spekulationssteuer zu zahlen. Die Regelung gilt auch für selbstgenutzte Ferienwohnungen oder Zweitwohnungen.

Ich habe folgendes Konstrukt:

Die Wohnung wurde 2008 von meinen Schwiegereltern gekauft, und wir sind eingezogen. Im Juni 2012 haben wir die Wohnung und den Kredit auf uns umschreiben lassen.

Wie verhält es sich dabei? Müssen wir einen eventuellen Gewinn beim Verkauf der Wohnung auch versteuern?

es gibt keine spekulationssteuer! Wenn du innerhalb der Spekulationsfrist liegst und die Immobilie mit Gewinn verkaufst mußt du den Gewinn zu deinem Steuersatz versteuern der sich aus deinen Gesamteinnahmen und Ausgaben ergibt

habe ich gerade gelesen, also gibt es sie: die Spekulationssteuer

Willkommen zum Thema Spekulationssteuer Spekulationssteuer auf Immobilien und Aktien 2012

SpekulationssteuerDie Spekulationssteuer ist im § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt: Die Spekulationssteuer besteuert Spekulationsgeschäfte. Spekulationsgeschäfte sind private Veräußerungsgeschäfte, bei denen der Ertrag und die Rückzahlung des Kapitals von vornherein ungewiss sind und bei denen Wirtschaftsgüter innerhalb bestimmter Fristen (Spekulationsfrist) veräußert werden. Außerdem gehören dazu auch alle Geschäfte, bei denen die Veräußerung früher erfolgt als der Erwerb (Termingeschäfte). Der Steuerpflichtige benötigt keine Spekulationsabsicht. Die fehlende Spekulationsabsicht führt trotzdem zur Spekulationssteuer. Zu den Spekulationsgeschäften gehört z. B. auch der Tausch von Fremdwährungsguthaben.

0
@NewHorizon

das spielt keine Rolle! Es verhält sich so wie ich geschrieben habe!

0
@NewHorizon

Schön, und wenn Du dir den Artikel mal richtig durchgelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass Spekulationsgewinne der Einkommensteuer unterliegen. Es gibt also keine besondere Spekulationssteuer, Spekulationsgewinne erhöhen dein Einkommen und darauf zahlst du dann Einkommensteuer. Wie hoch die ausfällt, ist wiederum vom gesamten zu versteuernden Einkommen abhängig.

0
@NewHorizon

Sehr schön. Und jetzt lesen wir uns mal den (korrekt) zitierten § 23 EStG durch, und stellen fest - was?

Genau. Im ganzen § 23 kommt der Begriff "Spekulationssteuer" überhaupt nicht vor. Und warum? Weil es sich bei (steuerpflichtigen) Gewinnen aus Immobilienverkäufen um Gewinne aus (Zitat:)

"Privaten Veräußerungsgeschäften"

(Zitat Ende) handelt. Und die wiederum fließen ganz gewöhnlich über die ESt-Erklärung in das zvE ein.

0

Eigentum vom Kind bewohnt, Spekulationssteuer bei Verkauf?

Hallo,

leider finde ich im Internet keine Informationen zu dieser Situation.

Angenommen, Eltern kaufen eine Wohnung damit ihr Kind dort ohne Mietzahlung ca 5 Jahre wohnen kann, möchten die Wohnung dann aber verkaufen wenn das Kind auszieht. Müssen die Eltern nun Spekulationssteuer bezahlen? Soweit ich informiert bin, muss man diese nicht bezahlen wenn man selbst im Eigentum gewohnt hat, muss die Steuer auch in diesem Fall nicht abgeführt werden?

Vielen Dank!

...zur Frage

Gewerblicher Verkauf von Immobilien

Ich habe für die Zukunft diverse Pläne, nur bei einem, habe ich noch nicht ganz die Klarheit. Also zu meiner Frage - Wenn ich als gewerblicher Immobilien Einkauf, diese dann innerhalb von paar Monaten wieder verkaufe, was kommt auf mich zu? Soweit ich weiß kommen beim Kauf schon mal Grunderwerbssteuer mit 3,5%, Notar, Grundbuch und Eintragung mit insgesamt 2% und beim Verkauf innerhalb 10 Jahre die Spekulationssteuer auf den Gewinn, also die Differenz vom Einkaufspreis und Verkaufspreis mit 50% und die Gewerbesteuer mit x%? Komme aus dem Stadtteil Nürnberg, daher die 3,5% Grunderwerbssteuer - je nach Ort 3,5-5%. Falls jemand dies schon länger betreibt, und mir eventuell paar Tipps geben kann, möchte bin ich auch per Mail erreichbar unter dennis.eberle@me.com. Über eine Aufstellung mit genauen Prozenten was wann wo weggeht, würde ich mich freuen.

...zur Frage

Muss Spekulationssteuer bei Auszahlung an Geschwister gezahlt werden?

Hallo, ich habe hier mal eine Frage, die sich in meinem Umfeld gerade stellt:

Angenommen, zwei Kinder erben durch Tod der Eltern eine Immobilie zu je 50%. Nun einigen sich die beiden, das einer dem anderen seinen Teil abkauft . Bei der Immobilie handelt es sich um einen Neubau, der noch keine 10 Jahre alt ist. Muss nun derjenige, der seinen Teil an seinen Bruder/Schwester verkauft, "Spekulationssteuer" auf die Einnahmen zahlen, die er durch den Verkauf seines Anteils erzielt? Oder kommt die Spekulationssteuer hier nicht zur Anwendung, da die Immobile nicht als gesamtes Objekt verkauft wird? Und wo kann man das eventuell in verständlicher Sprache für Nichtprofis nachlesen? ;)

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen? :) Vielen Dank!!

...zur Frage

Spekulationssteuer auch fällig, wenn neues Eigentum erworben wird?

Ein frohes neues Jahr allerseits!

Wir haben folgende - etwas verzwickte - Eigentumssituation: Im Jahr 2000 sind wir in ein Haus als Mieter eingezogen, das wir dann 2007 käuflich erworben haben. 2010 haben wir uns beruflich verändert und mussten wegziehen - haben aber unser Eigentum behalten und seitdem vermietet. 2010 sind wir an unserem neuen Lebensort widerum zuerst zur Miete eingezogen und haben dann 2013 auch dieses Haus gekauft. Nun - 2015 - steht möglicherweise wieder ein Umzug an und damit möglicherweise ein erneuter Erwerb eines Hauses.

Da wir aber nicht Vermieter von zwei Häusern sein möchten, kommt jetzt unser Problem... unser Lebensweg ist so verlaufen, dass wir lieber das Haus verkaufen möchten, das wir 2000-2010 bewohnt und seit 2007 gekauft bzw. seit 2010 vermietet haben.

Das jetzige Haus möchten wir gerne behalten und langfristig vermieten.

Da wir das Haus am ersten Ort ja bisher nur 8 Jahre besitzen (2007-2015), davon 5 Jahre nun vermieten, wird wahrscheinlich "Spekulationssteuer" fällig, die in unserem Fall wahrscheinlich richtig wehtun würde.

Daher die Frage: ist es möglich, die Kosten für den Hauskauf 2015 dem "Gewinn" aus dem Verkauf des anderen Hauses gegenüberzustellen?

Heißt: wenn wir aus dem Verkauf von A) einen Gewinn von 100.000,- € haben, müssten wir ja normalerweise 40% - also 40tsd Euro an Steuern abdrücken. Wenn wir aber nun C) zu einem Preis von ca. 350tsd erwerben... - fällt dann die Steuer auf die 100.000,- € weg, weil man ja letztlich 250tsd mehr ausgegeben als eingenommen hat (in 2015)?

Oder bleibt uns nichts anderes übrig, als B) zu verkaufen, also das Haus, in dem wir jetzt wohnen und das uns seit 2013 gehört, das wir eigentlich behalten und vermieten wollen?

Wirtschaftlich gesehen macht halt langfristig das Behalten von B) viel mehr Sinn als das Behalten von A). Wenn allerdings so viel "Spekulationssteuer" fällig wird, dann...

kann mir einer diese Frage beantworten?

(kurz gefasst: wie vermeide ich die Spekulationssteuer bei einem Haus, das ich noch keine 10 Jahre besitze?)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?