Wie hoch ist die Rente im Moment (in %)?

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Ted vom gutefrage-Support

5 Antworten

Hallo Drachenschmiede,

Sie schreiben:

Wie hoch ist die Rente im Moment (in %)?

Antwort:

Bitte beachten Sie:

(Da von 2005 bis 2040 jeder Rentenjahrgang (abhängig vom Jahr des Rentenzugangs) einen steigenden Anteil der Rente versteuern muss, ist die Berechnung des Nettoniveaus (nach Steuern) nicht mehr einheitlich möglich!)

Der Teufel steckt buchstäblich im Detail und jeder Einzelfall ist grundsätzlich anders!

Für Ihren speziellen Enzelfall fragen Sie bitte direkt bei Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt nach, Sie haben ein Recht auf Auskunft!

Einen groben Überblick können Sie aber den folgenden Zeilen entnehmen:

Sie schreiben leider nicht, welche Art von Rente Sie genau meinen!

Gehen wir davon aus, daß Sie die Regelaltersrente und damit das sogenannte Standardrentenniveau meinen!

Dann gilt, wie unter folgendem Link nachvollziehbar dargestellt, unter Vorbehalt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Standardrentenniveau

Auszug:

Nettorentenniveau

Das Nettorentenniveau setzt eine Standardrente abzüglich der darauf entfallenden Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) ins Verhältnis zum Durchschnittsverdienst desselben Jahres, gemindert um die durchschnittlichen Sozialabgaben und Steuern.

Mit dem Altersvermögensergänzungsgesetz wurde im Jahr 2005 mit der Umstellung auf die nachgelagerte Besteuerung bei der gesetzlichen Rentenversicherung begonnen. Daher wird das Nettorentenniveau seit 2005 nicht mehr verwendet. Stattdessen wird seitdem das Standardrentenniveau netto vor Steuern verwendet.

Nettorentenniveau vor Steuern

Seit 2005 wird nur noch das Nettorentenniveau vor Steuern ausgewiesen. 

Dieses setzt eine Standardrente abzüglich der darauf entfallenden Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) ins Verhältnis zum Durchschnittsverdienst desselben Jahres abzüglich der darauf entfallenden durchschnittlichen Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) einschließlich des durchschnittlichen Aufwands zur zusätzlichen Altersvorsorge. 

Die Steuern bleiben beim Nettorentenniveau vor Steuern außer Betracht. 

Da von 2005 bis 2040 jeder Rentenjahrgang (abhängig vom Jahr des Rentenzugangs) einen steigenden Anteil der Rente versteuern muss, ist die Berechnung des Nettoniveaus (nach Steuern) nicht mehr einheitlich möglich!

Rechenbeispiele

Im Folgenden werden die verschiedenen Rentenniveaus exemplarisch für Westdeutschland für das Jahr 2007 hergeleitet. 

Die Eckrente ergibt sich aus dem Produkt des Rentenwertes des jeweiligen Jahres (2012: 28,07 EUR), den 45 Entgeltpunkten, die sich aus der Einzahlung in die Rentenkasse bei durchschnittlichem Einkommen über 45 Jahre ergeben, dem Zugangsfaktor und dem Rentenartfaktor, die beide für die Eckrente 1 sind. 

Es ergibt sich also eine monatliche Bruttorente (=Eckrente) von 1.263,15 EUR oder als jährliche Eckrente sind es 15.157,80 EUR. 

Das Durchschnittsentgelt, also ein durchschnittliches Bruttojahreseinkommen, beträgt 31.500 EUR. 

Das Teilen der jährlichen Eckrente durch das Durchschnittsentgelt ergibt ein Brutto-Rentenniveau von 48 Prozent. (Westdeutschland 2007)

Netto vor Steuern, also nach Abzug der Sozialversicherungsabgaben, lag das Erwerbseinkommen 2007 bei 24.991 Euro, die Eckrente bei 12.788 Euro, das Rentenniveau „Netto vor Steuern“ lag also bei 51 Prozent. Netto nach Steuern, also nach Abzug der Sozialversicherungsabgaben und der Steuern, liegt das Rentenniveau noch höher, da die Steuern auf das höhere Einkommen verhältnismäßig höher sind als auf die niedrigeren Renten. 

Für 2004 wurden letztmals alle drei Rentenniveaus ausgewiesen. Das Rentenniveau lag Brutto bei 48,6 Prozent, Netto vor Steuern bei 53,0 Prozent und Netto nach Steuern bei 67,9 Prozent.

Das Standardrentenniveau hat sich seit der Einführung der dynamischen gesetzlichen Rente 1957 sehr unterschiedlich entwickelt. 

Seit den siebziger Jahren sinkt das Niveau „Netto vor Steuern“ kontinuierlich. 

Im Jahr 2002 lag das Bruttoniveau bei 48,3 Prozent, das Nettoniveau vor Steuern bei 52,9 Prozent. 

Das Standardrentenniveau liegt nach Schätzung der Deutsche Rentenversicherung Bund im Januar 2009 in den alten Bundesländern bei 46,4 Prozent (Bruttostandardrentenniveau) und bei 50,2 Prozent („Netto vor Steuern“).

Aufgrund verschiedener Reformen, insbesondere im Jahr 2001 das Altersvermögensergänzungsgesetz und im Jahr 2004 das RV-Nachhaltigkeitsgesetz, wird das Leistungsniveau der Gesetzlichen Rentenversicherung bis 2030 um rund 20 Prozent sinken. 

Das Mindestsicherungsniveau für das Rentenniveau Netto vor Steuern liegt bis zum Jahr 2020 bei 46 Prozent und bis zum Jahr 2030 bei 43 Prozent. 

Wenn in den Vorausberechnungen der Rentenversicherung dieses Mindestziel als gefährdet angesehen wird, muss der Gesetzgeber aktiv werden (§154 SGB VI). 

Aus diesem Grund wurde im Jahr 2006 beschlossen, dass die Regelaltersgrenze für eine Altersrente bis 2029 auf 67 Jahre angehoben werden soll. 

Aufgrund der im Allgemeinen um zwei Jahre verkürzten Auszahlungsdauer führt der Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenanpassungsformel zu einer etwas geringeren Rentenniveauminderung und damit vorerst nicht mehr zur Gefährdung des Mindestsicherungsziels.

Fazit:

Rechnung hin, Rechnung her, das tatsächliche Rentenniveau ist ein individuelles Rechenexempel und je nachdem, wie die Renten-Finanzmathematiker die Zahlen oberhalb und unterhalb des Bruchstrichs anpassen/verändern, werden sich die Auszahlungsbeträge verändern!

Eines ist dabei so sicher wie das Amen in der Kirche:

Die nächste Rentenreform steht längst in den Startlöchern und weder Frau Merkel noch der liebe Gott wissen derzeit, was  (nach "Jamaika oder was auch immer für eine Koalitionsregierung ausgetüftelt wird) 

am Ende der Rechnung rauskommen wird!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Die Rente wird nicht in Prozent ausgedrückt, sondern richtet sich nach Rentenpunkten, die nach der Dauer der Beitragszahlung und deren Höhe errechnet werden.

Schau auf deine jährliche Rentenmitteilung, aber sinnwertige Zahlen hast du da erst ab etwa 30-35 Jahren.

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