Wie hoch ist die Chance, dass ich Schizophrenie vererbt bekommen habe?

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5 Antworten

Weißt Du, es gibt da 2 verschiedene Lager. Oder Betrachtungsweisen.

Da ist erstens bei fast allem, was man ergoogelt, die medizinische Sicht der Dinge. Da ist die Dopaminthese, die These, dass es eine genetische Disposition gibt usw. Da wird jedes Symptom von aussen betrachtet unter medizinischen Gesichtspunkten.

Da gibt es aber auch die Stimme der Betroffenen. Die reden nicht von Symptomen, sondern davon, wie es ihnen geht, was sie empfinden und was sie für Probleme haben. Die sehen sich selbst nicht als genetisch dispositioniert an, sondern sagen "Mensch, mir gings echt Schei***. Ich hatte Probleme und bin nicht mehr klar gekommen."

So wird es Dir mit Deiner Depression auch gehen. Du hast doch nicht eine Depression, weil Dein Serotoninstoffwechsel aus der Bahn geraten ist, sondern weil Du Probleme hast unter denen Du leidest und möchtest nicht, dass Deine Freunde und Angehörigen denken "Die spinnt echt rum und soll sich nicht so anstellen."

Ich denke, das ist meine Meinung und Überzeugung, die sich darauf begründet, dass ich ein fühlender und mitfühlender Mensch bin, dass es immer wieder im Leben Krisen gibt, die einen hart treffen und aus der Bahn werfen können. Dinge auf die man überhaupt nicht vorbereitet war, auch wenn man zuvor im Leben schon vieles durchgestanden hat. Ich denke, das ist menschlich und zutiefst in uns verankert. Ansonsten wären wir alle total eiskalte Psychopathen.

Mach Dir weniger Sorgen darüber, was Du in Deinem Leben nicht schaffen könntest, oder ob Du "verrückt" werden könntest. Mach Deine Therapie (ich nehme mal an, dass Du in psychotherapeutischer Behandlung bist) und vertraue darauf, dass auch in Dir genauso wie in allen anderen Menschen die Kraft steckt, Dich zu entwickeln, nach Krisen zu wachsen und zu reifen und irgendwann eine sehr, sehr starke und immernoch sensible und mitfühlende Person zu werden.

Ich glaub an Dich!

Du hast "nur" eine 10%ige Wahrscheinlichkeit auch zu erkranken. Um das optimistisch auszudrücken : Mit 90%iger Wahrscheinlichkeit passiert nichts. Natürlich sollte man die Gene nicht provozieren, also keine Drogen, wenig Alkohol, stabiles soziales Umfeld und Stress weitgehend vermeiden. Ebenfalls auf Frühwarnzeichen achten, sollte es doch zu einem Ausbruch kommen wirkt frühe Behandlung Wunder. In dem Sinne solltest du das nicht zu eng sehen.

ob schizophrenie als krankheit ueberhaupt vererbbar ist, steht bis heute nicht ganz fest. man geht davon aus, dass eine generelle veranlagung erblich bedingt sein kann. heisst aber nicht, dass es zum ausbruch kommen muss.

du solltest in jedem fall die finger von drogen lassen und im falle von behandlung mit psychopharmaka (z.b. wegen depression) IMMER darauf hinweisen, dass deine mutter schizophren war/ist.

ich habe die gleiche disposition und bei mir liegt eine schizophrenie vor. ich bin allerdings medikamentoes gut eingestellt. moeglich, dass sich der ausbruch bei mir haette generell vermeiden lassen, allerdings war ich mir in deinem alter der risiken nicht bewusst.

mach dir nicht zu viele gedanken, leb gesund und achte auf dich.

Ich würde mal ca. 50% schätzen, weil ein Elternteil die Krankheit hat und eines (offenbar) nicht (bin aber kein Arzt, würde im Zweifelsfall einen fragen), allerdings ist die Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich doch geringer.... Allerdings tritt diese Krankheit auch nicht unbedingt auf, da sind ja mehrere Faktoren dafür verantwortlich, dass sie ausbricht.

Du leidest , wenn überhaupt >seit< und nicht >seid< , menschens Kinder .

Zu deiner Frage: Die Wahrscheinlichkeit durch Vererbung ist relativ gering .

Z.Bsp. Leidet ein Zwilling an Schizophrenie, trägt der andere ein Risiko von lediglich etwa 45 bis 75 Prozent, ebenfalls zu erkranken. Bei zweieiigen Zwillingen, die genetisch normalen Geschwistern entsprechen, liegt die Erkrankungswahrscheinlichkeit nur noch zwischen 4 und 15 Prozent.

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