Wie hoch ist die Armut in den USA?

3 Antworten

Ich denke die Armut in den USA liegt in etwa in dem Verhältnis zu uns, als wir Anfang der 2000er Jahre über 5 Mio. Arbeitslose hatten.

Mit Sicherheit ist die Armut in Washington, Los Angeles, New York, San Francisco, Dallas usw. vermutlich geringer als irgendwo in ländlichen Gegenden mit weniger Industrie und Großkonzernen.

Auch bei uns gilt Hessen als wirtschaftlich starkes Bundesland. Allerdings wird die Wirtschaftskraft überwiegend in Frankfurt a. M., Offenbach a. M., Darmstadt, Eschborn a. Ts., Hofheim a. Ts. und in Wiesbaden erarbeitet, weniger wohl in Fulda, Bad Hersfeld, Alsfeld, Marburg, Limburg, Kassel - sprich Nordhessen.

So wie wir Regionen, wie z. B. in den Ost-Bundesländern, haben, in denen die junge Leute fehlen und die eher überaltern, findest du diese Regionen in den Bundesstaaten dort ebenfalls.

Das alles musst du jetzt im Verhältnis auf die Fläche und die Bevölkerung sehen. Wenn ich es richtig weiß, hat Deutschland 83 Mio. Einwohner und die USA ca. viermal mehr, also rund 321 Mio. Würdest du die Fläche Deutschlands mal vier nehmen und dann gucken, dass diese Fläche dann wohl immer noch kleiner als die USA ist, siehst du das Problem.

Bei uns liegen ländliche Regionen oftmals nur wenige Kilometer zu einer Großstadt oder starken Wirtschaftsregion. In den USA können dies vermutlich auch mal 200 - 400 km sein.

Aber auch wir haben halt "tote Regionen" wie z. B. Gladbeck in NRW mit einer Arbeitslosenquote von 11,4 %. Das Selbe gilt für Gelsenkirchen, Essen, Duisburg, Bochum usw. Oder schau nach Berlin-Neukölln!

Hinzu kommt, dass viele Teile Amerikas auch sehr ungebildet sind. Viele Amerikaner glauben ja noch immer, dass hier in Deutschland Krieg ist und Hitler regiert. Die Eltern eines Bekannten waren vor sechs Jahren in den Staaten und wurden im Restaurant tatsächlich gefragt, ob sie sich mal vom Krieg in Deutschland und von Hitler erholen wollten?

Wie tief das Bildungsniveau der Amerikaner oftmals ist, wird am amtierenden Präsidenten Donald Trump deutlich, bei dem Belgien halt eine schöne Stadt ist und kein Land. Hier und da verwechselt er auch die Länder. Da wird halt auch mal Syrien mit dem Irak verwechselt.

Teilweise sind die USA auch in der Zeit stehen geblieben. Schau dir den Naturschutz oder die Klimaerwärmung an, die selbst von Trump geleugnet wird, obwohl in den USA eine Naturkatastrophe nach der anderen tobt und ganze Landstriche verwüstet werden.

Unverständlich ist für mich, dass die USA im Bereich der Computertechnik so weit die Nase vorne haben, aber bis heute immer noch kein vernünftiges Ausbildungssystem haben, so wie wir mit unserem dualen Ausbildungssystem.

Darum schaute sich ja Ivanka Trump mit Angela Merkel die Ausbildung bei SIEMENS an, als sie zum 'Frauenkongress' in Deutschland war. Vielleicht gelingt es Ivanka Trump ja, ihren dämlichen Vater das duale Ausbildungssystem für die USA nahe zu bringen.

Ferner wundert mich, dass in den USA immer noch Holzhäuser gebaut werden, obwohl sie dann bei jedem kleinen Orkan davon fliegen. Warum baut man dort keine massiven Häuser wie in Deutschland? Warum gibt es in ganz vielen Städten und Dörfern noch Hochspannungsleitungen? Wieso sind die USA nicht in der Lage, die Stromleitungen unterirdisch zu verlegen?

Wie gesagt. Einerseits kommt die ganze Internet- und Computer-Innovation aus den USA, aber an solch kleinen Dingen scheitern sie. Das ist für mich unverständlich, erklärt aber für mich die Probleme der USA und die vielleicht viel zu hohe Armut!

Interessant wäre auch mal hierzu die Meinung von jemandem zu lesen, der vielleicht mal einige Zeit in den USA lebte oder schon öfter in den Staaten war. Vielleicht liege ich ja auch mit dem einen oder anderen Eindruck völlig falsch!

Also sind die meisten leider arm?

0
@Kritiker124

@ Kritiker124

Ob die "meisten" US-Bürger, also mehr als 50 %, nun arm sind will ich so nicht behaupten.

Gerade heute hörte ich, dass jeder 5. bei uns in NRW an der Armutsgrenze lebt oder als arm gilt.

Vielleicht ist dies ja in den USA auch so. Dass 20 % evtl. arm sind, 5 % noch von der Armut entfernt sind, 30 % Mittelschicht sind, die aufgrund von zwei oder drei Jobs noch ein gutes Auskommen haben, 20 % zur gehobenen Mittelschicht gehören......bis dann halt hin zum Reichtum mit Steigerungen.

Wie geschrieben, es ist schwieirig. Nimm das Gefälle zwischen Bayern und NRW, aber vergleiche dann innerhalb Bayern wiederum München mit Nürnberg und Augsburg. Bayern schneidet zwar im Vergleich zu NRW oder auch Bremen hervorragend ab, aber dennoch gibt es dieses Gefälle auch innerhalb Bayerns.

Du wirst ja mitbekommen haben, dass z. B. Nürnberg die letzten 15 Jahre herbe Arbeitsplatzverluste durch die Insolvenzen von TA (Triumph-Adler) und Quelle sowie die Verlagerung von Grundig ins Ausland erlitten hat. Das gesamte bayerische Ergebnis wird aber dann halt durch Firmen wie Siemens, BMW, Audi usw. ausgeglichen.

Selbst innerhalb der Städte findest du diese Gefälle. Gehe nach Frankfurt am Main und vergleiche das Frankfurter Westend in der City mit dem Westen von Frankfurt (Hoechst, Nied, Sossenheim, Sindlingen). Stehst du im Frankfurter Westend ist Deutschland reich. Wechselst du aber in den Westen von Frankfurt würdest du behaupten, dass Deutschland arm ist.

2

Unverständlich ist für mich, dass die USA im Bereich der Computertechnik so weit die Nase vorne haben, aber bis heute immer noch kein vernünftiges Ausbildungssystem haben, so wie wir mit unserem dualen Ausbildungssystem.

Beachte hierbei, daß ein so stark integriertes duales Ausbildungssystem international kaum genutzt wird. Insofern ist das kein starkes Argument.

Die totale Dominanz der USA in Sachen Computern läßt sich letztlich durch die höhere unternehmerische Beweglichkeit sowie die starke Forschungssubvention, v.a. durch NASA und das Militär erklären.

0

Wie hoch die Armut in den USA ist, kann ich nicht sagen.  Dafür müsste man auch erst definieren, was als Armut gibt. Irgendwo las ich mal, dass die meisten als Arme angesehenen Personen in den USA ein Mikrowellengerät, Waschmaschine, Wäschetrockner und natürlich ein Auto besitzen.

Ich rate jedoch stets allen Leuten, die vom wunderbaren Leben in den USA träumen, sich mal gründlich in einer Stadt in den USA zu verfahren und sich dann die Bretterbuden-Siedlungen anzusehen, in denen Menschen "hausen", die trotz mehrerer Arbeitsplätze nicht genug für eine bessere Unterkunft verdienen. Wer in einer Mobile Home Parzelle wohnt, lebt mindestens 3 Stufen darüber.

Sind dort viele arm trotz Job?

0
@Kritiker124

Ja, wer keinen richtigen Schulabschluss hat, meist noch dazu Drogen- oder Alkohol Probleme, bleibt auf gering bezahlte Hilfsarbeiter-Jobs beschränkt. Solchen Menschen geht es hier ähnlich, können sich aber darauf verlassen, dass die von der Allgemeinheit gezahlten Steuern in Form von z.B. Hartz 4 für ihr menschenwürdiges  Leben aufkommen.

0
@macqueline

Die meisten haben aber einen normalen Highschool Schulabschluss, viele studieren auch. SInd dann aber hoch verschuldet und finden keinen Job.

0
@Kritiker124

Wer einen guten Highschool-Abschluss hat und einen vernünftigen Studiengang (nicht gerade so etwas wie Kunstgeschichte) absolviert hat, findet auch einen entsprechenden Job und kann dann das Studiendarlehen zurückzahlen. 

0
@macqueline

Und wer nur einen Highschool abschluss hat? Man muss ja nicht für jeden Beruf studieren.

0
@Kritiker124

Wer arbeiten will und flexibel ist, findet einen Job. Vielleicht nicht auf Anhieb das, was glücklich macht, aber ich zum Beispiel habe nie das Glück im Job gesucht, sondern ein auskömmliches Einkommen. Glücklich bin ich im Privatleben.

In den USA - ohne ein duales Ausbildungssystem wie hier - muss man für fast alle Berufe studieren oder eine kostenpflichtige Schule besuchen, so z.B. um Krankenpfleger oder Friseur zu werden. Eine richtige Ausbildung wie hier gibt es nicht, höchstens Anlernen on-the-job in wenigen Stunden. 

0
@macqueline

Also hat man ohne Studium dort keine Chance auf einen anständig bezahlten Beruf?

0
@Kritiker124

Dss kann man so nicht sagen. Wenn jemand die entsprechende Begabung hat und sich z. B. das Klempnern oder Schreinern selbst beibringt und dann keine Angst vor dem Arbeiten hat, kommt er gut über die Runden. 

0
@Kritiker124

Wie ich weiter oben schon schrieb, ein System der Ausbildung wie hier  - Instruktion und Arbeit in einem Betrieb abwechselnd mit Unterricht in einer Berufsschule - existiert in den USA nicht, übrigens auch nicht in GB.

0
@Kritiker124

Wer etwas gut kann und dieses Können dann gut verkaufen kann, kommt gut über die Runden.  

In den USA benötigt man Eigeninitiative und Durchsetzungsvermögen, Eigenschaften, die viele junge Leute hier offenbar nicht mitbringen. 

0
@Kritiker124

Eigeniniative und Durchsetzungsvermögen lernt man nicht in einer Ausbildung, das sind Charaktereigenschaften, die in der Erziehung unterstützt werden.

Wie alt bist du?

0
@macqueline

Ja trotzdem braucht man bei bestimmten Berufen Grundwissen die man nur in einer Ausbildung erwerben kann.

0
@Kritiker124

Deshalb haben wir ja das duale System der Ausbildung. 

In früheren Zeiten haben die Kinder von klein auf die Eltern bei der Arbeit beobachtet und auch unterstützt, sie haben also den Beruf der Eltern praktisch geerbt.

0

Arm gibt es nicht. Du bist nur Arm wenn du keine Finanzielle Intelligenz  hast. 

Doch natürlich gibt es Armut.

0

Finanzielle Intelligenz, super das ist wie Fakenews oder "postfaktisch".

0

Deine Definition widerspricht sich selbst.

0

Was möchtest Du wissen?