Wie hoch ist die Abfindung bei Kündigung durch Arbeitgeber?

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15 Antworten

Die Höhe einer Abfindung ist meist eine Verhandlungssache. Es kommt darauf an, ob der Betrieb tariflich gebunden ist. Ein Sozialplan erstellt wurde in dem die Abfindung geregelt ist., oder, oder ... Die Firma an einen anderen Eigentümer übergeht und deshalb das Arbeitsverhältnis gekündigt wird. Die Faustregel, pro Jahr einen Monatslohn als Abfindung, ist keinesfalls verbindlich. Das ist, wie schon vorherige Forumsteilnehmer zum Ausdruck gebracht haben, von Betrieb zu Betrieb verschieden. Das kann von hohen Beträgen bis zu null an Abfindung gehen.. Bei mir war es so, dass meine Firma während der Altersteilzeit die noch nicht abgelaufen war, in einen anderen Eigentümer überging. 30 Jahre Betriebszugehörgkeit. Wurde bis zur Vollendung der Altersteilzeit weiterbeschäftigt und erhielt, wegen des Eigentümerwechsels eine Abfindung. In meinem Falle waren es 30 Monatsgehälter als Abfindung.

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Es sind genau 1/2 Monatslohn pro Beschäftigungsjahr bei der selben Firma. Sollte irgendwann man eine Geschäftsübernahme stattgefunden haben, werden auch diese Jahre dazugezählt. So passiert meiner Freundin im vergangenen Jahr. Sie bekam sogar eine wesentlich Höhere Summe, da sie darauf hinwies, dass ihr bei Verlust des Arbeitsplatzes großer finanzieller Schaden enstehen würde. Dann empfiehlt es sich zu sagen, dass man auf jeden Fall weiterarbeiten möchte. Der AG wollte sie aber unter allen Umständen loswerden und so erhielt sie sogar eine sofortige Freistellung bis zum Ende der Kündigungszeit bei vollem Lohnausgleich + die Abfindung. Es erfordert in jedem Fall Verhandlungsgeschick. Also am besten nen Fachanwalt nehmen. Die Abfindung wirkt sich ubrigens auch nicht auf die Höhe des Alo.Geldes aus!

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Seit einigen Jahren ist das gesetzlich (Kündigungsschutzgesetz § 10) (auf Betreiben der CDU-nahen ARBEITGEBER-Verbände) geregelt, die Abfindung beträgt ein halber Monatslohn pro vollendetem Jahr Betriebszugehörigkeit , maximal 12 Montalsöhne, wenn du unter 50 bist, danach staffelt sich das auf bis zu 18 Montagsgehälter beim erreichten 58. Lebensjahr.

Das wird wenig nutzen: Die Abfindung wird sehr wohl auf eine mögliche Arbeitslosenunterstützung angerechnet. Ebenso ist nix, aber auch gar nichts davon (seit 2006) mehr steuerfrei! Als Einmalzahlung wird die Abfindung mit über 50 % versteuert.

Fazit: Über eine Abfindung werden sich also Arbeitsagentur und Finanzamt freuen, nicht aber du selbst.

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Eine Abfindung ist kein MUSS !!!! Sie wird meistens gezahlt wenn der Arbeitnehmer mit einer Kündigungsschutzklage droht, die natürlich auch begründet sein muss, dann einigt mann sich meist mit einer Abfindung !!

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Deine Mutmaßungen sind richtig. Allerdings ist es nur ein Anhaltspunkt. Kommt darauf an ob es im Einzelfall vor Gericht zu einer Abfindungsregelung kommt oder ob es um eine Betriebsänderung geht. Dort wird die Abfindung in einem Interessenausgleich/ Sozialplan geregelt.

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Wenn Du mal die Zeitungsberichte über die Millionen Abfindungen von Managern gelesen hast, dann wirst Du verstehen warum auch bei den Gerichten mit zweierlei Maß gemessen wird. "Es gibt kein generelles Recht auf Abfindung, wenn der AG kündigt." Dies ist häufig ein Argument, was aber den Arbeitgeber hilflos macht, wenn ein Arbeitnehmer einen Kündigungsschutzprozess gewinnt. Man kann die Höhe der Abfindung aushandeln, je älter ein Arbeitnehmer ist, umso höher kann die Abfindung sein, weil eine anschließende Berufstätigkeit im höheren Alter fraglich ist. Möglich ist ein volles Monatsgehalt bis zur Rente, oder mehr. Was hätte der Arbeitnehmer verdient, wenn er bis zur Rente bleibt, sollte ein Anwalt immer in der Gerichtsverhandlung fragen. Weil billiger machen ist keine anwaltliche Leistung, sondern Parteiverrat. Ich habe schon von Abfindungen ganz normaler Angestellten in Höhe von 7000,- Euro pro Beschäftigungsjahr gelesen, die 3900,- Euro brutto verdient hatten. Wenn man den Anwalt gestattet die Abfindung auszuhandeln, dann wird man den Anwalt auch diesen Abfindungsvergleich bezahlen. Ich rate einem Kläger in der Verhandlungspause vor dem Arbeitsgericht allein mit dem Arbeitgeber zu verhandeln. Der Anwalt kann ja im Gerichtssaal warten. ;-)

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Die Höhe der Abfindung wird in vielen Fällen tarifvertraglich geregelt. Meistens wurde da ein Monatslohn pro Jahr Betriebszugehörigkeit veranschlagt. aber es gibt durchaus Abweichungen, je nach Branche oder Firma und in Abhängigkeit davon, ob die Firma tarifgebunden ist oder nicht. Im Management ist es durchaus üblich, seine Konditionen, inkl. der Abfindung frei zu verhandeln.

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Hmmm, zuerst sollte man sich mal die Frage stellen aus welchen Gründen diese Kündigung bewirkt wurde, erst dann lohnt sich eine Diskussion über eine mögliche Abfindung. Wenn der AG den MA verhaltensbedingt gekündigt hat, dann muss man sich nicht mehr über eine Abfindung unterhalten. Übrigens bedeutet eine AG seitige Kündigung nicht immer gleich das man Anspruch auf eine Abfindung hat, díeses Denken ist ein merkwürdiger Stil!

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Kommentar von user2492
13.07.2011, 16:54

Nur weil der Grund einer Kündigung von dem Arbeitsgericht noch nicht bewertet wurde, der die Kündigung wirksam werden läßt,

kann es gut sein das dieser "Schwebezustand" in der Güteverhandlung und in den weiteren Verhandlungen jedesmal dem Richter erlaubt darauf hinzuweisen, dass die Kündigungsschutzklagen auch von dem Arbeitgeber verloren werden kann.

Tatsächlich werden vor den Gericht mindestens 3 Mal häufiger Abfindungen herausgeschlagen, als es der Arbeitgeber vor der Kündigung freiwillig anbietet.

Interessant wäre es zu wissen, ob Arbeitnehmer mehr Kündigungsschutzklagen gewinnen oder verlieren. Gibt es Veröffendlichungen der Quoten für bestimmte Arbeitsrichter?

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Eine Abfindung gibt es nur bei mehrjähriger Betriebszugehörigkeit, wenn das im Tarifvertrag vereinbart wurde.

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Kommentar von DerIng
13.07.2011, 12:19

Diese muss nicht im TV vereinbart sein. Eine Abfindung kann auch vor Gericht verhandelt werden. Siehe auch oben, ArcAngel

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Ist eine Frage der Vereinbarungen. Das Arbeitsgericht hält sich wohl mindestens an die Vorgaben des Kündigungsschutzgesetzes bei Kündigungsschutzklage, aber ansonsten gibts keine konkreten Vorgaben.

http://www.buzer.de/gesetz/5503/index.htm §§ 9 und 10.

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Kommentar von Ernsterwin
13.07.2011, 06:49

Richtig, nur gilt das Kündigungsschutzgesetz streng genommen nur für Betriebe ab 10 Mitarbeiter. In kleineren Betrieben gibt es keinen Kündigungsschutz, damit auch nicht die gesetzliche Regel, unter bestimmten Bedingungen eine Abfindung zu zahlen. In der freien Verhandlung ist unter Umständen eine ganz andere Lösug möglich. Siehe z. B. die Beispiele unter http://www.abfindunginfo.de/berechnung.htm.

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Und noch einmal, weil es so schön war:

Es gibt kein generelles Recht auf Abfindung, wenn der AG kündigt.

Der AG kann, wenn er das für angebracht hält unter den Bedingungen, eine Abfindung zahlen und deren Höhe dann auch frei festlegen.

Ausserdem kann das Arbeitsgericht in einem Kündigungsschutzprozess eine Abfindung festlegen, falls es die Kündigung nicht für ganz koscher hält und dabei legt es als Richtwert meist 1/2 Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit zugrunde.

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Kommentar von user2492
13.07.2011, 16:33

Die Höhe der Abfindung ist verhandelbar, der Arbeitgeber kann gar nicht einseitig festlegen wie hoch die Abfindung sein soll.

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Erstmal kommt es auf den Kündigungsgrund an.

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das kommt darauf an weswegen gekündigt wird.

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Die Abfindung ist von Betrieb zu Betrieb verschieden.Aber weisst Du auch,das eine Abfindung abgerechnet wird mit Hartz4.

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Kommentar von Indy72
12.07.2011, 22:17

Kaum jemand bekommt ne Abfindung und kriegt kein ALG1, bevor er beim ALG2 ankommt.

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Kommentar von user2492
13.07.2011, 16:37

Man muß wissen, wie man vor Zahlung von Hartz IV sein Geld anlegt, damit die Abfindung geschont wird.

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fristlose kündigung, keine abfindung...

ansonsten, siehe tarifvertrag

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