Wie hoch ist der Pflichtteil eines vererbten nicht bezahlten Hauses?

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Oder bleibt die Zweitfrau nun alleine auf den Schulden sitzen? So dass die Kinder jeweils 12,5 % von 250.000 Euro bekämen?

Richtig. Im Ergebnis berechnet sich der Pflichtteilsanspruchnach der gesetzl. erbberechtigten Kinder des Erblassers an der hälftigen Erbqoute  in Geld, wie er von dem Reinnachlass, also der Differenz von Vermögen ./. Verbindlichkeiten einschl. Beststattungskosten mit Stichtag Sterbetag des Erblassers verbliebe, § 2303 I BGB.

Bezogen auf die Immobilie erbte die Witwe allein einen Nachlassgegenstand mit einem Verkehrswert von 250.000 EUR, an dem ihre Stiefkinder ein gesetzl.  Miteigentumsrecht mit Wert von je 62.500 EUR hatten (und als Erben auch an den Verbindlichkeiten als Lasten herengezogen werden durften). Sie wurden sie aber enterbt und von jeglicher Haftung des Nachlasses ja befreit. Gleichwohl: Die Hälfte ihres Erbrechts steht jedem Kind auf Forderung hin zu, als Mindestanspruch in Geld.

Ob die Alleinerbin das Haus halten kann, meint, die offenen Hypotheken, eine weitere Geldaufnahme und laufenden Lasten bedienen kann oder sich zu einem Verkauf entscheidet, bestimmt sie. Oder die Bank :-(

Könnten die Kinder, bzw. ihr Vormund Ex-Frau E auch sagen, sie würden das Haus für 300.000 Euro verkaufen und würden davon entsprechend den Pflichtteil haben?

Ja: Auch wenn die Erlöserwartung unrealistisch wäre, im Prinzip stimmt es: Die Kinder können - vertreten durch die vermögenssorgeberechtigte Mutter - Teilungsversteigerung betreiben, also eine Zwangversteiegerung herbeiführen, um ihren Anspruch erfüllt zu bekommen.

G imager761

40000 bleiben, davon geht die Hälfte an die Erbin direkt, von den restlichen 20000 bekommt jedes Kind 12,5 %  theoretisch. Wenn nämlich kein Barvermögen vorhanden ist, gehen Kosten für Beerdigung usw. noch vorher weg.

Dürfen die Beerdigungskosten meines verstorbenen Vaters von meinem Pflichtteil abgezogen werden?

Ende Oktober verstarb mein Vater. Durch das Testament erfuhr ich erst das ich "enterbt" wurde und die Freundin meines Vaters Alleinerbin ist. Seine Freundin hat das Beerdigungsinstitut beauftragt und die Kosten übernommen.

Ich kannte die Freundin bis zu seinem Tod nicht, sah sie zum ersten Mal 2 Tage vor seinem Tod im Krankenhaus. Nachdem er gestorben war hatte ich dann die Möglichkeit sie kennenzulernen. Wir sprachen über seinen Nachlass dabei kam heraus das er eine große Münzsammlung besaß und ein PKW im Wert von ca. 4.200 Euro...

Ich habe ein paar Tage später mit meiner Mutter wenige Möbel und Bilderalben aus seiner Wohnung holen dürfen (die schon vorbereitet waren in Kartons die halbe Wohnung war zu dem Zeitpunkt schon ausgeräumt) an diesem Tag verlangte die Freundin dann dass ich schriftlich auf meinen Pflichtteil verzichten soll.. Da ich wusste das soetwas (ohne Notar) nicht rechtens ist unterschrieb ich das Dokument weil sie mich erpresste ich dürfte sonst nicht die Bilderalben und Möbel mitnehmen...

So fing das alles an, davor dachte ich sie sei eine nette Frau...

Habe jetzt vor 2 Wochen ein Schreiben an sie abgeschickt indem ich Sie auffordere alles schriftlich zu belegen da mir gesetzlich 50% zusteht.

Nun kam ein Schreiben zurück was besagt das es nie eine Münzsammlung gab... hust Ich den gesammten beweglichen Besitz abgeholt hätte (was einfach die Größte Lüge ist) Da hab ich aber Zeugen die das Gegenteil bestätigen können !

Das Schreiben sagt auch das die Beerdigungskosten 4.935,10 Euro betragen haben und dass das Vermögen des Erblassers hierfür nicht ausgereicht hätte...

Zudem musste die Freundin angeblich noch die Wohnung (im Wert von 1000 Euro) räumen lassen . Die Wohnung war in ihrem Besitz in der mein Vater bis zu seinem Tod gewohnt hat...

Meine Frage:

Kann sie die Kosten so vom Erbnachlass abziehen? Oder bezahlt sie als Auftraggeber und es hat garnichts mit dem Nachlass zu tun?

Muss ich also diesen Vermögenswert auf meinen Pflichtteilanspruch in Anrechnung bringen? Im Schreiben macht sie mich auchnoch darauf aufmerksam, sollte ich weiter behaupten Inhaber einers weitergehenden Pflichtteilanspruches zu sein wird sie eine negative Feststellungsklage gegen mich einreichen.

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Wer zahlt Nachlassverbindlichkeiten?

Es gibt einen Erben, nämlich der Ehemann und einen Pflichteilsberechtigten, Sohn aus erster Ehe. Die Verstorbene war Rentnerin und hatte mit ihrem Mann ein Haus, jedem gehörte die Hälfte. Der Sohn will nun seinen Pflichtteil vom Haus ausbezahlt haben. Auf dem Haus ist jedoch noch ein Darlehen, so dass der Pflichtteil aus dem Haus kein Wert hat. Der Ehemann hat das Gutachten für die Wertermittlung bezahlt und auch die Beerdigungskosten der Verstorbenen. Nun gibt es keine Erbmasse, aber Verbindlichkeiten. Gäbe es etwas zu erben, dann würde die Verbindlichkeiten hieraus bedient. Wie kommt aber nun der Ehemann an seinen Teil der bezahlten Kosten? Der Sohn ist momentan arbeitslos.  

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Bis wann kann ich ein Testament anfechten wenn ich Pflichtteilberechtigt bin?

Ich bin Pflichteilberechtigt und darüber überrascht. Mein verstorbener Vater hat mir mündlich alles zugesagt, aber vergessen, dass er vor 20 Jahren das Testament geändert und mich enterbt hat. Ich habe auch die Bestattungskosten bezahlt, in der Voraussicht, dass ich ja etwas erben würde. Nun erbe ich nur die Hälfte und würde gerne die Bestattungskosten von den Erben zurück erhalten (laut BGB geht das). Aber bis wann kann ich das Testament anfechten? Mein Vater war psychisch krank. Das geht deutlich aus einem medizinischen bericht hervor, der 3 wochen bevor er das Testament geändert hat geschrieben wurde. Bei der testaments-änderung wurde geschrieben, er sei voll zurechnungsfähig.

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Wenn ich beim Nachlassgericht das Testament anerkenne (muss man das unterschreiben im Amt?) kann ich dann noch nachhher doch Pflichtteil einfordern? Weiss ja noch nicht wie hoch er wäre...(wo erfahrt man das dann)

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Ist die Pflichtteil-Berechnung doch so schwierig?

Hallo :)

Ich möchte ein Anliegen schildern, da es - trotz Recherchen - nicht eindeutig für mich ist und ich der Meinung bin, dass das Ergebnis durch andere schlicht falsch ist.

Nehmen wir mal an, der Erblasser hinterlässt ein errechnetes Gesamtvermögen (nennt man wohl dann Erbmasse, wenn ich das richtig verstanden habe) in Höhe von 100.000 EUR (der Einfachkeit halber nehmen wir einfach diese Summe). Er lebt von der Ehefrau zwar getrennt, aber ist nicht geschieden. Keiner der Parteien hatte auch jemals einen Antrag auf Scheidung gestellt. Der Erblasser hat meinetwegen 6 Kinder. Von den 6 Kindern sollen 3 einen Pflichtteil erhalten, die anderen 3 sind die Haupterben.

Somit ergäbe sich für mich folgende Interpretation:

100.000 geteilt durch 2 = 50.000 geteilt durch 1/24 (1/4 bei 6 Kindern) = 2.083,33 EUR Pflichtteil für jedes der pflichtteilsberechtigten Kinder.

Die Ehefrau würde in diesem Falle NICHT gesetzlicher Erbe werden, da ihr "Erbe" durch das Testament des Ehemannes auf den kleinen Pflichtteil beschränkt wurde. Nach meiner Interpretation müsste diese noch Anspruch auf den Zugewinnausgleich (50%) haben, so dass sich die Erbmasse halbiert. Somit käme man auf o. g. 2.083,33 EUR, da sich die Erbmasse um 50% reduziert hat.

Ist meine Ansicht so korrekt?

Ich dachte, das wäre alles viel einfacher... :(

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Folger Sachverhalt bereitet mir gerade Probleme:

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Wenn ich nun als Bürge im Dahrlehensvertrag stehe, meine Schwiegereltern beide versterben sollten, was passiert dann mit dem Dahrlehen?

Beim Haus ist die Sachlage für mich recht gut nach zu vollziehen: Meine Frau erbt 75%, mein Schwager (aufgrund des Pflichtteils) 25% des Hauses.

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Mir ist klar, dass diese Sachlage noch weitere Probleme und Fragestellungen mit sich bringt. Diese werden aber soweit überschaut, es geht also ausschließlich konkret um die hier gestellte Frage.

Viele Dank für jeden Hinweis!

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