Wie hoch ist der Gewinn der Transfusions-Gesellschaften für das Blut was man ihnen gespendet hat?

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4 Antworten

Mit Blutprodukten werden nicht nur Menschenlebengerettet, sondern auch Geschäfte gemacht, wie Anfang der Woche auf der Jahrestagung derAkademie für Ethik in der Medizin in Mannheim diskutiert wurde.

Das pharmazeutische Unternehmen Haema aus Leipzig zum Beispiel möchte in diesem Jahr mindestens 600.000 Blutspenden sammeln und einen Umsatz von 60 Millionen Euro erzielen,heißt es in einer Pressemitteilung.

Trotz der möglichen Gewinne mit Blutkonserven gehen die Blutspendermeist leer aus. Haema zahlt 15 Euro pro Spende.

(Vollständiger Artikel aus der Süddeutschen: http://www.stkb.de/pdf/SZ06102006VomGefuehlzumKalkuel.pdf)

Blut ist ein ganz besonderer Saft - und deshalb teuer im Verkauf und billig in der Beschaffung, weil es immernoch Menschen gibt, die glauben mit ihrer ehrenamtlichen Blutspende einen wichtigen Beitrag zu leisten. Zweifellos ist Blut durch nichts zu ersetzen und rettet Leben, daher ist der Glaube der vielen Ehrenamtlichen ein ganz ehrlicher. Nur die Sammelnden sehen den Gewinn, warum sonst ist z.B. der DRK-Blutspendedienst eine GmbH und keine gGmbH (gemeinnützige GmbH ähnlich einem e.V.). Weil man mit einer GmbH Gewinne erzielen will. Also erzeugt die kostenlose Spendenannahme von Blut, die kostenerzeugende Bearbeitung (Untersuchung, Reinigung usw.) und der ertragbringende Verkauf einen Gewinn. Aber man ist auch gern bereit Blut zu kaufen, fragen sie mal Studenten, die regelmäßig Blut abgeben um Ihrer Kasse aufzubessern. Selbst da muss wohl noch Gewinn zu machen sein, sonst würde man es ja nicht kaufen. Nur das der Gewinn geringer ausfällt als beim Spenden.

Der DRK-Blutspendedienst ist eine gGmbH! Siehe Homepage: http://www.blutspende.de/impressum/impressum.php

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Das Deutsche Rote Kreuz verkauft ihre Blutkonserven, für eine Portion Blutkörperchenkonzentrat erhalten sie ca. 79.- Euro, allerdings sei das ohne Gewinn, na wers glaubt wird seelig. Das DRK war ja schon sehr oft in den Schlagzeilen, Google kann da bestimmt helfen. ie es mit anderen Instituten aussieht weiß ich nicht!

Das einzige DRK was in den Schlagzeilen war, war das BRK und das wurde geprüft und ausgemerzt!

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@Mimi081

Ich meine viele andere Negativschlagzeilen, nicht nur den Blutspendeskandal.Allgemein ist die DRK nicht unbedingt "glaubwürdig". Leider gibt es überall solche und solche, die die den Grundgedanken kaputt machen. und die die daran arbeiten ihn wieder aufzurichten.

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Da fällt kein Gewinn ab und das Blut wird auch nicht verkauft.. Getränke werden von den Ortsgruppen bezahlt.

Verkauft wird Blut schon, wie in einem Interview mit einem "Rotkreuzler" zu lesen ist:

Erstspender: Oftmals höre ich von Leuten aus meiner Bekanntschaft, dass sie nicht zum Blutspenden gehen wollen, weil das Rote Kreuz doch nur Geld damit verdienen möchte, ist das wahr?

Rotkreuzler: Das ist nicht richtig. Es darf nicht nur der Verkauf einer Konserve betrachtet werden, sondern auch der Weg bis zum Verkauf. Neben den vielen ehrenamtlichen gibt es auch hauptamtliche Helfer, welche bezahlt werden müssen. Die Räumlichkeiten der Spendenaktion kosten, die Verarbeitung einer Konserve kostet, die Laboruntersuchungen nicht auszuschließen, das zur Verfügung gestellte Essen kostet.

(http://www.jrk-ravensburg.de/blutspende.htm)

Ob da ein Gewinn abfällt und falls ja, wie hoch er ist, wird nicht bekannt gegeben.

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@Auskunft

Das war das Geschwätz eines "JUGENDROTKREUZLERS"! . Aus den Statuten des Blutspendedienstes: Die Spendedienste arbeiten gemeinnützig nach dem Prinzip der Kostendeckung. Das heißt: Kosten, die für die Blutkonserve tatsächlich anfallen, müssen den belieferten Krankenhäusern in Rechnung gestellt werden. Nicht mehr und nicht weniger! Diese Kosten setzen sich zusammen aus: blutentnahme, Aufbereitung, laboruntersuchung, Transport, Forschung und Entwicklung, Personal und Material. Gewinne dürfen DRK-Blutspendedienste als gemeinnützige Einrichtungen nach ihren Satzungen und Gesellschaftsverträgen nicht erzielen. Darüber wachen DRK-Gremien, Wirtschaftsprüfgesellschaften und die Finanzbehörden!

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@Mimi081

Neuere Angaben habe ich leider nicht (`97), in der Zwischenzeit sicher noch teuerer:

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  • Für die Durchführung der Blutspende-Aktionen, einschließlich Spenderwerbung 40,21 Euro
  • Für die Labor-Untersuchungen der Blutspenden 19,57 Euro
  • Für die Verarbeitung der Blutspenden zu Blut- und Blutbestandteil-Konserven 11,29 Euro
  • Für die Verteilung der Blutpräparate an die Krankenhäuser 6,41 Euro
  • Für Verwaltungs-Aufgaben 3,33 Euro
  • Für Forschungs-Aufgaben 2,37 Euro

Macht zusammen 82,98 Euro für eine Blutkonserve, allein an Kosten, die die Verarbeitung EINER Konserve verursacht! Und der "Spender" möchte eventuell auch noch was haben? Daher ist ist ja auch freiwilliges Spenden gefragt. Nur um mal das an dieser Stelle zu sagen..

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@Mimi081

Zu Zeiten meines Zivildienstes (2001-2002) hat die Blutkonserve ca. 150 Euro gekostet (abhängig von der Blutgruppe).

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