Wie hoch dürfte die optimale Bevölkerungszahl auf der Erde sein, damit sie weder geschädigt, ausgebeutet oder belastet werden würde...?

Erde - (Geschichte, Erde, Ethik)

9 Antworten

Hallo Candyman712,

tatsächlich ist es so, dass man bereits seit etlichen Jahren die Notbremse zieht. Die Geburtenraten sind heute niedriger als noch vor etwa 30 Jahren.

Brasilien zum Beispiel hat heute eine stabile Bevölkerung; vor wenigen Jahrzehnten war es eines der Länder mit der höchsten Zuwachsrate.

Ebenso China: Die strenge 1 Kind-Politik zeigt hier durchaus Auswirkungen.

In Europa geht die Bevölkerungszahl de facto leicht zurück.

Problematisch ist heute vor allem Indien als Land mit der höchsten Zuwachsrate. Hier - und in einigen Ecken Afrikas - liegt das an einem fatalen Zusammenspiel von Armut und mangelnder Bildung vor allem bei Frauen. Die Zahlen zeigen eindeutig: In Ländern, in denen die Bildung der weiblichen Bevölkerung gefördert wurde, sank die Bevölkerungsexplosion. Leider ist in vielen armen und bildungsfernen Regionen Kinder die einzige Altersvorsorge. Und  so lange das so ist, wird es auch immer dort Kinderreichtum geben.

Wenn aber die Geburtenzahlen bereits sinken, warum steigt dann die Gesamtbevölkerung noch an?

Aufgrund höherer Lebenserwartung. Wir leben heute länger. Deswegen wird es noch rund 50 Jahre dauern, bis die Gesamtbevölkerung wieder sinkt. Tasächlich ist es aber so, dass der zu erwartende Maximalwert der Bevölkerungszahlen noch erheblich höher geworden wäre, wenn man eben nicht schon lange Aufklärung über die Problematik der Bevölkerungsexplosion betreiben würde.

Nur kann man eben Menschen nicht einfach verbieten, Kinder zu bekommen. Es geht nur langsam über Aufklärung und Verbreitung von Information. Und deshalb auch nur Hand in Hand mit zunehmender Bildung.

National Geographic hat 2011 eine interessante Artikelserie zum Thema gebracht: "7 Milliarden" hieß die, weil 2011 die 7 Milliarden "geknackt" wurden:

http://www.nationalgeographic.de/thema/7-milliarden

In der Serie geht es darum, welche Konzepte man vorlegt, um die Erde über den zu erwartenden Peak der bis zu 12 Milliarden Menschen drüber bringt.

Tatsächlich sind Bevölkerungszahlen von knapp 7 Milliarden Menschen für die Erde  dauerhaft verkraftbar, wenn die Lebensweise nachhaltiger wäre, als sie in den Indurstrienationen gelebt wird.

Grüße

Hallo Candyman! Ich glaube dass diese Zahl schon längst überschritten ist - zumal bei unserer Lebensweise. Und viele dramatische Veränderungen werden wir nicht mehr stoppen können - höchstens verlangsamen. Das setzt aber eine weltweite Zusammenarbeit voraus und die ist nicht in Sicht. Wie ist es denn im Moment?  

  • In 15 Jahren wir eine Waldfläche vernichtet die 5 x so groß ist wie Deutschland. Wie lange geht das? Früher lebte der Mensch im Einklang mit der Natur - heute ist er dabei alles - und auch sich selbst - zu vernichten. 100 Tierarten lässt er täglich aussterben.  Der Mensch vernichtet die Festplatte der Natur und eine Kopie gibt es nicht.
  • Dabei  ist der Anstieg globaler Temperatur nicht mehr zu stoppen. Wir verlieren also permanent Land an Wasser - die bewohnbare Erde wird kleiner. 

Zudem werden zunehmend die Permafrostböden durch die steigenden Temperaturen angefressen. Diese enthalten ca. 1700 Milliarden Tonnen organischen Kohlenstoff, Überreste von Pflanzen und Tieren aus Tausenden von Jahren. Die schmelzenden Permafrostböden beschleunigen den Klimawandel rasant - eine Spirale die dann nicht mehr zu stoppen ist.  

  • Wir  - auch ich - vernichten  die Natur und das fängt schon mit der Ernährung an. Die größten Naturgebiete der Welt haben wir in wenigen Jahrzehnten halbiert. Der Mensch vernichtet die Festplatte der Natur und eine Kopie gibt es nicht. Die Weltbevölkerung wächst um fast 100 Millionen Menschen pro Jahr - zudem wollen viele der jetzigen immer mehr Fleisch essen. Sie haben die gleichen Rechte wie wir. Die Hälfte der weltweiten Getreideernte und 80% der Sojaernte wird verfüttert. Allein Deutschland importiert jährlich 5,3 Millionen Tonnen Futtersoja. Für die Fleischerzeugung braucht man ein vielfaches an Futtermittel. Die Nachfrage nach Fleisch steigt. Würden alle Menschen so viel Fleisch essen wie wir in den Industrieländern, bräuchte man weltweit 3 mal mehr landwirtschaftliche Nutzfläche als jetzt . Das alles belegen Studien aus den USA, Großbritannien und Deutschland. Es wird also dramatisch mehr Land gebraucht - und Natur vernichtet.
Die bewohnbare Erde wird in rasantem Tempo kleiner und wir in rasantem Tempo mehr. Ich halte die Erde für einen Planeten im Sturzflug den wir höchstens noch verlangsamen können. Der Wissenschaftsjournalist und Physiker Ranga Yogeshwar sagte kürzlich in Einer Sendung des ARD sinngemäß :  
Machen wir so weiter brauchen wir in nicht mehr ferner Zukunft ( vielleicht schon in 50 Jahren ) 3 Erden. 
Haben wir die= Alles Gute. 

Laut der gleichen Lobby ,sollte nach Prognosen aus den 80 er Jahren sämtlicher Wald  in Europa schon längst vernichtet sein .

Es ist genug für alle da ...das wirkliche Problem auf Erden ist Gier Machthunger und Neid weniger Eliten ...

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@Waldfrosch4

 den Physiker Physiker Ranga Yogeshwar als Lobby zu bezeichnen ist ziemlich abwegig. 

Laut der gleichen Lobby ,sollte nach Prognosen aus den 80 er Jahren sämtlicher Wald  in Europa schon längst vernichtet sein .

es geht hier um Wissenschaftler, Forscher und Fachjounalisten. Die sind nicht Lobby und dieser Kreis hat damals von 2100 - 2200 gesprochen. 

Es ist genug für alle da ...das wirkliche Problem auf Erden ist Gier Machthunger und Neid weniger Eliten

Das kommt hinzu, ändert aber nichts an der Prognose. 

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@newpower

@newpower 

 den Physiker Physiker Ranga Yogeshwar als Lobby zu bezeichnen ist ziemlich abwegig. 

abwegig ?

Witzig ..

Das denken geht bei gewissen Leuten wirklich nur noch bis zur Erlaubten Grenze :

Danach kommen nur noch Gedanken die man als  "Verschwörungstheorien "  deklariert ...und abwertet ....ab dann wirds so richtig gefährlich noch mitzudenken ,denn wer in Gottes Namen möchte schon ein "Verschwörungstheoretiker" sein ,

Ein absolut absurder Begriff den du mal auch hinterfragen und analysieren solltest .

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/redaktion/argumente-der-skeptiker-auf-dem-pruefstand-eine-sendung-des-bayerischen-fernsehens-vom-3-juni-2-12.html

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Das ist wohl weniger von der absoluten Zahl abhängig als von der Art und Weise, wie die Menschen leben.

Und hierbei hat jeder die Freiheit selbst, die Notbremse zu ziehen. Dein Komsumverhalten entscheidet mit darüber, wie viel Menschen auf der Erde leben können. Also fang bei Dir an, etwas zu verändern.

Wie sollte das auch Aussehen mit Deiner Notbremse? In industriealisierten Staaten ist die Geburtenrate recht niedrig. Wir haben in den letzten 200 Jahren die Ressourcen verballert und wollen den armen Ländern nun verbieten, Kinder zu bekommen? 

Allein die Verbesserung der Lebensumstände der armen Menschen kann uns reichen Menschen dauerhaft den Ar*ch retten. Dafür müssen wir sparen, abgeben, fördern und uns zurückhalten. Auch hier im globalen Zusammenhang müssen wir uns zuerst an die eigene Nase packen.

Die Erde könnte die heute lebenden Menschen locker komplett versorgen. Man muss nur wollen.

Es kommt nicht auf die Bevölkerung an sondern auf ihre Lebensweise. Ich würde sagen wir sind grade in einer der Phasen die eine "moderne Zivilisation" eben durchmacht: die in der man seinen Planeten ausbeutet. Zum Glück bemerken wir die Folgen schon jetzt und denken um. In einigen Jahren (besser Jahrhunderten) wird die Erde wahrscheinlich nicht so sehr ausgenutzt wie heute obwohl mehr Menschen auf ihr Leben.

Ich finde es außerdem etwas hart zu sagen man solle die Notbremse ziehen. Man kann den Leuten doch nicht einfach verbieten Kinder zu bekommen. Wenn wir so weiter machen dann werden wir uns zu einem gewissen Grad selbst ausrotten und dann fängst wieder von vorne an(vielleicht klüger). Aber ich hoff mal wir denken schnell genug um;)

Ich glaube nicht das wir Menschen alle umdenken werden, außerdem gibt es sehr wohl eine Bevölkerungs-„Grenze“, die nicht überschritten werden sollte. Außerdem ist der Schaden, den wir bisher schon verursacht haben ( das Aussterben unsagbar vieler Arten) so hoch, dass es Jahrmillionen dauern dürfte, bis er wieder „behoben“ ist, vorausgesetzt, dass die Menschen aufhören, immer alles zu zerstören und funktionierende Alternativen finden, die das Problem aufheben und nicht nur verlagern. Am besten wäre es meiner persönlichen Überzeugung nach gewesen, wenn sich nie Menschen entwickelt hätten.

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Ja eine gewisse Obergrenze gibt es immer aber von der sind wir noch weit entfernt wenn wir unsere Ressourcen richtig nutzen.
Und diese ausgestorbenen Arten gefährden unsere Existenz eben nicht....

Ob es nun besser wäre wenn es die Menschen nie gegeben hätte? Naja das ist eine Frage zum streiten. Ich bin froh das es sie gibt und ich bin froh, dass das Universum etwas geschaffen hat, das über sich selbst nachdenkt.

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Man rechnet da so mit einer Milliarde, bei weiterem technischem Fortschritt wie jetzt könnte das aber auch in 20-30 Jahren schon 3 Milliarden sein. 
Je reicher die Menschen werden desto weniger Kinder bekommen sie. Deswegen ist es in unserem Interesse, dass es allen überall gut geht. 

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