Wie hilft Natrium Chloratum?

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8 Antworten

beliebtes diskussionsthema ist kochsalz als hom. mittel. und die diskussion muss weltanschaulich werden, weil eine wirkung zwar erlebt werden kann, aber naturwissenschaftlich nicht erklärt werden kann. was ist da los?: ich denke, dass da denkmodelle oder hypothesen usw nötig sind, die über naturwiss. denken hinausgehen. beispiel: die vorstellung der anhänger rudolf steiners über kräfte, die zb als lebensleib oder ätherleib bezeichnet werden. oder die vorstellung des katholischen denkers teilhard de chardin, der formulierte: die substanz ist das ende der wege gottes. das heißt, erst war energetisches da bevor substanz wurde. und was hahnemann mit seinem potenzieren oder dynamisieren schaffte, ist rückführung der substanz in den vorherigen energie-zustand, und genau das fehlt dem kranken körper. wer hom. kochsalz braucht, der braucht nicht die substanz, sondern den kochsalz-prozess.

VIELEN DANK, mögen alle denken was sie wollen, aber das ist bislang die hilfreichste Antwort :)

Wie gesagt, mich interessiert der Gedankengang. Ob ich ihn teile ist eine andere Frage aber erstmal danke an Patron, dass du meine Frage ernst nimmst und tatsächlich zu beantworten versuchst.

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beliebtes diskussionsthema ist kochsalz als hom. mittel. und die diskussion muss weltanschaulich werden, weil eine wirkung zwar erlebt werden kann, aber naturwissenschaftlich nicht erklärt werden kann. was ist da los?

Warum?

Man muss doch nur überprüfen, ob man einen Unterschied bei der Wirkung von Kochsalz als potenziertem Mittel und einem nicht potenziertem Placebo erkennen (oder meinetwegen "erleben") kann.

Homöopathen haben 1835 in Nürnberg versucht den Unterschied zu erkennen und sind prompt gescheitert.

Daran ändert auch eine "weltanschauliche" Betrachtung nichts.,,,

ich denke, dass da denkmodelle oder hypothesen usw nötig sind, die über naturwiss. denken hinausgehen.

Ich denke, dass das wenig Sinn macht, wenn nicht einmal Homöopathen anhand der Wirkung einen Unterschied zwischen homöopathischem Kochsalz und einem Placebo erkennen können.

Was nützt das schönste Denkmodell wenn die Erfolge bei einer homöopathischen Kochsalzbehandlung nicht erkennbar besser oder häufiger sind wie bei einer Zuckerpillenbehandlung?

beispiel: die vorstellung der anhänger rudolf steiners über kräfte, die zb als lebensleib oder ätherleib bezeichnet werden

Rudi Steiner hatte reichlich "Vorstellungen" - z.B. die hier:

„Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. [...] Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozeß in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird.“

SE327, Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, Seite 201

Und auf Basis solcher "Vorstellungen" soll man kranke Menschen behandeln?

und was hahnemann mit seinem potenzieren oder dynamisieren schaffte, ist rückführung der substanz in den vorherigen energie-zustand,

Aha - und wie will man wissen, dass das tatsächlich beim "dynamisieren" passiert, wenn niemand in der Lage ist so ein "rückgeführte" Substanz von einer "nicht rückgeführten" Substanz zu unterscheiden.

Da könnte man genauso gut behaupten, dass beim "Dynamisieren" kleine Engelswesen in die Globuli hineinschweben....

wer hom. kochsalz braucht, der braucht nicht die substanz, sondern den kochsalz-prozess.

Und was bitte ist der "Kochsalz-Prozess" genau und wie wirkt sich homöopathisches Kochsalz konkret auf diesen "!Kochsalz-Prozeß" aus und wie hat man das herausgefunden.

Oder ist das einfach nur Geplapper?

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Deine Skepsis ist berechtigt und u.a. einer der Pferdefüße des homöopathischen Gedankengebäudes.

Bei den "hochpotenzen" ist in einem Schluck Leitungswasser 100.000x und mehr "Wirkstoff" enthalten. Als draufsteht.

Die Homöopathie läuft den Naturgesetzen zuwider. Mir ist bis heute nicht verständlich wie Menschen (Ärzte) die Chemie/Physik/Biochemie mitstudieren mussten an diesen Humbug glauben können.

Naja, ich weiß von einer ehemaligen Arbeitskollegin, dass ihre Allergien dadurch enorm gelindert wurden. Mag natürlich sein, dass der Glauben daran eine wichtige Rolle spielt, aber das kann einem bei dem Resultat ja ganz egal sein.

Und gerade wo die klassische Medizin ganz offensichtlich versagt, kann man die 6€ zum Ausprobieren ja ruhig mal investieren, bevor man das Geld für einen Homöopathen raushaut. Kann ja schließlich nicht schaden.

Das Salz an sich auch gewisse Heilkräfte besitzt ist auch irgendwo klar, ist für unseren Körper ja schließlich sehr wichtig. Aber dass diese zusätzliche Minimaldosierung einen Unterschied machen soll, während man eh größere Mengen davon einnimmt, find ich interessant.

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1) Du denkst in Konzentrationen mit modernem Ansatz. Das ist der Homöopathie fremd. 2) Natriumchlorat ist kein Natriumchlorid. Gut, in homöopathischer Verdünnung ist eh alles gleich, aber an sich sind Chlorate Salze der Chlorsäure und Chloride Salze der Salzsäure. Chlorate sind übrigens recht reaktiv als brandfördernde Mittel, weil sie sozusagen schnell viel Sauerstoff freisetzen können.

Auf gar keinen Fall, das macht gar nichts.

Es gibt keinen homöopathischen Effekt. Du darfst auch Mehl lutschen und dir eine Wirkung deiner Wahl dazu einreden. Funktioniert genauso gut.

Hey, wie du sicherlich merkst haben die, sie sich mit der Homöopathie auskennen sich von dieser Plattform entfernt. Auch kein Wunder bei den Spielchen die hier getrieben werden. Ich empfehle Dir dir ein Fachforum für Homöopathie zu suchen, oder vielleicht hast du ja auch jemand im Bekannten/Verwandtenkreis der sich mit dem Thema auskennt und deine Frage beantworten kann. Viel Erfolg!

Ok, zur Klarstellung:

Dass es nicht schaden wird ist mir klar. Dass viele der Meinung sind dass es eh nichts bringt ist mir auch klar. Auch wenn ich für eure Beteiligung dankbar bin, an euch war meine Frage aber nicht gerichtet.

Gibt es irgendwen, der sich mit Homöopathie auskennt, und eine Antwort oder Vermutung auf meine Frage weiß? Mich interessiert der Gedankengang...

Homöopathie beruht darauf, dass gerade "wenig Stoffe" irgendwas bewirken sollen. Insofern weiß ich nicht, was du gerade zu verstehen versuchst. Kamille kannst du in D6 zu dir nehmen, dann hat es ach was für tolle Heilkräfte aber bei einem Kamillentee soll das nicht gehen?

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@Schnulli00

Ich denke viele Mittel die es da gibt stehen ja so auch nicht unbedingt auf der Tagesordnung, so dass man ohnehin nicht viel davon aufnimmt. Aber Homöopathie ist doch, je weniger man davon nimmt desto besser die Wirkung, oder nicht? Was hat es dann für einen Sinn etwas zigmal zu minimieren, was man ohnehin in weitaus größeren Mengen zu sich nimmt? Damit würde doch die Homöopathie quasi aufgehoben oder nicht?

Vermutlich muss ich mich ins Prinzip nochmal einlesen...

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@LuiMee

Es geht um das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie. Lies mal hier den oberen Abschnitt: http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie

Ich fasse mal zusammen: Das Zeug wird so lange verdünnt, bis die Wirkstoffe nicht mehr messbar sind. Das Wasser erinnert sich aber daran und heilt einen.

grenzdebilen Gesichtsausdruck dabei mach

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@Schnulli00

Danke für deine Antwort!

Ich teile den grenzdebilen Gesichtsausdruck, aber beginne ein wenig zu verstehen :D

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@LuiMee

Die Zubereitung von homöopathischen Mitteln hat nichts mit verdünnen zu tun. Es ist so das die Information auf den Trägerstoff (Zucker oder Alkohol) übertragen wird. So wie man ein Computerprogramm auf einem Stick speichert. Diese Information fehlt dem Patienten und wenn er das Mittel auf die Zunge gibt kann der Körper diese Information aufnehmen und entsprechende funktionelle Störungen dadurch wieder beheben. Ähnlich wie ein Virenprogramm am Computer.

Leider gibt es noch nicht viele Möglichkeiten die molekularen Vorgänge in der Zelle bis ins Detail zu messen. Deshalb kann man auch in der Biochemie nicht richtig erforschen wie das homöopathische Mittel eingreift. Man sieht es nur an den Symptomen die der Körper produziert und die sich durch die Mitteleinnahme verändern.

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@Marigoldi

Ich will dich ja nicht enttäuschen, aber eventuelle "biochemische Eingriffe" gehen dummerweise nicht über die Wirkung eines Placebos hinaus.

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@Marigoldi

Die Zubereitung von homöopathischen Mitteln hat nichts mit verdünnen zu tun.

Doch - nur weil Homöopathen Potenzieren dazu sagen wird trotzdem verdünnt.

Es ist so das die Information auf den Trägerstoff (Zucker oder Alkohol) übertragen wird.

Ist es so? Wie haben Homöopathen denn herausgefunden, dass "Information" übertragen wird, wenn sie doch gar nicht in der Lage sind den Unterschied zwischen einer normalen Zuckerpille und einem "informierten" Globuli zu erkennen?

Und dabei müßte das ja kinderleicht sein - jedenfalls wenn man genügend Kügelchen hat. Man müßte sie ja nur an gesunde Menschen oder gesunde Tiere verabreichen.

Kommt es dann zu Symptomen die laut Arzneimittelbild für das Mittel zu erwarten sind, dann waren es echte Globuli - und bleiben diese Symptome aus dann waren es Zuckerpillen.

Noch nie hat aber ein Homöopath es geschafft, das zuverlässiger als es mit purem Raten möglich ist festzustellen.

Selbst wenn es diese "ominöse" Information gäbe dann machen sie keinen irgendwie erkennbaren Unterschied. Würden sie es, dann könnte ja ein Homöopath Zuckerpillen von Globuli unterscheiden.

Und für dieses Kunststück sind Preise in Millionenhöhe ausgesetzt - ein Nobelpreis wäre obendrein auch fällig und für die Homöopathie wäre es der lang gesuchte Nachweis dafür, dass Hochpotenzen tatsächlich eine bestimmte Wirkung haben.

Nur hat es in 200 Jahren eben noch kein Homöopath geschafft, dass zu demonstrieren.

Schon 1835 haben es Homöopathen in Nürnberg versucht - und sind prompt auf die Nase gefallen.

http://www.jameslindlibrary.org/illustrating/articles/inventing-the-randomized-double-blind-trial-the-nurnberg-salt

Ich bin schon auf die Erklärung gespannt warum es die Homöopathen damals nicht geschafft haben, potenziertes Kochsalz von einem Placebo zu unterscheiden. Das sollte doch eigentlich kinderleicht sein...

Leider gibt es noch nicht viele Möglichkeiten die molekularen Vorgänge in der Zelle bis ins Detail zu messen.

Ob es aber überhaupt einen erkennbaren Unterschied macht, ob man Kranke mit Globuli oder mit Zuckerpillen behandelt kann man vollkommen problemlos überprüfen. Man läßt Homöopathen für jeden Patienten ganz individuell jeweils für den Patienten gerade "passende" Globuli auswählen. Die Hälfte der Patient bekommt auch tatsächlich die für sie individuell ausgewählten Globuli - der Rest die ganze Zeit nur Zuckerpillen.

Hinterher befragt man die behandelnden Homöpathen ob sie anhand des Krankheitsverlaufs bei jedem einzelnen Patienten der Meinung sind, dass da die verordneten Globuli gewirkt haben oder "wirkungslose" Zuckerpillen.

Und dann muß man nur Auswerten wie oft Homöopathen in der Lage waren den Unterschied zu erkennen.

Deshalb kann man auch in der Biochemie nicht richtig erforschen wie das homöopathische Mittel eingreift.

Bevor man erforscht WIE Globuli funktionieren sollte man sinnvoller erst einaml prüfen OB sie überhaupt funktionieren - und zwar besser oder zumindest erkennbar anders als Zuckerpillen.

Und das kann man mit obigem Test problemlos überprüfen.

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Wieso soll/kann Kochsalz homöopathisch angewendet helfen

Tut es ja nicht. Nicht mehr als Placebo.

Wieso tu es ja nicht, es ist in keiner weise schädlich und wenn ein Placeboeffekt auftritt, dann ist das doch nur gut.

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