Wie hilft man Kindern mit ADS am besten beim Aufräumen?

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3 Antworten

klingt zwar blöd aber hilft: einen kleinen spickzettel. wie der aussieht ist egal.der neffe schreibt mit mutti ungefähr auf, was immer dran ist, mutti kontrolliert die ersten male mit etwas entfernung. mein junge (9) hat adhs, ich kenn das problem. nur muss ich sagen, dass es bei uns noch teilweise zusammen gemacht werden muss. er fängt mit mir an und ich beobachte, wenn er klar kommt, dann sage ich , dass ich kurz gehe und in 5 min nachschaue. kurze anleitung: denk an dein playmobil! (nicht sagen: du musst noch von playmobil deine feuerwehr, deine baufahrzeuge und deine polizeifahrzeuge wegräumen. dass sind definitiv für solche kinder zu viel sachen mit einmal. hast du zum schluss polizeifahrzeuge gesagt, ist feuerwehr aus dem kopf) ich habe vor kurzem auch seine therapeutin bei uns zu hause gehabt, sie hat mir verschiedene tipps gegeben: 1. Mehr schubladen oder kartons oder kisten, wo das spielzeug schnell reingeräumt werden kann und aus dem blickfeld ist. je mehr kleinkram rumsteht, umso mehr lenkt es ab. 2. das zimmer so einfach wie möglich gestalten, dh. keine bunte tapete oder tapetenleiste, keine bettwäsche mit bob der baumeister usw. lenkt auch nur von der sache ab, denn es sind unnötige eindrucke, die auf das kind einfallen. 3. sich ganz schnell von überflüssigem spielzeug trennen. entweder mit ihm zusammen, sodass er sagen kann er spielt nicht mehr damit, oder selber einschätzen und dann aussortieren, wenn er nicht da ist. entweder damit auf den flohmarkt oder kita oder caritas. bei uns selber funktioniert das mit dem zettel mnachmal gut, manchmal weniger. manchmal hat auch schon die schwester (6) geholfen, funktioniert aber auch nicht immer. aber es hat ja auch nicht jeder immer einen guten tag. vielleicht hilft ja eine kleine belohnung, wenn er es in 10 oder 20 min schafft bekommt er eine gute-nacht-geschichte und kuschelzeit. es gibt auch in manchen ad(h)s-internetseiten tabellen für belonungen (also 5 x gut und ohne ablenkung aufgeräumt ist ein kinobesuch). ansonsten benötigen ads- oder adhskinder mehr unterstützung als andere. also geduld.

Grundsätzlich ist das Leben mit ADS-Kindern manchmal sehr mühevoll, aber wenn man den Dreh raus hat - funktionieren viele Dinge. Mein Sohn ist auch ein ADS-Kind - er reagiert ganz stark auf Belohnung, das heisst - komm jetzt wird aufgeräumt und anschließend wird der Film angeschaut, der Computer angemacht, in KIno gegangen usw usw - also das Timing ist sehr wichtig. Dann können diese Kinder auch mit einem Plan gut umgehen - der Plan muss jedoch überschaubar sein, entweder schriftlich - aber es sollte nicht zuviel drauf stehen zb: Schreibtisch aufräumen, Bett aufräumen, Regal in Ordnung bringen... am besten nie mehr als drei Dinge auf einmal, ADS_Kids fühlen sich ziemlich schnell überfordert. Was bei uns auch sehr gut funktionierte, war eine Punkteliste (Belohnungssystem) auf der bestimmte Aufgaben wie Schreibtisch aufräumen, Müll wegbringen, Katze füttern, Lesen üben etc. stehen. Wenn die Aufgaben gut und selbständig erledigt werden gibt es Punkte und am Ende der Woche werden diese zusammengezählt - dann gibt es eine Belohnung dafür (Kino gehen, Eislaufen, mehr Ausgang, eine Übernachtungsparty - je nachdem, was das Kind besonders liebt)... der Kreativität ist in Punkto Punkteliste keine Grenze gesetzt - und die Kinder sind stolz auf sich, sehen was sie geleistet haben. Man darf nicht vergessen, wie schwer es einem ADS-Kind fällt Ordnung zu halten und Organisation zu lernen - das ist Bestandteil dieser Störung, neben schneller Überforderung und Träumerei. Man sollte viel Verständnis haben, aber sehr konsequent sein (liebevoll konsequent) - dann kann man mit diesen Kindern sehr viel erreichen. Es gibt auch Bücher oder Beratungsstellen, die gerne weiterhelfen, falls man ganz am Schlauch steht. Nie vergessen - sie tun es nicht absichtlich, doch man sollte auch nicht zu nachsichtig sein. In kleinen Portionen können diese Kinder besser verdauen und sie brauchen Ansporn hierzu - also unbedingt ein Belohnungssystem entwickeln, damit sie sich noch mehr über ihre Erfolge freuen können - und das Loben nicht vergessen. Wir Eltern schimpfen oder kritisieren oft schnell, aber loben zu wenig!! Eine große Portion positive Einstellung und viel Liebe, das hilft den Kindern... wir als Eltern können viel tun um auch ein Leben mit ADS-Kindern schön zu gestalten, viel Struktur, viel Rhythmus und wenn die Kinder kleiner sind Rituale... das lieben sie und gibt ihnen noch mehr Halt. also Viel Glück... Daria

Ich habe gemerkt das man mit Kindern zusammen arbeiten muss. Das heißt dem Kind am besten beim Aufräumen spielerisch zu helfen.

...und den Kindern mit ADS immer wieder eine Struktur vorzeigen!DH

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