Wie hießen Christen ursprünglich?

15 Antworten

Die ersten Menschen, die auf Jesus hörten waren die "Jünger" oder Apostel des Predigers Jesus. Erst in Griechenland (also damals das nahe Kleinasien !) wo viele Griechen lebten, nannten sie Jesus "Christos" , d.h. der Gesalbte, ein Ehrentitel für den Sohn Gottes. Die "Fans" also Nachfolger von Jesus hießen da Christen. Diesen Titel übernahmen auch die Römer für die Nachfolger Jesu. Ihr gemeinsames Zeichen war ein Fisch (das Kreuz taucht erst später auf ) d.h. auf Griechisch Jesus und erinnert an die wundersame Fischvermehrung bei einer Versammlung Jesu.

Ursprünglich wurden die Jünger Jesu "der Weg" genannt:

(Apostelgeschichte 9:1, 2) 9 Saulus aber, der die Jünger des Herrn immer noch wutschnaubend bedrohte und sie umbringen wollte, ging zum Hohen Priester 2 und bat ihn um Briefe an die Synagogen in Damạskus. Er wollte alle, die zum Weg gehörten und die er aufspüren würde, gefesselt nach Jerusalem bringen — sowohl Männer als auch Frauen.

Die Bezeichnung Christen geht nicht auf die katholische Kirche zurück, sondern geschah schon früher durch göttliche Vorsehung:

(Apostelgeschichte 11:26) 26 Nachdem er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiọchia. Sie kamen ein ganzes Jahr lang mit der Versammlung zusammen und lehrten eine ziemlich große Menschenmenge. In Antiọchia war es auch, dass die Jünger durch göttliche Vorsehung erstmals Christen genannt wurden.

In Antiọchia war es auch, dass die Jünger durch göttliche Vorsehung erstmals Christen genannt wurden.

Göttliche Vorsehung steht nicht in den griechischen Handschriften....

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@telemann2000

Wow! Da hast Du mal wieder eine angebliche Fälschung gefunden! ;-))

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Für jeden, der sich dafür interessiert, der Text heißt im Codex Sinaiticus:

M-01B Acts 11:26 και ευρωˉ ηγαγεν εις Αντιοχιαν Εγενετο δε αυτοις και ενιαυτον ολοˉ συναχθηναι εν τη εκκλησια και διδαξαι οχλον ικανον χρηματισαι τε πρωτως εν Αντιοχια τους μαθητας Χριστιανους

 (Act 11:26 M-01B)

Zu dem Wort, das ich fett formatiert habe, gibt es folgende Erklärungen:

Das griechische Verb chrēmatízō, das in diesem Text erscheint, wird gewöhnlich einfach mit „wurden genannt“ wiedergegeben, und dies ist in Apostelgeschichte 11:26 in den meisten Übersetzungen der Fall. Es gibt jedoch Übersetzungen, aus denen hervorgeht, daß Gott etwas mit der Wahl des Namens „Christen“ zu tun hatte. Erwähnenswert sind in dieser Hinsicht die Neue-Welt-Übersetzung, Young’s Literal Translation und The Simple English Bible. Die Lesart von Young lautet: „Die Jünger wurden auch zuerst in Antiochia auf göttliche Veranlassung Christen genannt.“

Das Wort chrēmatízō, wie es in den Christlichen Griechischen Schriften gebraucht wird, ist stets mit etwas Übernatürlichem, Orakelhaftem oder Göttlichem verbunden.

Langenscheidts Großwörterbuch Griechisch-Deutsch von Hermann Menge (1973, S. 751, 752) definiert es u. a. wie folgt: „den göttlichen Willen kundtun, e i n O r a k e l g e b e n , antworten, w e i s s a g e n , offenbaren. . . . einen Bescheid bekommen, e-n (göttlichen) Befehl erhalten.“

In dem Griechisch-deutschen Schul- und Handwörterbuch von Wilhelm Gemoll (1965, S. 808) wird darüber gesagt: „NT ein Orakel geben, weissagen, offenbaren. . . . pass. NT einen göttlichen Befehl erhalten“, und

im Biblisch-theologischen Wörterbuch des neutestamentlichen Griechisch von Hermann Cremer (1923, S. 1202) heißt es darüber: „eine Weisung (von Gott her) geben; Pass.: erhalten“.

Franz Passows Handwörterbuch der griechischen Sprache (Nachdruck: Darmstadt 1983, Bd. II/2, S. 2506) enthält folgende Erklärung: „Im besondern Sinne braucht man es auch von Orakeln, die Audienz u. Antwort ertheilen, . . . u. von Göttern, sey es, dass sie den Gebeten ihr Ohr leihen, ihnen Aufmerksamkeit schenken . . . od. dass die Gottheit Aufträge, Befehle ertheilt.“

Im Kommentar von Thomas Scott heißt es: „Das Wort vermittelt den Gedanken, daß dies durch göttliche Offenbarung geschah, denn im Neuen Testament hat es allgemein diese Bedeutung, und man gibt es mit ‚angewiesen von seiten Gottes‘ oder ‚von Gott angewiesen (Weisung erhaltend)‘ wieder, selbst an solchen Stellen, wo im Griechischen kein Wort für Gott steht“ (Explanatory Notes, 1832, Bd. III, S. 419).

Clarke sagt in seinem Kommentar zu Apostelgeschichte 11:26 folgendes: „Das Wort [chrēmatísai], das wir in unserem üblichen Text mit wurden genannt übersetzen, hat im Neuen Testament den Sinn von verordnen, Weisung geben oder benennen, und zwar durch göttliche Weisung. In diesem Sinne wird das Wort verwendet, Matth. ii. 12. . . . Wenn also der Name durch göttliche Verordnung gegeben wurde, so ist stark anzunehmen, daß Saulus und Barnabas angewiesen wurden, ihn zu geben, und daß daher der Name Christ von Gott kommt.“

In der Berlenburger Bibel (Stuttgart 1860) wird zu diesem Text gesagt: „Das Wort im Griechischen weist auf die göttliche Leitung darunter: es geschah durch Gottes Schickung.“ (Siehe Mat 2:12, 22; Luk 2:26; Apg 10:22; Rö 7:3, Int; Heb 8:5; 11:7; 12:25, wo dieses griechische Verb vorkommt.)

Quelle und weitere Infos:

https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200000967#h=6

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Mir ist der Kommentar durchaus bekannt. Dennoch handelt es sich hier um eine Einfügung die so nicht im Text zu finden ist....

Hier eine bessere Übersicht über das Wort:

https://biblehub.com/greek/5537.htm

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@telemann2000

Nein, es handelt sich eben nicht um eine Einfügung, sondern um eine genauere Wiedergabe im Sinne der eigentlichen Wortbedeutung.

In dem von Dir angegebenen Link wird das genauso wie in den von mir zitierten Wörterbüchern, unterstützt:

Usage: (originally: I transact business), (a) act. of God: I warn; pass: I am warned by God
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@Sturmwolke

Das ist allerdings nur eine Erklärung des Wortes. Erklärungen sollten allenfalls in der Fußnote aufscheinen und nicht im Haupttext...

Hier stiftet man also Verwirrung, weil der Leser glaubt, der griechische Text würde das so wiedergeben....

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@Sturmwolke

Die NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG ist an Zuverlässigkeit einmalig. Das schmeckt Telemann u. Co. natürlich nicht. Trotzdem bleibt es eine Tatsache.

Außerdem ist es für die Frage irrelevant, dass einige Übersetzungen „durch göttliche Vorsehung“ weglassen. Denn die Antwort lautet: Bereits im 1. Jh. wurden die Nachfolger Jesu „Christ“ genannt.

Zweifellos lenkte Jehova die Sache so, dass die Jünger Christen genannt wurden, denn das griechische Wort „chrēmatízō“ bedeutet „durch göttliche Vorsehung genannt werden“ und wird in der Bibel in Verbindung mit etwas gebraucht, was von Gott stammt. Genau DAS hast Du korrekt und ausführlich begründet.

Telemann u. Co. würden die Wunder des Christus selbst dann anzweifeln, wenn Jesus vor ihren Augen Tote wieder lebendig machen würde:

“Wenn sie nicht auf Moses und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht“ (Lukas 16:31)

Solchen Personen ist nicht an der Wahrheit der Bibel gelegen. Sie lenken lediglich vom wahren Gott der Bibel ab. Der Grund ist klar:

“Die inspirierten Worte aber sagen ausdrücklich, dass in späteren Zeiten einige vom Glauben abfallen werden, weil sie auf irreführende inspirierte Aussagen und Lehren von Dämọnen achten.“ (1. Tim. 4:1)

Aufrichtige Wahrheitssucher werden von Telemann u. Co. nicht daran gehindert, die Wahrheit der Bibel zu erkennen. Denn Jehova Gott sieht ihr Herz und wird entsprechend reagieren.

Liebe Grüsse ...

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@OhNobody

Die NWÜ zählt nicht unbedingt zu den besten Ausgaben. Ansonsten wäre die 2013er Edition von Bibelexperten schon lobend erwähnt worden

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@OhNobody

Wie auch immer. Man sollte realistisch bleiben. Keine Übersetzung ist perfekt. Auch die NWÜ nicht. Warum das also nicht zugeben?

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@Sturmwolke
Nein, es handelt sich eben nicht um eine Einfügung, sondern um eine genauere Wiedergabe im Sinne der eigentlichen Wortbedeutung.

Ist das wirklich so?

(Römer 7:3) . . .So würde sie denn zu Lebzeiten ihres Mannes als Ehebrecherin bezeichnet [χρηματίσει - chrēmatisei] werden, wenn sie eines anderen Mannes würde. Doch wenn ihr Mann stirbt, ist sie frei von seinem Gesetz, so daß sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird.

Warum übersetzt man hier in der NWÜ nicht mit 'durch göttliche Vorsehung bezeichnet'?

Mit diesem Beispiel läßt sich durchaus verdeutlichen, dass es sich in Apostelgeschichte wirklich nur um eine Einfügung handelt. Und das nur deshalb, weil der Übersetzer GLAUBT, das da einsetzen zu müssen.

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@OhNobody
Telemann u. Co. würden die Wunder des Christus selbst dann anzweifeln, wenn Jesus vor ihren Augen Tote wieder lebendig machen würde:
“Wenn sie nicht auf Moses und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht“ (Lukas 16:31)
Solchen Personen ist nicht an der Wahrheit der Bibel gelegen. Sie lenken lediglich vom wahren Gott der Bibel ab.

Wie wahr!

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@Sturmwolke

Ich frage mich berechtigterweise, was die Texte mit dem griechischen Wort [χρηματίσει - chrēmatisei] zu tun haben....

Offensichtlich bist du nicht bereit, dich auf eine sachliche Diskussion einzulassen. Schade!

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Der Begriff "Christ" hat überhaupt nichts mit der Katholischen Kirche zu tun.

Die Antwort findet sich in Apostelgeschichte 11,26: "Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten; und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt."

Deshalb können wir uns ruhig als Christen bezeichnen. Es ist ein sehr passender Name!

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