wie heist diese psychische krankheit?

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2 Antworten

Die Störung heisst "soziale Phobie". Behandlung geschieht im Allgemeinen mit Verhaltenstheraphie , die allerdings mit zwei Methoden (die vollkommen gegensätzlich sind und beide ihre Berechtigung haben) arbeiten kann: Unmittelbare Reizkonfrontation heisst die eine, systematische Desensibilisierung (auch systematische Desentivierung genannt) die Andere. Bei der sozialen Phobie in käme - schätzungsweise und ohne deinen Fall wirklich zu kennen- die Urmethode (Joseph Wolpe hat sie begründet) systematische Desentivierung in Frage. Leider ist es nicht ganz einfach, einen Arzt, Psychiater oder Psychotherapeuten zu finden, der sie anwendet. Auskünfte eventuell über den Berufsverband der Verhaltenstherapeuten. eventuell auch mal bei einer Klinik der Julius Dornier Stiftung anrufen (diese Kliniken sind AFAIK auf Verhaltenstherapie spezialisiert) ob jemand dort einen geeigneren Behandler in der jeweiligen Gegend kennt und wie man das herausfinden kann.

Auch der Einsatz bestimmter (nichtsüchtigmachender) Medikamente ist möglich und wirksam: das wären nach dem Standardlehrbuch von Benkert und Hippius in erster Linie bestimmte selektive Serotonin Rückaufnahme Hemmer (SSRI). Zugelassen fur diese Behandlung ist zB das eher nebenwirkungs und interaktionsrisiko( bezüglich anderer alltäglicher Medikamente) arme Sertralin (Hauptnebenwirkung ist allerdings Orgasmusverzögerung). Wenn das für jemanden ein Problem ist, könnte man das nicht SSRI Moclobemid verwenden. ACHTUNG: keinesfalls Moclobemid zusammen mit einem SSRI !!! Moclobemid ist ein nicht sehr starkes Psychophamakon, das sich NICHT auf die Sexualität auswirkt und auch sonst kaum Nebenwirkungen hat. Da es auch gegen Depressionen wirkt, sollte es Menschen, die unter einer Manie leiden, wohl nicht geben. WICHTIG: Medikamente sind bei einer sozialen Phobie NICHT die erste Wahl. Geeignete Verhaltenstheraphie ist die erste Wahl. In leichten Fällen würde vielleicht auch eine kurze Anleitung durch einen Verhalenstherapeuten genügen, wie man selbst durch eine Art "Eigenbehandlung " mit dem Problem umgeht. das meisste, was ich geschrieben habe, ist nachzulesen bei: Benkert, Ottto; Hippius, Hanns: Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 8. Auflage, Spinger Verlag, Heidelberg und New York 2011. Insbesondere Seite 30 unten und Seite 30 oben bis Mitte.

WICHTIG!!! Das alles kann im einzelnen Fall die Beratung durch einen approbierten Experten NICHT ERSETZEN !!! Mindestens Hausarzt fragen!

entweder eine Panikatacke oder aber Agoraphobie (falls du den Fachbegriff für Angst vor Menschenmassen suchst)

Agoraphobie ist eher die Angst vor weiten, freien Räumen.

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Agoraphobie ist die Angst vor fremden Orten, aber Sozialphobie die vor Menschen.

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