Wie heißt es wenn ich nicht an Gott glaube sondern an den Urknall?

42 Antworten

Das würde ich verwirrt nennen.

Glauben ist kein probates Instrument der Welterkenntnis. Also sollte man sich davor in Acht nehmen.

Da wir nicht mit Sicherheit wissen, was ganz am Anfang geschah, heißt das nicht, dass wir nun irgendwas glauben dürften, was geschehen sein könnte. Wir können wissenschaftliche Theorien aufstellen und versuchen, diese zu bestätigen.

In Bezug auf das Ereignis, das ein Urknall gewesen sein könnte, werden wir aber wahrscheinlich niemals Gewissheit erlagen, da diese hinter einem Ereignishorizont verborgen ist, Den zu "überwinden" ist nicht möglich.

Wir wissen aber sehr gut, was ab einen Sekundenbruchteil nach dem Ereignis, das ein Urknall gewesen sein könnte, passiert ist. Da muss man nicht glauben.

Wenn Du also zum Verstehen der Welt Deinen Verstand bemühst, nenne ich das vernünftig. Eine Namen dafür finde ich nun auch nicht.

wissen ..was ab einen Sekundenbruchteil nach 
dem Ereignis, das ein Urknall gewesen sein
könnte, passiert ist.

Nein . Wir wissen nur was das "mathematische Modell" hergibt - mehr eben nicht. Die Begeisterung für dieses Modell und der Main-Stream-Glaube daran ist ein Beleg - für nix. Auch das "vor dem Ereignishorizont" ist nur Modell. Und es gibt weitere Modelle welche eben so gut durch Beobachtungen gestützt werden - und sogar logischer in unsere physikalische Erfahrungswelt passen, ohne Verrenkungen.

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@Viktor1

Letztlich wird das wohl reichen müssen. Ob nun ein paar Sekunden oder die 380.000 Jahre bis zur kosmischen Hintergrundstrahlung verborgen bleiben, macht für mich nun keinen großen Unterschied. Aber ich bin ja auch kein Physiker.

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@Viktor1

Viktor1,

realsausi2 hat das ganz richtig geschrieben. Dass unser Universum in einem dichten, heißen Anfangszustand begonnen hat, das ist bestens belegt. Die Daten reichenbis rund T= 1 Sekunde zurück.

http://profmattstrassler.com/2014/03/26/which-parts-of-the-big-bang-theory-are-reliable/

Und es gibt weitere Modelle welche eben so gut durch Beobachtungen gestützt werden

Nein. Das ist falsch. LCMD erklärt die Daten mit Abstand am besten. Unsicherheit herrscht in der ersten Sekunde.

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@Viktor1

Auch das "vor dem Ereignishorizont" ist nur Modell.

Bevor wir nicht ein Abbild der kosmischen Hintergrundstrahlung hatten, wurde von Euch schon für die Vergangenheit der Tage zuvor behautet, es sei nur ein Modell. Frei nach dem Motto, ja, das Universum expandiert, aber woher wollt Ihr wissen, das es schon gestern expandierte. Könnt ihr in die Vergangenheit schauen. 

Ja, wir können.

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Wir können wissenschaftliche Theorien aufstellen und versuchen, diese zu bestätigen.

Entschuldige bitte, wenn ich dies Proforma ändere.

Wir können wissenschaftliche Thesen aufstellen und versuchen diese als Theorie zu bestätigen. 

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@Abahatchi

Du bist heute aber auch unerbittlich. Aber wo Du recht hast, hast Du recht. Mea culpa...

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In Bezug auf das Ereignis, das ein Urknall gewesen sein könnte,

was heiszt hier "gewesen", noch immer expandiert die Raumzeit, wir sind mitten Drin im sogenannten "Urknall".

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Da wir nicht mit Sicherheit wissen, was ganz am Anfang geschah, heißt das nicht, dass wir nun irgendwas glauben dürften, was geschehen sein könnte. Wir können wissenschaftliche Theorien aufstellen und versuchen, diese zu bestätigen.

Dennoch gibt es Erklärungen, die eine innere Logik im philosophischen Sinne nicht entbehren. Aristoteles und der unbewegte Beweger und der Begriff Panentheismussind die Stichworte.

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@vonGizycki

Ich halte Philosohpie als anthropogene Disziplin für gänzlich ungeeignet, hier einen Beitrag leisten zu können.

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Grüß Dich Packina!

Der Urknall ist ein Ereignis, das auf eine Ursache folgt, die ihn ausgelöst hat. Dafür gibt es aber keine wissenschaftliche Erklärung, die wirklich festgeklopft und haltbar ist.  Vom religiösen Standpunkt aus gesehen ist das was anderes, aber auch hier gibt es keine Beweise, die auch nicht behauptet werden, aber wahrscheinliche in durch innere Logik bestimmte Erklärungen. Der Glaube an einen Urgrund (Ursache für allen Seins) kann als Panentheismus  bezeichnet werden.  Und wer daran glaubt, ist Panentheist, wie ich. 

Um zu wissen was das bedeutet und das allgemeinverständlich dargestellt, dass man auch weiss, worum es geht, findest Du hier. Du musst Dir Zeit nehmen dafür, aber es lohnt sich für Dich.

Es ist der Text eines Vortrages, der Teil einer Präsentation war.

https://db.tt/4Pef5Nwt

Herzlichen Gruß

Rüdiger


Da die Urknalltheorie die beste Theorie für den Beginn allen Seins darstellt, ist dies keine Glaubensfrage. Aber nun zu deiner Frage: Der Urknall schließt Gott nicht auß, ebensowenig wie der Glaube an Gott den Urknall ausschließt. Die Bibel ist kein Naturkundebuch, genausowenig wie die Naturwissenschaft irgendwas über die philosophische Frage nach Gott aussagt. Der großteil der modernen gläubigen Menschen ist auch der gleichen Ansicht, du kannst also sowohl den Urknall als Tatsache akzeptieren, als auch an Gott glauben.

Wenn du übrigens nicht an Gott glaubst, bist du Atheist.

Hallo Gonder 94,

entweder man glaubt an den Urknall oder an die Schöpfung. Eins schließt das andere aus.

Hab dir mal ein PDF reingesetzt von einem Naturwissenschaftler:

"Am Anfang war der Urknall?"   

http://www.clv-server.de/pdf/255433.pdf

Zu deiner Behauptung: Seite 14

VG Netie

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@Netie

Das trifft allerdings nur zu, wenn die Bibel wörtlich genommen wird. Wenn die Schöpfung (und der Rest der Bibel) eher als Gleichnis aufgefasst wird sind sowohl Urknall als auch Glaube miteinander vereinbar.

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@Netie

Netie,

Hab dir mal ein PDF reingesetzt von einem Naturwissenschaftler:

Nein. Hast Du nicht.

Das ist eine dieser unsäglichen Schriften von Gitt. Gitt war Ingenieur und ist vor allem Kreationist.

Seie Texte zur Kosmologie und anderen Themen sind dermaßen falsch, dass es echten Naturwissenschaftlern die Schuhe auszieht.

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@uteausmuenchen

Dann schreib ihm doch und berichtige ihn mit entsprechenden Argumenten. Gitt kennt den Urheber der ganzen Schöpfung und er hält Sein Wort in den Händen, so wie alle Christen, die dem großen Schöpfer vorbehaltlos glauben.

"Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkünde seiner Hände Werk. Ein Tag berichtet es dem anderen, und eine Nacht meldet der anderen die Kunde. Keine Rede und keine Worte, doch gehört wird ihre Stimme" (Ps 19,2-4 ).

So geht das ;.) Es steht dir natürlich frei zu glauben was du willst. Eines Tages wird alles offenbar werden.

***Was führende Naturwissenschaftler über Gott dachten...

Lies mal, was Darwin dazu sagt:


"Ich habe niemals die Existenz Gottes verneint. Ich glaube, dass die
Entwicklungstheorie absolut versöhnlich ist mit dem Glauben an Gott.


Die Unmöglichkeit des Beweisens und Begreifens, dass das großartige
über alle Maßen herrliche Weltall ebenso wie der Mensch zufällig
geworden ist, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes."

© Charles Darwin (1809-1882), englischer Naturforscher, Begründer der Evolutionstheorie.

Und hier noch ein Link: http://www.hjcaspar.de/gldateien/glauwizit1.htm

Ich kann gar nicht genug davon bekommen:

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.



werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker




lg

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@KaeteK

Kaetek,

Was Deine Bibelsprüche nun damit zu tun haben, dass Gitt wissenschaftliche Aussagen schlicht falsch darstellt, das bleibt Dein Geheimnis.

Ich persönlich käme, wenn ich schon missionieren wollte (man beachte den Konjunktiv) nie und nimmer auf die Schnapsidee, zum Zwecke der Missionierung nachweislich falsche Behauptungen zu verlinken, wie hier mit Gitt geschehen.

Würde ich (und man beachte wieder den Konjunktiv) missionieren wollen, so würde ich versuchen, Argumente zu bringen, die mein Gegenüber nicht sofort intellektuell beleidigen.

Ich persönlich würde es nicht gerade als Empfehlungsschreiben für meinen Glauben sehen, wenn man dafür naturwissenschaftlich völlig uninformiert sein und bleiben muss.

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@KaeteK

Seltsamerweise reden die wenigsten dieser Wissenschaftler über den christlichen Glauben, sondern über einen Gott an sich. Ich wage es einmal die Behauptung aufzustellen, dass keiner dieser Wissenschaftler die Bibel als etwas anderes als das Machwerk von Menschen betrachtet hat.

4
@Mark1616

Einstein und Heisenberg, die immer wieder angeführt werden, meinten keinesfalls den Bibelgott, wenn sie von Gott sprachen. Darauf haben beide mehrfach hingewiesen. Sie verstehen Gott eher als pantheistisch. Aber wie utemünchen schon korrekt feststellt: Gläubigen kommt es da oft nicht drauf an, ob ein Argument wahr oder falsch ist, es kommt nur darauf an, dass das Argument in den Kram passt. Das nennt man Apologese und lässt den Schluss zu, welche Einstellung man zur Wahrheit braucht, um Gläubig sein zu können.

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