Wie heißt der Vater von Judas Iskariot

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5 Antworten

Hallo mcRyan,

hier die Gesamtauskunft über Judas Iskariot. Wenn Du wirklich nur den Namen seines Vaters benötigst - er steht fett gedruckt im 1. Absatz, ebenso der entsprechende Bibelvers.

Judas Iskariot, der Sohn des Simon und der niederträchtige Apostel, der Jesus verriet. Die Bibel gibt nur wenig Auskunft über die Familie und die Herkunft des Judas. Er und sein Vater wurden beide Iskariot genannt (Luk 6:16; Joh 6:71). Man nimmt im allgemeinen an, daß dieser Name darauf schließen läßt, daß sie aus der judäischen Stadt Kerijoth-Hezron stammten. Wenn das der Fall ist, dann war Judas unter den 12 Aposteln der einzige Judäer, während alle anderen Galiläer waren.

Judas wird in den Evangelien zum ersten Mal einige Zeit nach dem Passah des Jahres 31 u. Z., etwa anderthalb Jahre nachdem Jesus seinen Dienst begonnen hatte, in der Aufführung der Namen der Apostel erwähnt (Mar 3:19; Luk 6:16). Es kann logischerweise angenommen werden, daß Judas schon ein Jünger war, bevor Jesus ihn zu einem Apostel machte. Viele Schreiber zeichnen ein völlig negatives Bild von Judas, aber offensichtlich war er eine Zeitlang ein Jünger gewesen, der Gunst bei Gott und bei Jesus fand; allein schon seine Erwählung zum Apostel spricht dafür. Des weiteren wurde ihm die Verwaltung der gemeinsamen Finanzen Jesu und der 12 Apostel anvertraut. Das deutet auf seine einstige Zuverlässigkeit und Eignung hin, denn obwohl Matthäus Erfahrung im Umgang mit Geld und Zahlen besaß, erhielt er diese Zuteilung nicht (Joh 12:6; Mat 10:3). Doch Judas wurde vollständig korrupt, und das ist unentschuldbar. Zweifellos aus diesem Grund wird er in der Apostelliste an letzter Stelle genannt und als der Judas beschrieben, „der ihn später verriet“ oder „der zum Verräter wurde“ (Mat 10:4; Luk 6:16).

Nicht lange vor dem Passah des Jahres 32 u. Z. wurde Judas zusammen mit den anderen Aposteln ausgesandt, um zu predigen (Mat 10:1, 4, 5). Kurz nach der Rückkehr des Judas und weniger als ein Jahr nachdem er zu einem Apostel gemacht worden war, rügte Christus ihn öffentlich, obwohl er nicht seinen Namen nannte. Einige Jünger wandten sich von Jesus ab, weil sie über seine Lehren entrüstet waren; Petrus sagte jedoch, daß die 12 zu Christus halten würden. Darauf entgegnete Jesus: „Habe ich nicht euch Zwölf auserwählt? Einer von euch jedoch ist ein Verleumder [gr.: diábolos, was „Teufel“ oder „Verleumder“ bedeutet].“ Aus dem Bericht geht hervor, daß es sich bei demjenigen, der schon ein Verleumder war, um Judas handelte, er „stand im Begriff, ihn zu verraten, obwohl er einer von den Zwölfen war“ (Joh 6:66-71).

In Verbindung mit dieser Begebenheit sagt Johannes: „Jesus wußte . . . von Anfang an, . . . wer der war, der ihn verraten würde“ (Joh 6:64). Christus wußte aus den Prophezeiungen der Hebräischen Schriften, daß er von einem engen Gefährten verraten werden würde (Ps 41:9; 109:8; Joh 13:18, 19). Gott hatte von seinem Vorherwissen Gebrauch gemacht und daher auch vorausgesehen, daß ein enger Gefährte Jesu ein Verräter werden würde. Das bedeutet aber nicht, daß Judas dazu vorherbestimmt worden wäre, ein Versager zu sein, denn das ließe sich nicht mit den Eigenschaften Gottes und seiner Handlungsweise in der Vergangenheit vereinbaren. (Siehe VORHERBESTIMMUNG, VORHERWISSEN.) Wie bereits erwähnt, war Judas vielmehr zu der Zeit, als er als Apostel eingesetzt wurde, Gott und Jesus treu. Mit dem Ausdruck „von Anfang an“ muß also der Zeitpunkt gemeint sein, zu dem Jesus bemerkte, daß Judas anfing, böse zu werden und unvollkommenen, sündigen Neigungen nachzugeben (Joh 2:24, 25; Off 1:1; 2:23). Judas muß gewußt haben, daß er der „Verleumder“ war, den Jesus erwähnte, aber er reiste weiterhin mit Jesus und den treuen Aposteln und änderte sich offensichtlich nicht.

Die Bibel erläutert nicht näher die Beweggründe für seinen schlechten Lauf, doch eine Begebenheit, die sich am 9. Nisan 33 u. Z. zutrug, fünf Tage vor Jesu Tod, beleuchtet die Sache. In Bethanien im Haus Simons, des Aussätzigen, salbte Maria, die Schwester des Lazarus, Jesus mit wohlriechendem Öl, das 300 Denare wert war (etwa der Jahreslohn eines Arbeiters) (Mat 20:2). Judas erhob jedoch Einspruch und sagte, das Öl hätte verkauft und der Erlös „den Armen gegeben“ werden können. Offensichtlich stimmten ihm andere Apostel zu, denn der Einwand erschien ihnen logisch, doch Jesus wies sie zurecht. Judas erhob in Wirklichkeit deshalb Einspruch, weil man ihm die Kasse anvertraut hatte und „er ein Dieb war . . . und die Einlagen [der Kasse] wegzutragen pflegte“. Er war also ein habgieriger Gewohnheitsdieb (Joh 12:2-7; Mat 26:6-12; Mar 14:3-8).

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Der Preis für den Verrat.

Judas fühlte sich zweifellos verletzt, als Jesus ihn wegen der Verwendung des Geldes zurechtwies. Zu jener Zeit ‘fuhr Satan in Judas’. Wahrscheinlich soll damit gesagt werden, daß der verräterische Apostel dem Willen des Teufels nachgab und sich von ihm als Werkzeug gebrauchen ließ, um den Plan Satans, Jesus umzubringen, zu verwirklichen. Einige Tage später, am 12. Nisan, ging Judas zu den Oberpriestern und den Tempelhauptleuten, um zu erfahren, wieviel sie zahlen würden, wenn er ihnen Jesus verriete; dadurch offenbarte sich wiederum seine Habgier (Mat 26:14-16; Mar 14:10, 11; Luk 22:3-6; Joh 13:2). Die Oberpriester hatten sich an jenem Tag mit den „älteren Männern des Volkes“ — den einflußreichen Männern des Sanhedrins — versammelt (Mat 26:3). Vielleicht wurden die Tempelhauptleute hinzugezogen, weil sie einflußreich waren und um der geplanten Festnahme Jesu einen legalen Anstrich zu geben.

Weshalb boten die jüdischen religiösen Führer für den Verrat Jesu nur 30 Silberstücke?

Judas wurden 30 Silberstücke (falls Schekel, 66 $) angeboten (Mat 26:14, 15). Die religiösen Führer setzten wahrscheinlich diesen Preis fest, um ihre Verachtung gegenüber Jesus zum Ausdruck zu bringen und zu zeigen, wie gering sie ihn einschätzten. Gemäß 2. Mose 21:32 betrug der Preis für einen Sklaven 30 Schekel. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß Sacharja für seine Arbeit als Hirte für das Volk mit „dreißig Silberstücken“ entlohnt wurde. Jehova verschmähte diesen geringen Lohn und betrachtete ihn als etwas, womit das untreue Volk zum Ausdruck brachte, wieviel Gott ihm wert war (Sach 11:12, 13). Da die religiösen Führer also für Jesus nur 30 Silberstücke bezahlten, zeigten sie, daß er ihnen nicht viel wert war. Gleichzeitig erfüllten sie Sacharja 11:12 und behandelten Jehova mit Geringschätzung, indem sie mit seinem Vertreter, den er gesandt hatte, um Israel zu hüten, auf die erwähnte Weise verfuhren. Der korrupte Judas war mit dem Preis „einverstanden, und er begann eine gute Gelegenheit zu suchen, ihn abseits von der Volksmenge an sie zu verraten“ (Luk 22:6).

Die letzte Nacht mit Jesus.

Obwohl sich Judas gegen Christus gewandt hatte, pflegte er weiterhin Gemeinschaft mit ihm. Am 14. Nisan 33 u. Z. kam er mit Jesus und den Aposteln zusammen, um das Passah zu feiern. Während des Passahmahls erwies Jesus den Aposteln demütig einen Dienst, indem er ihnen die Füße wusch. Der heuchlerische Judas ließ sich ebenfalls die Füße waschen. Jesus bemerkte jedoch: „Nicht alle von euch sind rein“ (Joh 13:2-5, 11). Außerdem sagte er, daß einer der Apostel, die zu Tisch lagen, ihn verraten würde. Wahrscheinlich wollte Judas nicht als der Schuldige erscheinen und fragte deshalb, ob er derjenige sei. Jesus gab einen weiteren Hinweis, indem er Judas einen Bissen reichte und zu ihm sagte: „Was du tust, tu schneller“ (Mat 26:21-25; Mar 14:18-21; Luk 22:21-23; Joh 13:21-30).

Sogleich verließ Judas die Gruppe. Ein Vergleich zwischen Matthäus 26:20-29 und Johannes 13:21-30 läßt erkennen, daß er fortging, ehe Jesus die Feier des Abendmahls des Herrn einführte. Lukas stellte diese Begebenheit offensichtlich nicht genau in chronologischer Reihenfolge dar, denn es besteht kein Zweifel, daß Judas den Raum bereits verlassen hatte, als Christus die Apostel lobte, weil sie zu ihm gehalten hatten. Das traf auf Judas nicht zu. Außerdem hätte Jesus ihn nicht in den „Bund . . . für ein Königreich“ aufgenommen (Luk 22:19-30).

Später fand Judas Jesus und seine treuen Apostel im Garten Gethsemane, an einem Ort, den der Verräter gut kannte, denn sie waren dort schon früher zusammengekommen. Judas führte eine große Volksmenge an, unter der sich römische Soldaten und ein Militärbefehlshaber befanden. Der Pöbel brachte Knüppel und Schwerter sowie Fackeln und Lampen mit, denn es hätte sein können, daß der Vollmond von Wolken bedeckt war oder Jesus sich im Schatten befand. Die Römer hätten Jesus wahrscheinlich nicht erkannt. Deshalb — wie vorher ausgemacht — grüßte Judas Christus, und auf heuchlerische Weise „küßte [er] ihn sehr zärtlich“, um ihn kenntlich zu machen (Mat 26:47-49; Joh 18:2-12). Später fühlte Judas die Schwere seiner Schuld. Am nächsten Morgen wollte er die 30 Silberstücke zurückgeben, doch die Oberpriester nahmen sie nicht an. Schließlich warf Judas das Geld in den Tempel (Mat 27:1-5).

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@kdd1945

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Sein Tod.

Gemäß Matthäus 27:5 erhängte sich Judas. Doch in Apostelgeschichte 1:18 heißt es: „Kopfüber stürzend, barst er krachend mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet.“ Während Matthäus anscheinend erwähnt, auf welche Weise Judas sich das Leben zu nehmen versuchte, wird in der Apostelgeschichte der Ausgang beschrieben. Stellt man beide Berichte nebeneinander, so scheint es, daß sich Judas über einem Abgrund zu erhängen versuchte, doch entweder riß das Seil, oder der Ast des Baumes brach, so daß er auf die darunterliegenden Felsen stürzte und zerschmettert wurde. Eine solche Möglichkeit ist in Anbetracht der Beschaffenheit des Geländes um Jerusalem ohne weiteres denkbar.

In Verbindung mit seinem Tod entsteht auch die Frage, wer für die 30 Silberstücke das Feld kaufte, auf dem man dann Leichen begrub. Gemäß Matthäus 27:6, 7 kamen die Oberpriester überein, daß sie das Geld nicht in den heiligen Schatz werfen konnten; also kauften sie mit dem Geld das Feld. Aber in dem Bericht in Apostelgeschichte 1:18, 19 heißt es über Judas: „Dieser nun erwarb sich mit dem Lohn für Ungerechtigkeit ein Feld.“ Die Lösung des Problems scheint folgende zu sein: Die Priester kauften zwar das Feld, aber da das Geld von Judas stammte, kann auch ihm der Kauf zugeschrieben werden. Dr. A. Edersheim erklärte: „Es war nicht erlaubt, für den Kauf von heiligen Dingen Geld für den Tempelschatz anzunehmen, das auf unzulässige Weise verdient worden war. In einem solchen Fall mußte gemäß dem jüdischen Gesetz das Geld dem Spender zurückgegeben werden. Bestand er aber darauf, es dennoch zu geben, dann sollte man ihn dazu bewegen, es für das allgemeine Wohl auszugeben . . . Aufgrund einer gesetzlichen Fiktion wurde das Geld so betrachtet, als hätte es noch Judas gehört und als hätte er es verwendet, um das bekannte ‚Feld des Töpfers‘ zu kaufen“ (The Life and Times of Jesus the Messiah, 1906, Bd. II, S. 575). Dieser Kauf hängt mit der Erfüllung der Prophezeiung aus Sacharja 11:13 zusammen.

Judas schlug diesen Weg vorsätzlich ein, und dabei wirkten Bosheit, Habgier, Stolz, Heuchelei sowie Intrige mit. Danach plagten ihn wegen der Schuld, die er auf sich geladen hatte, Gewissensbisse, so wie es einem vorsätzlichen Mörder ergehen kann, wenn er sieht, was er durch sein Verbrechen angerichtet hat. Judas hatte sich jedoch aus eigenem Antrieb mit denen auf einen Handel eingelassen, von denen Jesus gesagt hatte, sie machten Proselyten, die sie dann zu einem Gegenstand für die Gehenna machten, doppelt so schlimm wie sie selbst, und die ebenfalls das „Gericht der Gehenna“ erwartete (Mat 23:15, 33). In der letzten Nacht seines irdischen Lebens sagte Jesus sogar über Judas: „Es wäre besser für diesen Menschen, wenn er nicht geboren worden wäre.“ Später nannte ihn Christus den „Sohn der Vernichtung“ (Mar 14:21; Joh 17:12; Heb 10:26-29).

Durch jemand anders ersetzt.

Irgendwann zwischen Jesu Himmelfahrt und Pfingsten 33 u. Z. erklärte Petrus vor etwa 120 versammelten Jüngern, daß es angebracht sei, als Ersatz für Judas jemand anders auszusuchen, und er stützte sich dabei auf die Prophezeiung aus Psalm 109:8. Man stellte zwei Kandidaten auf und warf Lose über sie. Auf diese Weise wurde Matthias ausgewählt, „damit er den Platz dieses Dienstes und Apostelamtes einnehme, von dem Judas abgewichen ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen“ (Apg 1:15, 16, 20-26).

Aus dem Bibellexikon der Zeugen Jehovas "Einsichten über die Heilige Schrift"

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Gemäß dem Evangelium des Lukas Kapitel 6 Vers 71 heißt sein Vater Simon Iskariot: "Er redete aber von Judas, [dem Sohn] des Sịmon Iskạriot; denn dieser stand im Begriff, ihn zu verraten, obwohl er einer von den Zwölfen war." Wenn, wie die meisten annehmen, „Iskariot“ die Bedeutung von „Mann von Kerijoth“ hat, dann deutet diese Bezeichnung wahrscheinlich darauf hin, dass Simon und sein Sohn aus der judäischen Stadt Kerijoth-Hezron stammten

DAS ist die einzig richtige Antwort!
Nur dass es Johannes Kapitel 6 Vers 71 heißen muss und nicht Lukas.

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Also mir wäre nicht bekannt, dass das in der Bibel erwähnt wird. Aber ich bin da auch nicht perfekt.

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