Wie heißen diese Akkorde (H-D-Es und G-D-Es)?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da ist im Sinne der Harmonielehre ein Wurm drin, denn es handelt sich in beiden Fällen nicht um "richtige" Dreiklänge. Aus diesem Grund lassen sich beide Klänge auch nicht in Terzschichtung, ja nicht einmal in Quartschichtung notieren. 

Im Kontext wären dies aber Durchgangsdissonanzen, die sich aus der Stimmführung ergeben, wenngleich diese aber auch noch nicht elegant ist: Mir scheint, Du möchtest aus einem Dominantklang einen Durchgang nach Moll mit einem Nonvorhalt machen. Dann solltest Du den G7-Akkord am besten gleich als Quintsextakkord nehmen und den Durchgang G-F-Es im Sopran durchführen. Die Bassfortschreitung H-C wäre dann aber obligatorisch. Es sähe im Gerüst [mit möglicher Weiterführung] also so aus ("-" bedeutet liegenbleibende Tonhöhe):

G F Es - [D - - C -  - - ]
D - -  C [C H - G -  - - ]
G - -  - [G - F - Es D Es]
H - C  - [G - G C -  - - ]

Also der G-D-Es Akkord klingt auch gut mit einem C in der linken Hand, würde es dann nicht ein Cadd2 Akkord sein? Und der H-D-Es Akkord klingt auch okay mit noch einem G. Dann wäre es ja ein Gadd6. 

0
@Beatrax

So gesehen ja. Aber hier ist die klassische Harmonielehre korrekter, wenn sie mit dem Verweis auf die Stimmführungen von einem c-Moll-Akkord mit Nonvorhalt spricht. Die englischsprachige Benennung geht auch von der Möglichkeit unabhängiger Dissonanzen aus. Müsste es im Übrigen nicht Gadd6b oder so heißen?

G-H-D-Es geht in diesem Sinn aber (außer einer Deutung als Dominante mit Durchgangs-"Es") kaum, weil H-Es als verminderte Quarte harmonisch problematisch ist...

0
@baucolo

Was genau meinst du mit "Dominante mit Durchgangs-Es"?

0
@Beatrax

Naja, dass es eben ein Dominantklang ist mit einem zusätzlichen Es, das aber nicht als selbständige Dissonanz erklingt, sondern melodisch als Durchgang behandelt wird... LG 

0

Das sind imho keine deutbaren Akkorde.

Aber sie müssen ja irgendein Namen haben

0
@Beatrax

Eigentlich nicht. Es gibt schon Tonkombinationen die keinen Namen haben. Und du schreibst ja alle Akkorde des Stücks auf- ich verstehe die Funktion dieser Akkorde im weiteren Sinne nicht. 

Ein Akkord wird ja auch anhand seiner Umgebung benannt, es können die gleichen Töne in unterschiedlicher Umgebungg/Funktion andere Akkorde sein. Es ist auch nicht immer eindeutig was ein Akkord ist.

1
@Grobbeldopp

Nur als Beispiel- dein G-Dur mit übermäßiger Terz ist ein Quartvorhalt. Weil danach G-Dur kommt. 


Die HDEs und GDEs schließen sich an eine ganz normale Akkordfolge an. Sie sind beide im Prinzip G-Dur und damit die Dominante. Das Es fügt dem aber irgendwie nix wesentliches hinzu bzw. wie man das nennt weiß ich nicht.

0

Was möchtest Du wissen?