Wie heiraten eigentlich ein Türke und eine Deutsche, da sie verschiedene Religionen haben?

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20 Antworten

Ganz normal auf einem Standesamt, da ist es nicht wichtig, welche Religion vorliegt, da wird alles miteinander vermählt, was nicht bei drei aus dem Standesamt gerannt ist.

Heiraten kann man immer und jeden, egal welcher Religion man angehört. Nur muss meines Wissens nach, einer der beiden die Religion des anderen annehmen, aber nur wenn sie kirchlich heiraten. Bei einer standesamtlichen Hochzeit spielt das alles keine Rolle. Und wie man heiratet, bleibt jedem selber überlassen, die Betroffenen reden sich das schon aus, keine Angst.

Das kommt darauf an. Sie heiraten auf jeden Fall standesamtlich, da spielt die Religion keine Rolle. Dann können sie entweder kirchlich (christlich) oder türkisch heiraten. Oder vielleicht auch eine Mischung von beidem. Oder sie verzichten einfach darauf. Das wird wohl auch von der Toleranz der Familien abhängen, weil man die natürlich nicht verärgern möchte.

Gesetzlich gültig kann man in Deutschland nur vor dem Standesamt heiraten. - Dabei dürfte es durch Glaubensunterschiede wohl kaum ein Problem geben. Anders kann es beim religiösen, freiweilligen Teil einer Heirat aussehen. Dort ist ausschlaggebend, wie stark religiös "der Türke" deines Beispiels ist. - Ist er nicht strenggläubig und seiner vielleicht andersgeprägten Familie gegenüber hörig, wird er auf eine religiöse Heirat keinen Wert legen. Seiner vielleicht auf Brautkleid und Kirche eingestellten Partnerin wird er versuchen, ihren Wunsch nach einer kirchlichen Heirat auszureden, weil es ja paradox wäre, wenn er sich als Nichtchrist - kirchlichen Segen zur Hochzeit abholen würde. - Wenn die Braut allerdings klug ist, wird sie aus Rücksicht auf ihn von vornherein auf ihre Traumhochzeit in einer Kirche verzichten, sodass es insgesamt keine Probleme geben sollte.

Sind beide nach ihrer Kultur religiös veranlagt, ist meistens allerdings der Ärger vorprogrammiert. Dann wird die Braut sich unterordnen müssen und nach islamischer Männerdominanz sich gleich oder nach und nach auf den "muslimischen Weg" machen müssen. Was immer das für ihre Zukuft bedeutet, wissen beide am Anfang meistens nicht. Aber es endet häufig mit der von Europäerinnen empfunden Unterdrückung der Frau und den Scherben einer gescheiterten Verbindung.

Daher mein Rat an junge Menschen: Verliebe dich nicht als "Muslim" in eine "Christin" und auch nicht umgekehrt, denn der Weg könnte steinig werden. - Islam und Christentum sind in dieser Beziehung nun einmal wie Feuer und Wasser. Es ist schade, dass der Islam als Religion andere Religionen so ausgrenzt oder dominieren will.

Die beiden heiraten ganz offiziell auf dem Standesamt und wenn sie eine schöne zeremonielle Trauung wollen , dann veranstalten sie eine freie Trauung mit einem Redner/Theologen, der die beiden sybolisch traut. Man kann da wundervolle Zeremonien abhalten, in die je nach Wunsch auch Elemente von beiden Religionen einfließen können. Man kann sie aber auch völlig konfessionsfrei abhalten und dafür neue und alte Bräuche einfließen lassen, welche die Zusammengehörigkeit und die Liebe symbolisieren. Eine freie Trauung kann das Brautpaar völlig frei gestalten und sie kann sogar auf einer Wiese, am Strand oder anderen Wunschlocations abgehalten werden.

Standesamtlich? Oder beide einigen sich was für eine Trauung sie machen wollen, oder sie Heiraten quasi zweimal. Zuerst in die Kirche, dann in die Moschee.

Ich vermute, dass es dir um den religiösen Ritus geht. Denn formaljuristisch kommt ja nur das Standesamt infrage. Der Ritus ist immer eine Sache des persönlichen Glaubens. Und da kann man nicht einfach sagen: Türke ist Türke und Deutscher ist Deutscher. Wie vielfältig unsere Gesellschaft in Deutschland ist, ergibt sich schon aus der Tatsache, dass es viele christliche Glaubensrichtungen gibt. Auch in der Türkei existiert doch kein Einheitsglaube.

Wenn also eine Hochzeit geplant ist, dann werden die werdenen Eheleute genau wissen, wo sie sich hingezogen fühlen. Es gibt natürlich keinen islamisch-christlichen Ritus. Da werden sich die Partner einigen müssen. Kommen sie schon bei diesem Problem nicht zusammen, dann sollten sie lieber "nein" sagen, bis sie ihren Standpunkt und die Basis ihrer Ehe - die niemals religionslos sein kann - geklärt ist.

Haben meine nachbarn auch gemacht! selbe situation! die haben einfach standesamtlich die Ehe eingetragen und haben dann gefeiert!

Conar 15.03.2012, 23:06

Deine Nachbarn sind ja auch Deutsche.Die dürfen das.

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Es gibt auch Zeremonien, die ohne Religion auskommen, da redet halt einer ein bisschen und dann wird genauso gefeiert.

Außer einer standesamtlichen Hochzeit wird eine Feier in einer Moschee oder Kirche äußerst schwierig sein, wenn der Glaubensinhalt des jeweils anderen ernst genommen werden soll. Streng genommen beten beide, unterstellt, sie seien gläubig, nicht zum selben Gott und Herrn, was eine gemeinsame Gottesdienstfeier mit Gebet und Bekenntnis nicht möglich erscheinen lässt.

Nun..

Das Paar muss sich für EINE der beiden Religionen entscheiden.. Anders geht's nicht :)

Kromnom 15.03.2012, 23:00

Traurig, wie viele leute es nötig haben vollkommen ahnungslos eine antwort zu erfinden! NATÜRLICH geht es ohne Religion! eine Ehe hat gottverdammtnochmal nichts mit der Religion zu tun!

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Manchmal heiraten sie aus Liebe..Manchmal werden sie von den Eltern aber auch zwangsverheiratet..,...Soweit ich weiß...ich weiß nich obs richtig ist.

Entweder gar nicht oder wie jeder andere in Deutschland auch, vor einem Standesbeamten.

Ich glaub das geht, nur andersherum muss der Deutsche zum Islam beitreten, ansonsten klärt mich auf...

Parsifal271 16.03.2012, 18:52

Soweit ich dunkel erinnere - ohne Gewähr! - darf aus islamischer Sicht eine Christin einen Moslem heiraten und Christin bleiben, solange die Kinder Moslems werden. Christ und Muslima gehen dagegen nicht...

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Wenn juckt die Religion bei sowas? Wenn sich 2 Menschen lieben, dann heiraten sie. Je nachdem, wie sie es lieber haben.

pasmalle 16.03.2012, 11:58

Verständlich und wünschenswert, aber etwas realitätsfremd deine Antwort. - Versuche das einmal einem fundamental gläubigen Muslim und seiner Verwandschaft beizubringen und du wirst dein "blaues Wunder" erleben. Dort gilt 0-Toleranz gegenüber Andersgläubigen und -denkenden. Nur wenn die Partnerin, oder der Partner dem Islam beitritt gibt es eine Chance für die Verbindung.

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Die dürfen doch gar nicht heiraten.

Das müssen sie untereinander ausmachen.

in dem falle, wirds wohl nichts

Wenn sie sich richtig lieben dann standesamtlich.

Indem man sich einigt. Ganz einfach. ...

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