Wie heiraten eigentlich ein Türke und eine Deutsche, da sie verschiedene Religionen haben?

17 Antworten

Ganz normal auf einem Standesamt, da ist es nicht wichtig, welche Religion vorliegt, da wird alles miteinander vermählt, was nicht bei drei aus dem Standesamt gerannt ist.

Die beiden heiraten ganz offiziell auf dem Standesamt und wenn sie eine schöne zeremonielle Trauung wollen , dann veranstalten sie eine freie Trauung mit einem Redner/Theologen, der die beiden sybolisch traut. Man kann da wundervolle Zeremonien abhalten, in die je nach Wunsch auch Elemente von beiden Religionen einfließen können. Man kann sie aber auch völlig konfessionsfrei abhalten und dafür neue und alte Bräuche einfließen lassen, welche die Zusammengehörigkeit und die Liebe symbolisieren. Eine freie Trauung kann das Brautpaar völlig frei gestalten und sie kann sogar auf einer Wiese, am Strand oder anderen Wunschlocations abgehalten werden.

Ich vermute, dass es dir um den religiösen Ritus geht. Denn formaljuristisch kommt ja nur das Standesamt infrage. Der Ritus ist immer eine Sache des persönlichen Glaubens. Und da kann man nicht einfach sagen: Türke ist Türke und Deutscher ist Deutscher. Wie vielfältig unsere Gesellschaft in Deutschland ist, ergibt sich schon aus der Tatsache, dass es viele christliche Glaubensrichtungen gibt. Auch in der Türkei existiert doch kein Einheitsglaube.

Wenn also eine Hochzeit geplant ist, dann werden die werdenen Eheleute genau wissen, wo sie sich hingezogen fühlen. Es gibt natürlich keinen islamisch-christlichen Ritus. Da werden sich die Partner einigen müssen. Kommen sie schon bei diesem Problem nicht zusammen, dann sollten sie lieber "nein" sagen, bis sie ihren Standpunkt und die Basis ihrer Ehe - die niemals religionslos sein kann - geklärt ist.

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