Wie hat sich Großbritannien bei der Flüchtlingskrise engagiert?

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4 Antworten

Liebe xxffangirlxx, Sie hätten selbstverständlich gern seriöse Antworten auf Ihre Frage. Die bisherigen erscheinen mir leider ein wenig inhaltsleer und emotional zu sein. Klar, das Thema Flüchtlinge ist komplex und wird oftmals mit Themen vermixt, die nicht zusammen gehören.

Großbritannien ist eines der wenigen Länder in Europa, die (neben Frankreich) sehr große Erfahrungen mit Einwanderern (nicht immer als Flüchtlinge zu bezeichnen!) hat.

Britische Großstädte haben sich seit den 1960iger Jahren besonders durch die Immigration von Menschen aus Großbritannien’s ehemaligen Kolonien dramatisch verändert. Zuzüge aus diesen ehemaligen Kolonialstaaten und anderen EU-Mitgliedstaaten hat Großbritannien durch große
Kraftanstrengungen bewältigt. Nach Öffnung des sog. Eisernen Vorhangs 1989 hat Großbritannien z.B. rund 700 000 Polen eine neue Heimat gegeben.
Diese Erfahrungen bereiten Großbritannien bei weiterer Aufnahme Hunderttausender jetzt Sorgen. Deshalb ist die Regierung sehr zurückhaltend und hat im Vergleich zu Deutschland eine andere Sicht auf die Dinge: Aus britischer Perspektive agiert Deutschland in der gegenwärtigen Flüchtlingskrise nicht rational, sondern emotionsgesteuert.

Die Tatsache, dass Europa mit Unterstützung Deutschlands seine Grenzen
für Flüchtlinge geöffnet hat, bewertet die britische Regierung, allen voran Außenminister Philip Hammond, als falsch.  Durch diese Politik könne der Zustrom weiterer Bürgerkriegsopfer nicht verhindert werden, im
Gegenteil motiviere dieser Schritt immer mehr Menschen aus Syrien, nach Europa zu kommen, so Hammond. Großbritannien vermisst ferner eine Strategie, wie Deutschland der großen Anzahl an Flüchtlingen Herr werden will.

Am EU-Asylsystem beteiligt sich das Vereinigte Königreich nicht. Dänemark
und Irland haben sich hier ebenfalls ausgeklinkt. Eine engere Verzahnung der Politik der EU-Mitgliedstaaten oder gar eine Verteilung der Flüchtlinge auf alle Länder lehnt Großbritannien ab.

Ein Austritt („Brexit) auf der EU hätte m.E. deswegen auch keine Auswirkung auf die britische Flüchtlings-Aufnahmepolitik.

Das Maximale, was sich die derzeitige britische Regierung vorstellen kann, sind „einige Zehntausend“ Flüchtlinge aus Syrien „über die kommenden Jahre hinweg“.

Hinweis zur Quelle

meiner Antwort: ein Großteil der o.a. Sätze habe ich einer Ausarbeitung von Dr. Alice Neuhäuser entnommen, die für die Hanns-Seidel-Stiftung „Großbritannien-nach-der-Wahl“ verfasste.

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Kommentar von basai46
16.03.2016, 16:45

"... daß Europa mit Unterstützung Deutschl seine Grenzen für Flüchtlinge geöffnet hat... " daß ich nicht lache, das stimmt doch gar nicht: Erstens sind sie sich doch total uneinig und schotten sich im Gegenteil total ab und Zweitens läßt Europa die Flüchtlinge da unten in Griechenland jetzt lieber verrecken als daß noch Hilfe in Aussicht ist... und daß erstaunlicherweise nach dieser Willkommenseuphorie letztes Jahr! Natürlich ist das eine emotionale Geschichte: Was denn sonst?? Angela ist wie eine Sphinx - wird mir immer fremder...

Übrigens: KOMPLEX schlag ich vor als das Wort des Jahres: Wenn Politiker nicht weiterwissen, das ist die Situation komplex.. Aha

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Kommentar von basai46
16.03.2016, 16:46

"... daß Europa mit Unterstützung Deutschl seine Grenzen für Flüchtlinge geöffnet hat... " daß ich nicht lache, das stimmt doch gar nicht: Erstens sind sie sich doch total uneinig und schotten sich im Gegenteil total ab und Zweitens läßt Europa die Flüchtlinge da unten in Griechenland jetzt lieber in Stich als daß noch Hilfe in Aussicht ist... und daß erstaunlicherweise nach dieser Willkommenseuphorie letztes Jahr! Natürlich ist das eine emotionale Geschichte: Was denn sonst?? Angela ist wie eine Sphinx - wird mir immer rätselhafter...

Übrigens: KOMPLEX schlag ich vor als das Wort des Jahres: Wenn Politiker nicht weiterwissen, das ist die Situation komplex.. Aha



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Neben George W. Bush ist Tony Blair  (von 1997 bis 2007 Premierminister von Großbritannien) hauptverantwortlich für den unrechtmäßigen Krieg gegen den Irak und für die Entstehung des IS! (Er hat es ja mehr oder weniger zugegeben)

 http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-tony-blair-entschuldigt-sich-fuer-fehler-im-krieg-a-1059485.html

400.000 Irakis sind bei diesem ungerechten Krieg gestorben! Selbst die Militärberater von Bush waren strikte gegen diesen Krieg!

 Es besteht danach die Gefahr eines Machtvakuums und die Entstehung eines "Flächenbrandes" in dieser Region! - Und was haben wir Heute?

Kämen die Hauptverursacher dieser Katastrophe nicht aus der USA und Großbritannien, hätte man sie in Den Haag als Kriegsverbrecher angeklagt!

Wie sie sich jetzt in der Flüchtlingskrise verhalten? Eigentlich müssten Sie die Hauptlast tragen! Keine der beiden Nationen wollen größere Kontingente aufnehmen! (Trump als Präsident gar keine!)

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das sind aber jetzt 2 Paar Schuhe.. Was die Flüchtlinge (in Calais etc..) angeht, so läßt Großbritannien dieselbigen eher im Ärmelkanal ertrinken bzw. im günstigsten Fall schickt dieselbigen (Opfer)  wieder zurück als das eine Aufnahmebereitschaft besteht. Engagieren also gleich NULL! Diese ganze EU ist eine Farce, weil sie sich so uneins sind und hat ausschließlich zollrechtliche und wirtschaftliche Gründe

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die haben glück da sie eine insel sind. sie nehmen da möglichst wenig auf.

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