Wie hat sich eigentlich Toleranz gegenüber Homosexuellen aufgebaut?

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5 Antworten

Die Institutionalisierung der Strafbarkeit von homosexualität und staatlichen Antifeminismuses mit dem totalitärem Regime des deutschen Kaiserreiches in Anlehnung an die Constitutio Criminalis Carolina aus dem Feudalistischen System des Mittelalters und v.a. einer von kath. Kirche geprägten Gesellschaft, schürte Hass auf (männliche) Homosexuelle.
Mit der Weimarer Republik, dem 1. Weltkrieg und den Nationalsozialistischen Vernichtungskriegen gab es große historische Umbrüche und die Hatz  auf Homosexuelle Männer wurde noch einmal verschärft, da die militärische Männlichkeit keine Menschen brauchen konnte, die traditionelle Geschlechterrollen in Frage stellten.
Mit der Aufarbeitung des NS (und ich sage immer wieder 70 Jahre in der Geschichte sind nicht mehr als ein Wimpernschlag) und aber auch mit dem nichtvorhandensein von Krieg auf "deutschem" Boden, haben sich Männlichkeitsbilder diversifiziert. Die Abschaffung von §175 ist die logische und richtige Konsequenz.
Auch eine kritischere Theologie, die in einer demokratischen Gesellschaft möglich wurde, hat in evangelischen Kirchengemeinden zu größerem Respekt ggü homosexuellen geführt. Dagegen radikalisieren sich evangelikalte freikirchen immer mehr.

Ob es wirklich eine größer werdende toleranz v.a. ggü männlicher Homosexualität gibt, wage ich zu bezweifeln.
3/4 aller männlichen Jugendlichen lehnen homosexualität ganz oder teilweise ab.
in der Bundeswehr darf zwar gesestzlich kein homosexueller ausgeschlossen werden, aber mobbing bis zum freiwilligen weggang ist trotzdem vorhanden. Genau wie bei den meisten Polizeien.

Mit immer mehr internetzugängen, ist aber auch eigene information und vernetzung möglich geworden und es gibt mehr Zugänge dazu, dass Homosexualität kein randphänomen ist.

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Religion die Homosexualität als Tabuthema abgestempelt hat, steht bei den Menschen in Europa nicht mehr an erster Stelle. Also gibt es auch keinen "Grund" dagegen zu sein. Aber wer wirklich homophob ist, wird es auch bleiben. Man kann ihnen so oft erzählen das es normal ist, aber die bleiben stur.

Liebe Grüße! :D

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Den Beginn haben mutige Forscher wie Magnus Hirschfeld gemacht. Der zweite Grund war, dass mutige Homosexuelle gegen die bestehenden Verhältnisse revoltierten, weswegen bis heute der CSD gefeiert wird, da dies von der Christopher Street in New York ausging. Der dritte grosse Impuls kam wieder aus der Forschung, als es wissenschaftlich erwiesen wurde, dass Homosexualität keine Krankheit ist.

Und seitdem zieht auch die Gesellschaft und die Politik Stück für Stück nach.

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Ich glaube das liegt ganz klar an zwei Punkten. Kirche und auch Forschung. Zur heutigen Zeit hat die Kirche nicht mehr so eine hohe Stelle. Wir vertrauen nicht nur auf das, was irgendjemand mal aufgeschrieben hat, sondern größtenteils auf die Wissenschaft, die ganz klar sagt, dass Homosexualität normal und keine Krankheit ist (;

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Die Erkenntnis das es etwas vollkommen normales ist.

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