wie hat sich das durchschnittliche heiratsalter in den letzten 200 jahren verändert?

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Auf jeden Fall hat man vor 200 Jahren früher geheiratet, weil die Ausbildungszeit damals nicht so lang dauerte und Frauen in der Regel (zumindest in der Mittel- und Oberschicht)nicht berufstätig waren.. Noch in den 1960er Jahren war die meisten mit 24-25 Jahren verheiratet. Im ausgehenden Mittelalter wurden Mädchen oft schon mit 12- 13 Jahren verheiratet.

Früher war heiraten aus genannten Gründen ja fast Pflicht oder hatte andernfalls Grosse Nachteile. Die meisten davon sind heutzutage weggefallen, sodass viele die Heirat ja einfach aus Prinzip hinauszögern. Ich kenne einige die mit ca. 25 den Partner fürs Leben gefunden haben und auch heiraten wollten, dann aber bewusst noch bis ziemlich exakt 30 gewartet haben. Grund: weil man das heute halt so macht.

Mit 25 gilt eine ledige Frau als "alte Schachtel". Die meisten Frauen waren mit Anfang 20 verheiratet und noch früher wurden die MÄdchen nach Einsetzen der ersten Periode verheiratet, so mit 15, 16. (Früher setzte die später ein)

Das Leben lief vor 200 Jahren (auch außerhalb von Deutschland) anders als heute. Die Mehrzahl der Menschen lebten im Dorf von Acker- und Viehwirtschaft. Von einem Gebiet gibt es Aufzeichnungen über die Kindverteilung pro Frau und Mann. Dort sind die Gutsherren mit ihren Frauen sicher erst nach der Ehe sexuell aktiv gewesen und hatten durchschnittlich mehr als 3 Kinder. Zusätzlich waren noch Mägde und Knechte. Die Mägde hatten regelmäßig auch Kinder, welche meist ohne Heirat mit dem Gutherren entstanden waren. Über die Knechte wurde -meines Erachtens- nichts überliefert. Also: - das Heiratsalter war sicher viel früher - aber Sex vor der Ehe ebenso vorhanden

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