Wie hat euch Dankbarkeit verändert?

6 Antworten

Wenn man es schafft aus dem einfachen "Danke" sagen, also dieser typischen Floskel schafft wahrhaftig Dankbar zu sein denke ich, dass es das Leben fundamental ändern kann.

Wahrhaftige Dankbarkeit geht mit einer Beschwerdelosigkeit einher, man macht es sich, wie es der Begriff schon sagt nicht mehr selbst "schwer" also "beschwert" sich. Wenn man das schafft wird alles um einen herum zum vollkommenden Genuß.

Ich selbst habe es noch nicht zu diesen Grad an Dankbarkeit gebracht. Es gibt manchmal Momente, in denen ich es wirklich bin und diese sind extrem prägend und anstrebsam.

Die Tücken des Alltags oder andere Probleme bringen einen nur manchmal zu sehr raus, so dass man die Dankbarkeit vergisst. Eigentlich schade wenn ich so darüber nachdenke, aber ich gebe mein Bestes.

Ok, was denkst du, kann ich auch dankbar sein wenn meine Eltern oft jammern?

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@Jannis241

Das ist einer von vielen Faktoren im Leben, die die Dankbarkeit erschweren. Eben diese Hürden meine ich selbst, wenn ich sage, dass mir die Dankbarkeit schwer fällt.

Pauschal würde ich sagen ja. Selbst Menschen mit den schwersten Schicksalsschlägen können dankbar sein, ob sie es schaffen ist eine andere Frage.

Ich glaube man muss es sich einfach immer wieder vor Augen führen wofür man dankbar sein kann und es dann wahrhaftig "fühlen". Aber den ultimativen Masterplan habe ich leider auch nicht, dazu bin ich wie gesagt selbst zu selten vollkommen dankbar.

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@SaftSchmecktGut

Das Blöde ist, dass ich mich eigentlich nie runterziehen lassen haben, außer als ich das mit dem Jammern gehört habe, also, dass negative Menschen schlecht für einen sind, aber als ich am Anfang die Dankbarkeit praktiziert habe war ich sehr sehr glücklich und war wie ein andere Mensch, nur das mit dem Jammern hat mich runtergezogen, also das Video das uch gesehen habe

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@Jannis241

Ich denke das ist nur überwindbar, wenn man sich selbst klarmacht, dass negative Menschen und negative Situationen einfach existieren.

Schlechtes passiert nunmal auf der Welt und das wird sich wohl auch nicht ändern. Da könnte man jetzt mit dem typischen "Ist das Glas halbvoll oder halbleer" argumentieren. Lässt du dich von allem runterziehen was dich umgibt oder weißt du das zu schätzen, was du noch hast?

Das "wollen" ist im Menschen immer mehr verankert als das "haben". Jeder "will" dass es besser wird, dass man reicher wird, dass die Menschen netter werden etc. aber das was wir haben, dass vergessen wir schnell.

Wenn du diesen Punkt überwinden und in deinem Leben festigen kannst, dann hast du es geschafft. Ich würde es uns allen wünschen

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Stimmt.

Man sollte sich vor Augen führen, dass es einem besser geht als so vielen anderen Menschen.

Wenn man das tut, nimmt man nicht mehr alles als selbstverständlich hin, man weiß, dass sich alles schnell ändern kann und man wird zufriedener und auch glücklicher im eigenen Leben.

Mir geht es so.

Ok, was denkst du kann uch auch dankbar sein wenn meine Eltern oft jammern?

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@Jannis241

Ja natürlich.

Ich gehe davon aus, dass ihr ein Dach über dem Kopf habt, eine Krankenversicherung, Essen, Kleidung und uneingeschränkt Zugriff auf Wasser. Und dass ihr abends ruhig ins Bett gehen könnt ohne Angst zu haben, dass ihr zerbombt werdet. Oder wegen eurem Glauben verfolgt und getötet werdet.

Das ist nicht für alle Menschen so selbstverständlich wie für uns also haben wir viele Gründe dafür, dankbar zu sein.

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@vanillaxoxo

Ok, danke für die Antwort. Mich bringt der Satz zum verzweifeln, du bist sie Person aus den 5 Menschen mit denen du am meisten Zeit verbringst, glaubst du man kann dennoch dankbar sein? Und hast du auch Menschen in deinem Umfeld die jammern? Und lässt du dich davon beeinflussen oder nicht?

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@Jannis241

Klar, wenn mir etwas zu viel wird, jammere ich auch mal. Das hält aber nicht lange an weil ich nun mal weiß, dass es mir besser geht als vielen anderen Menschen.

Und ja, ich kann und bin dankbar selbst wenn Menschen in meiner Umgebung unzufrieden sind.

Jeder hat Lebensphasen die schwierig sind und es ist normal, dass man sich darüber beschwert oder auch deswegen verzweifelt. Man muss nur, wenn es wieder aufwärts geht, erkennen, dass es besser ist und man sollte das auch zu schätzen wissen.

Guck dich in der Welt um, guck auf Menschen, denen es schlechter geht als dir, dann erkennst du den Unterschied.

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Sehr zum Positiven. Ich war früher recht achtlos und habe viele Menschen, die es gut mit mir meinten, vor den den Kopf gestoßen.

Erst als mich eine Nonne bat, für die, die ich für meine Feinde hielt, zu beten und gut über sie zu denken, passierte mir folgendes: Nach einem Gebet für einen "Feind" fing ich an dem Himmel dafür zu danken, dass ich noch leben darf. Ich würde ganz euphorisch und rief "Ich danke dir, mein guter Gott!"

Das mach ich seither täglich.

Übrigens: Am 14. Mai mit Papst Franziskus, dem Oberrabbiner von Israel und dem Türkischen Großimam dafür beten, dass der COVID19 genannte Virus verschwindet, bitte!!!

Ich halte Gebete für wirkungsvoll, vor allem weil ich durch Gebete Wiedergenesung erfuhr.

Ok, was denkst du kann ich auch dankbar sein wenn meine Eltern oft jammern?

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@Jannis241

Klar, du musst halt dafür danken dass du Eltern hast, (meine sind tot).

Du kannst auch dafür danken, dass deine Mutter (du gleichst ihr!) dich lebenstüchtig gemacht hat.

Auch wäre es gut, wenn du deiner Mutter hilfst, wo es nur geht. So gewinnst du sie als Verbündetete.

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@sexy1111

Ok, danke für die Antwort, tut mir leid für dich

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@Jannis241

Jung verstorben sind sie beide nicht. Als mein Vater verstarb war er fast 87 und meine Mutter verstarb mit 88.

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Die echte, tiefe Dankbarkeit hat meinem Ungang mit Glück und Pech geändert. Und meine Beziehung zu anderen Menschen hat sich verbessert.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Dankbarkeit hat sich bei mir nicht eingestellt, ich bin einfach zu unzufrieden mit meinem Leben, als dass ich für irgendetwas dankbar sein könnte.

Das ist eine Übung...vielleicht warst du noch nie in einem armen Land und hast erlebt unter welchen Lebensbedingungen Menschen dort teilweise leben müssen (nur selten Strom, Mückenplagen, Läuse u. anderes Ungeziefer, katastrophale Verkehrssituation, unglaubliche Armut, kein fliessendes Wasser, kein Kühlschrank, kein TV, keine WC mit Wasserspülung etc.)...wenn du dann wieder hier bist, bist du automatisch für Vieles viel dankbarer. Uns ist oft nicht bewusst in welchem Reichtum und in welche Bequemlichkeit wir leben und dass wir dankbar sein können, dass wir gesunde Gliedmaßen, gesunde Augen und Ohren haben...es gibt so unendlich viel für das du dankbar sein kannst. Mach eine Liste, immer wieder...bis du es irgendwann spüren kannst.

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@wahrhaftigleben
vielleicht warst du noch nie in einem armen Land und hast erlebt unter welchen Lebensbedingungen Menschen dort teilweise leben müssen (nur selten Strom, Mückenplagen, Läuse u. anderes Ungeziefer, katastrophale Verkehrssituation, unglaubliche Armut, kein fliessendes Wasser, kein Kühlschrank, kein TV, keine WC mit Wasserspülung etc.)...

Doch war ich, alles erlebt.

wenn du dann wieder hier bist, bist du automatisch für Vieles viel dankbarer. Uns ist oft nicht bewusst in welchem Reichtum und in welche Bequemlichkeit wir leben und dass wir dankbar sein können, dass wir gesunde Gliedmaßen, gesunde Augen und Ohren haben...es gibt so unendlich viel für das du dankbar sein kannst.

Ich bin aber nicht gesund. Und wenn man nur teilweise gesund ist, bringt einem die restliche Gesundheit und der Wohlstand auch nichts.

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@MarkAllAsRead

Ja, das habe ich auch gedacht. Aber irgendwelche Bereiche deines Körpers sind trotzdem in Ordnung und funktionieren ordnungsgemäß. Du kannst das nur nicht wertschätzen. Glaub mir, es ist die negative Sicht auf die Dinge, die alles so düster macht für dich. Das kann sich aber ändern. Aber vielleicht brauchst du wirklich zunächst eine Behandlung für deine Krankheit/Depression. Dankbarkeit ist nur EIN Aspekt. Das andere ist gute Ernährung, Bewegung, Glaube/Hoffnung, eine akzeptable Umgebung etc.

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@wahrhaftigleben
Behandlung für deine Krankheit/Depression

ist fehlgeschlagen.

gute Ernährung

hab ich manchmal

Bewegung

hatte ich viel, hat mir nicht geholfen

Glaube

ist für die Kirche

Hoffnung

ich habe die Hoffnung dass es bald endet

eine akzeptable Umgebung

das ist der kritische Punkt bei mir, meine Umgebung war und ist schei**, ändern lässt es sich leider nicht, vor allem jetzt wegen der Krise.

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@MarkAllAsRead

Ja, die Umgebung ist gerade bei vielen der kritische Punkt. Zum Thema Glaube: ich bin aus der Kirche ausgetreten, aber ich glaube an eine Macht, die größer ist als ich...Bewegung hilft mir auch nicht unbedingt. Ernährung kann man aber meist selbst beeinflussen...da lässt sich einiges machen. Wenn du die Hoffnung aufgegeben hast, wirst du auch nicht mehr lange leben, denn der Mensch lebt eigentlich immer von der Hoffnung...

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@wahrhaftigleben

Alles sehr wahr, danke dir für deine Worte. Ich werd mir jetzt was geiles zum essen holen, weil du hast Recht - das steht noch in meiner Macht.

Wenn du die Hoffnung aufgegeben hast, wirst du auch nicht mehr lange leben

Das hoffe ich auch. Oder zumindest nicht mehr SO.

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@MarkAllAsRead

Das ist falsch.

Ich bin auch chronisch krank, was natürlich scheixxe ist und manchmal extrem nerven kann.

Aber, ich lebe in einem reichen Land, ich habe eine Krankenversicherung und ich werde gut behandelt. Und wenn Mal gar nichts mehr geht, gibt es das soziale Netz, das einen auffängt.

Es gibt Menschen mit ähnlichen Erkrankungen, die haben nur diese und sonst nichts. Also geht es mir (und dir) auf jeden Fall viel besser als anderen Menschen. Du könntest mit deiner Erkrankung auch ganz allein gelassen werden....

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