Wie hat es euch besser gefallen - Heute oder damals?

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Früher war es besser.. 100%
So wie es jetzt ist passt es.. 0%

7 Antworten

Die Frage ist schwer zu beantworten, da sich immer einiges verschlechtert und anderes verbessert hat. Man ist immer als Kind mit anderen Dingen und Regeln aufgewachsen als die Folgegenerationen und wenn man seine Kindheit oder Aspekte davon genossen hat, kann man sich nicht vorstellen, wie heutige Kinder ohne diese Aspekte leben können.

Ich bin früher nach den Hausaufgaben raugegangen, mit meiner Freundin den Nachmittag über auch mal irgendwo hin (im Wald gespielt etc.) und keiner wollte wissen, wo wir wann genau waren. Wir haben die verkehrberuhigte Straße mit Straßenkreide bemalt und einen Rollschuhparcours erstellt, den wir dann abgefahren sind. Auf dem Parkplatz haben wir Kunstradfahren mit unseren Fahrrädern geübt. Wir mussten um 18 oder 19 Uhr zu Hause sein und dann wollte keiner wissen, was wir detailliert gemacht hatten.

Heute ist vieles davon undenkbar, weil Kinder stärker kontrolliert werden, Erwachsene teilweise berechtigterweise mehr Angst haben und man über das Handy ständig erreichbar ist, also nicht die "Freiheit" hat, einfach mal etwas zu tun, über das die Erwachsenen nicht Bescheid wissen.

Auf der anderen Seite waren wir früher länger "Kind", vieles wussten wir nicht und hatten auch wenig Möglichkeiten, es zu recherchieren, wir haben viel mehr als heute den Erwachsenen geglaubt und jeder Erwachsene war tendenziell eine Autoriät. Wer kein Lexikon hatte, und von den Eltern nicht mit der Bücherei bekannt gemacht wurde, konnte nur begrenzt etwas nachschlagen. Es gab für Schulkinder weniger Möglichkeiten, etwas zu recherchieren, als für Lehrer, die Fachbücher hatten. Das ist heute alles anders und besser. Kinder wissen früher mehr über die Welt, und sind skeptischer, glauben Erwachsenen nicht alles.

Auf youtube diskutieren (oder diskutierten) Erwachsene über alte, sehr alte Kindersendungen der 70er (Mila Superstar) bis 90er (Kinder vom Süderhof), und oft liest man dabei "früher waren die Serien noch hochwertig" oder etwas in der Art. Dabei gibt es heute auch gute Kindersendungen, nur die heutigen Kinder nehmen sie anders wahr als wir damals, weil sie eine ganz andere Vorgeschichte (und andere Medienerfahrungen) haben, als wir damals. Siehe z.B. die vielen Kommentare unter den "Löwenzahn"-Sendungen auf youtube.

Wenn man sich "Neues vom Süderhof" anschaut - k.A. ob das aktuell noch auf youtube läuft - dann kann ich sagen, abzüglich des Dramas, war meine Kindheit so: Man war vorwiegend draußen, hat mit den Freunde etwas gemacht, über das die Eltern nicht immer Bescheid wussten und auch nicht Bescheid wissen wollten. Man hatte allgemein als Kind und als Erwachsener weniger Ängste vor Gefahren.


Bei den Kindersendungen denke ich, dass man reinkommen muss und dann eine Bindung an eine Serie entwickelt - schaut man nur einmal rein, kommen einem die meisten Serien uninteressant vor. 

Es gibt noch Erwachsene, die dem "pädagogisch wertvollen Holzspielzeug" nachtrauern, das Du vermutlich auch nicht mehr hattest. Weil sie in ihrer Kindheit begeistert damit gespielt haben oder ihre Kinder damit begeistert gespielt haben. Aber heute wachsen die Kinder mit anderen Arten von Spielzeug auf, die oft viel mehr vorgeben (Sinn, Benutzung) und/ oder an bekannte Sendungen angelehnt sind. Früher war das Spielzeug in dem Sinne "freier", als dass jedes Kind alles da rein interpretieren konnte. "früher" heißt, je weiter man zurück geht. Geht man ganz weit zurück, in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (bei den ärmeren Leuten) und ins 19. Jahrhundert, dann findet man oft selbstgebastelte Spielzeuge: Puppen aus Stoffresten, Maiskolbenpuppen ("Little House Miniseries" auf youtube), Figuren aus Stöckern, "Schwerter" aus Ästen usw. Die damaligen Kinder könnten teilweise heute noch leben und sehen vermutlich thematisches Spielzeug - Actionfiguren etc. - als sehr verarmend, da die Fantasie der Kinder viel weniger angeregt wird (obwohl man sich auch dazu eigene Geschichten ausdenken kann, die von der ursprünglichen Geschichte abweichen).


Ein Punkt, den ich bedenklich finde, ist die zunehmende Organisation der Kindheit. Während es toll ist, dass Kinder Sprachen, Sportarten und Instrumente lernen können, wird es mMn schwierig, wenn das zu früh zu organisiert passiert, und die Kinder gehemmt werden, selbst etwas auszuprobieren, z.B. eigene Übungen zu entwickeln, mit dem Instrument zu spielen, selbst Melodien nachzuspielen ohne  Noten oder sich Melodien auszudenken. Ist das alles zu organisiert - Eltern überwachen, dass man bspw, pro Woche exakt die vorgegebenen Übungen nach Schema F übt - geht ein Stück Kreativität und auch die Erfahrung, selbst ohne Anleitung etwas zu "erkunden", verloren.

Das gilt auch für viele Spiele, Spielzeuge etc. Immer gibt es einen Rahmen, der vorgibt, was man damit machen soll, und das hemmt die eigene Kreativität und den Spaß am Erkunden. Man lernt, erst mal die Anleitung zu lesen und dann das Produkt genau nach Anleitung zu verwenden; man verlernt, selbst zu überlegen, was man damit machen könnte und wie man es nach seinen Vorlieben verwenden könnte. Man wird in gewisser Weise abhängig von der Idee der Entwickler. Das gilt insbesondere für Konsolen- und Computerspiele, aber auch für Brettspiele (es sei denn, man entwickelt selbst Regeln - gefördert wird das aber nicht).

Mit Starwarsfiguren spielt man halt Starwars, und selten die eigene Geschichte, die nicht zwingend im Weltraum spielen muss.


Was ich heute allerdings klasse finde, sind Blogs und Videos, auf denen Jugendliche ihre Hobbys zeigen, so dass man von Gleichaltrigen lernen kann oder sich motivieren lassen kann, etwas auszuprobieren und auch sieht, was in dem eigenen Alter tatsächlich alles möglich ist (während man das früher nur bei den eigenen Freunden sah).

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Eins war früher deutlich besser - die Höflichkeit vieler junger Menschen. Ich habe etwas  dagegen wenn von z.B. 15 / 16 jährige einfach Menschen 50 + duzen.

Das viele Verbrauchsgüter so deutlich im Preis gestiegen sind, das viele Menschen sich viele Dinge nicht mehr leisten können.

Früher mußten viele Menschen  weniger als 20% ihres Einkommens für die Miete bezahlen, heute sind es für viele fast 50 %.

Früher wurden Kinder nicht ständig von A nach B kutschiert, entweder laufen, Fahrrad fahren oder zuhause bleiben.

Die Reizüberflutung war nicht so groß - In den 60ern gab es nur zwei Fernsehprogramme. Programm ARD bis max. 1.00 Uhr. RTL u. SAT1 kamen erst im Jan. 1981.

Die Menschen haben viel mehr gelesen, bzw. etwas miteinander unternommen. Erst in den 60ern bekamen die Menschen Telefon.

Dieses nicht Erreichtwerden können hatte auch seine Vorteile.

Heute: Das Internet möchte ich nicht missen, die Büchervielfalt u.v.a. auch nicht.

Jede Zeit hat ihre guten und schlechten Dinge.

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Ich bin fast 16 und finde die kinderserien von früher auch viel besser und damals war man den ganzen Tag draußen was die jetzigen Kinder von 8-12 anscheinend gar nicht mehr machen sondern lieber spiele auf dem ipad spielen oder sich im Internet aufhalten

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Früher war es besser..

Früher war es wirklich besser heute kennen sich schon 3 jährige besser mit einem handy aus als die älteren ist einfach nur traurig früher haben alle bis abends draußen gespielt heute ist niemand mehr draußen am spielen alle nur am Handy 

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Früher war es besser..

Früher war alles besser. Nur ein Beispiel ... =(

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Früher war es besser..

Hallo Bahnfan12

Von meinem Baujahr ausgegangen gab es keine Teletabbis die reinweg

verblöden.Es gab Schulkollegen die in einer Zinkwanne auf der Issel Boot

gefahren sind.Mit Schulfreundinnen im Stroh toben.Milch kaufen in einer

Milchkanne. Mit dem Fahrrad und der Milch eine Reise in den Graben

machen.Es gab sogenannte Schulrockerbanden die dir was auf die Schnauze

gehauen haben und fanden das toll.Solche Sprüche wie:Ötzdemir Ötzichdir

waren die vollen Bringer.

Eine kleine Zeitreise von damals bis heute.

Gruß Ralf

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Ich fande es auch damals besser ...

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