11 Antworten

Die Frage über diesen Zeitraum zu beantworten ist sehr verkürtzt, so liegen die Ursachen deutlich zurück und auch deutliche EInbrüche in den Wahlergebnissen sind Gebietsweise zu Verzeichnen.

Gründe sind zu sehen in: allgeimer historischer Judenfeindlichkeit, Misstrauen gegen die in Deutschland eher junge Demokratietradition (wobei der Punkt umstritten ist, da es in Teilen Deutschlands schon länger verfassungsrechtliche Bemühungen etc. gab), ein großer Punkt sind Hass und der Wunsch  nach Rache nach dem WK.I, sicherlich auch gute PR (Propaganda) Srichworte: "Hitler über Deutschland" wohl die erste per Flugreisen organisierte Wahltournee, oder Goebbels geschickte Marketingaktionen, z.B. die geschickte Vermarktung seiner Zeitschrift "Der Angriff", mit Plakaten machte er die Bevölkerung Berlins fast an einen Putsch glauben, an dem Tag kam aber nur die Erstauflage der Zeitschrift.

Überhaupt gelang es der Partei gut einen "Sozialismus der Tat" zu propagieren, der aber fast nur Show war, mit Suppenküchen etc vermittelte man dem Volk die letzte Hoffnung zu sein, so auch auf einem vielgedruckten Plakat mit Horden von Arbeitslosen und dem Druck, dass Hitler die letzte Hoffnung sei. Die Realität war, dass selbst die SA ihre Uniformen selber bezahlen musste und jeder der den Mitgliedsbeitrag nicht bezahlen konnte sofort aus Parteiorganisationen entfernt wurde.

Man könnte auch lange diskutieren, inwiefern das positive Abschneiden Italiens in der Weltwirtschaftskrise und das Versagen der anderen Staaten dazu beitrugen, sowie sicher auch alte Feindschaft zu Frankreich, siehe WK.1. Interessant sind auch frühe Studien damals zu Arbeitslosigkeit, die damals sehr hoch war, tatsächlich führt scheinbar Langzeitarbeitlosigkeit zu unguten sozialen Dynamiken, Depressionen, Gewalt, Radikalisierung, gerne verweise ich auf die österreichische Marienthalstudie als Voreiter!

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Das läßt sich recht einfach erklären. Es gab ab 1930 eine stark anfallende Massenarbeitslosigkeit bei gleichzeitiger Zerstrittenheit von KPD und SPD. Letztere empfahl sogar Hindenburg als Präsidentschaftskandidat zu wählen, also dem Steigbügelhalter Hitlers. Zu all diesen Kalamitäten kam dann noch die noch immer anhaltenden Reparationszahlungen an die Siegermächte des WK I hinzu.

Die Massenarbeitslosigkeit ging zudem mit einem Sozialabbau durch die Regierung einher, so dass es zu einer Massenverarmung schlimmsten Ausmaßes kam.

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So enorm war der Anstieg gar nicht. Die NSDAP hatte auch nie die absolute Mehrheit gehabt, war also nie von der Mehrheit des Volkes demokratisch gewählt. Dass sie dennoch die Macht übernehmen konnte, war ein Versagen der damaligen Eliten.

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Deine Grafik lügt!

Eine solche Stimmenentwicklung hat es bei den angesprochenen Reichstagswahlen nie gegeben. Im Sommer 32 bekam die NSDAP ca. 37 %. Im November 32 sank sie schon wieder auf ca. 33 %.

Der Zuwachs an Wählerstimmen nach 28 ist vor allem durch die Folgewirkungen der 29 ausgebrochenen Wirtschaftskrise zu erklären. Insbesondere das nationalistische Kleinbürgertum und die von Existenzängsten getriebenen Mittelschichten, die konservative Parteien gewählt hatten, ließen sich vor diesem Hintergrund radikalisieren.


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Juten,

Mein damaliger Geschichtslehrer hat das mit der großen Depression begründet und ich fand das eigentlich ganz einleuchtend. Durch den plötzlichen Wirtschaftscrash der Staaten hatte die NSDAP ein vermeintliches Negativbeispiel einer Konsequenz der demokratischen Idee (SPD etc.) und konnten so ihre Denkweise erfolgreich durchsetzen. Kurz: "Seht, wohin die Demokratie führt, wählt uns für Besserung"

Da das allerdings ein gesellschaftliches Phänomen ist, gibt es wahrscheinlich unzählige Erklärungsansätze, die alle etwas richtiges haben (:

Greetz

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zum einen durch die aufregung des volkes damals über die schlechte lage.

Zum andern (später) durch die SS (=Schutz Staffel) , die sozusagen alle zwang sie zu wählen und die anderen parteien beseitigten

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Hugenbergs Presseimperium, von diesem angeboten, war Hitlers Plattform, um nach 1930 bekannt zu werden (Harzburger Abkommen), ausserdem hatte Hitler kaum Konkurrenz als Politiker (die anderen waren zu schwach). Die Wirtschaftskrise selbstverstaendlich (Krisensituation - 6 bis 10 Mio. Arbeitslose - verlangt Radikalloesung).Und schliesslich: es war tatsaechlich weniger als ein Drittel der Waehlerschaft, die Hitler zur Macht brachte, und danach hat er diese Macht so gruendlich und "ruecksichtslos" (eine seiner Lieblingsvokabeln) misbraucht, dass Deutschland erst besiegt werden musste, um ihn wieder loszuwerden. Leider, leider! Hitler: der einzige Mensch, den ich wirklich nicht leiden kann!

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Die Wirtschaftskrise mit der riesigen Anzahl Menschen ohne Arbeit hat sicher eine grosse Rolle gespielt. Allerdings hatte die NSDAP nie die absolute Mehrheit. Bei den letzten Wahlen im März 1933 kam sie auf einen Anteil von 44%, Angehörige anderer Parteien wurden bei der Stimmabgabe massiv benachteiligt ... oder noch schlimmeres.

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Deutschland war nach dem ersten Weltkrieg am Boden, besetzt, hohe Arbeitslosigkeit, Armut usw. Hitler konnte reden und es war eine Zeit in dem die Leute keine Hoffnung mehr hatten. Er hat den Leuten arbeit versprochen und ein besseres Leben in einem deutschen Reich das wieder auferstehen musste. Juden waren zum größten Teil reich und haben die deutschen von oben herab behandelt, womit es Hitler dann nicht schwer fiel, den Hass auf die Juden zu schüren. Dann hat er seine Konkurenz aussgeschaltet siehe zb "Nacht der Tausend Messer" ja und so kam er an immer mehr Macht bis er hinterher Alleinherrscher war. 

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Kommentar von Ruenbezahl
26.07.2016, 08:21

Juden haben keineswegs die Deutschen von oben herab behandelt, weil sie sich ja selbst als Deutsche fühlten und dies auch mit ihrem überdurchschnittlichen Einsatz für Deutschland im Ersten Weltkrieg gezeigt hatten. Reiche Juden waren meistens sehr wohltätig, auf jeden Fall mehr als reiche Nichtjuden. Der Antisemitismus beruhte nicht auf Fakten, sondern auf uralten Vorurteilen, die vor allem in Notzeiten geschürt wurden, um politische Gegner zu diskriminieren.

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Kommentar von Unsinkable2
26.07.2016, 08:52

Juden waren zum größten Teil reich und haben die deutschen von oben herab behandelt, womit es Hitler dann nicht schwer fiel, den Hass auf die Juden zu schüren.

Das ist hanebüchener Unfug!

Die Juden waren Teil der Gesellschaft. Und als solcher gab es unter ihnen ein paar Reiche und einen ganzen Haufen "Normalos", die genauso arm waren, wie der Rest der Bevölkerung.

Was sie "zum Feind" machte, war das christliche Weltbild, das im Juden den Gottesmörder sah (und bis heute sieht). 

Vor allem die Katholiken hatten in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Lynchmobs und Pogrome gegen Juden angestiftet, wenn ihnen mal wieder irgendwas quer lag: War die Ernte schlecht? Der Jude ist schuld! War ein Schwein gestorben? Der Jude ist schuld! Gab es Unfrieden? Der Jude ist schuld! Regnete es zu lange? Der Jude ist schuld! Regnete es zu kurz? Der Jude ist schuld!

Das hatte Hitler aufgenommen, denn so brauchte er nur auf die Juden zu zeigen; und die deutschen Christen sangen im Chor: "Der Jude ist Schuld!"

So beispielsweise mit dem "Welt-Finanzjudentum", das Hitler gern und oft beschwor. 

Es ist wahr: Viele Juden waren im Geldgeschäft tätig und so mancher von ihnen dort auch zu Wohlstand gekommen. Doch dass sich so viele Juden mit Geldgeschäften beschäftigten, war letztlich nur eine Not: Die Christen hatten ihnen über lange Zeit umfangreiche Berufsverbote erteilt. Nur die Beschäftigung mit dem Geld, das eine Zeit lang sogar als satanische Erfindung galt, war den Juden erlaubt.

Und als sie sich dann damit beschäftigten, war es den Deutschen auch wieder nicht recht. Prompt machten die Kirchenfürsten aus ihnen "Finanzjuden, die die Welt beherrschen wollen". ... Und Hitler griff das auf.

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Mit anderen Worten: Hitler brauchte den Hass auf die Juden nicht zu schüren. Das hatte die christliche Kirche bereits in Jahrhunderte langer Arbeit vorgearbeitet. 

Hitlers einzige Aufgabe war, die Lunte mal wieder anzuzünden. 

Denn Diktaturen brauchen innere und äußere Feinde, die man klar benennen kann: Im Inneren war es der "Finanzjude", im Äußeren war es der "bolschewistische Jude". 

... Und fertig ist das Weltbild eines Durchschnittsbürgers. Auch heute noch. Nur, dass der neue Jude "Flüchtling" heißt.

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Die NSDAP hat vieeel Geld bekommen von den Eliten, de die "rote Gefahr" fürchteten und in Hitler ein Suerwerkzeug sahen um die Linken im Lande zu vernichten und die eigene Macht zu sichern. Mit dem Geld hat die NSDAP massive Wahlpropaganda in einem noch nie dagewesenem Ausmass betreiben können.

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Ich bin mir dessen nicht mehr sehr bewusst, allerdings hat ein führender Journalist hitler angeboten, bei einem Volksbegehren gegen die Regierung dabei zu sei , Hitler sollte hierbei das volk mobilisieren. Zwar scheiterte das Volksbegehren, aber Hitler und seine Partei wurden in Deutschland bekannter.
Zudem gab es zu der Zeit einen großen Anlauf an extreme Partei links sowie rechts.

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